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Stadtvilla statt Durchbruch

Neubau und Sanierung Stadtvilla statt Durchbruch

An Wallstraße und dem Unterwallweg werden noch im Frühsommer zwei städtebauliche Schandflecken der Vergangenheit angehören. Auf dem durchgängigen Grundstück wird eine Stadtvilla mit insgesamt sieben Wohnungen gegenüber Oberschule und Dr.-Faust-Halle am Unterwallweg errichtet.

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Auf diesem Grundstück am Unterwallweg gegenüber der Dr.-Faust-Halle wird eine klassische Stadtvilla gebaut.

Quelle: rc

Bückeburg. Das aus dem 19. Jahrhundert stammende Gebäude an der Wallstraße wird saniert und renoviert. Hier entstehen neben einem kleinen Ladengeschäft drei Wohnungen.

Um das Grundstück hatte es in den vergangenen Jahren eine rege Diskussion gegeben. Seitens der Stadtverwaltung war vorgeschlagen worden, das Gebäude zu erwerben, abzureißen und einen direkten Durchstich vom Parkplatz Dr.-Witte-Platz auf den Unterwallweg zu bauen und damit die Verkehrsbelastung der Altstadt zu verringern. Ein Vorhaben, das auf nicht all zu viel Gegenliebe in der Politik stieß und schlussendlich zu den Akten gelegt wurde.

Das Gebäude an der Wallstraße stand mehrere Jahre leer. Im rückwärtigen Bereich am Unterwallweg vergammelte marode Bausubstanz, die ein nicht gerade einladendes Bild für die bot, die im Bereich von Schule, Sporthalle und Hallenbad zu tun hatten oder den innerstädtischen Ring befuhren.

Das soll sich im Frühjahr ändern. Dann werden Bagger anrücken und die rückwärtige Bebauung dem Erdboden gleichmachen. Es wird mit dem Bau einer klassischen Stadtvilla mit drei Geschossen und sechs Wohnungen von je etwa 90 Quadratmeter sowie einem Penthouse mit 130 Quadratmetern begonnen. „Mit hochwertiger und guter Ausstattung, mit Fahrstuhl, barrierefrei und mit Effizienzhaus-70-Kriterien“, wie der Investor und Bauherr Michael Möhring und sein Planer, der Diplom-Ingenieur Uwe Bilges, im Gespräch mit unserer Zeitung mitteilten.

Außer Solarthermie werde modernste Brennwerttechnik oder Dreifachverglasung eingebaut. Gebaut wird in Massivbauweise. Es soll einen Keller geben, Balkone oder Terrasen werden nach Süden oder Westen ausgerichtet und auch die benötigten Stellplätze sollen auf dem Gelände entstehen. Der Bau einer Tiefgarage ist wegen des fehlenden Platzes für die Zufahrtsrampe nicht möglich.

Das Gebäude am Unterwallweg soll mit einem Durchgang im Altbau an der Wallstraße eine direkte Anbindung an die Innenstadt haben. Versehen mit Tür und Schließanlage, sodass Schüler den Durchgang nicht als willkommene Abkürzung in die Innenstadt nutzen können – so wie früher, als das Gebäude noch als Bäckerei genutzt wurde und die Backstube von Sprockhoff oder Brandt regen Durchgangsverkehr ganzer Schülergenerationen verkraften musste. Alle Wohnungen werden als Miet- und Eigentumswohnungen angeboten.

Von dem Gebäude an der Wallstraße – es steht nicht unter Denkmalschutz – bleibt nur die Außenhülle stehen. Es wird komplett entkernt und moderne Haustechnik eingebaut. Hier sollen drei Wohnungen mit je 75 Quadratmetern Wohnfläche sowie im Erdgeschoss ein kleines Ladengeschäft entstehen. Auf rund zehn Monate ist die Bauzeit für beide Objekte veranschlagt.

Der Umsetzung des Projektes gingen langwierige Verhandlungen voran, wie Michael Möhring berichtete. Den linken Nachbarn mussten Flächen abgekauft und Nutzungen von Garagen geklärt werden. Mit dem rechten Nachbarn wurde ein Verkauf samt Einräumung eines Wegerechts vereinbart. Der Bauantrag ist abgestimmt und eingereicht, die Genehmigung „müsste jeden Tag kommen“.

Wie Möhring berichtete, gibt es in Bückeburg eine ungebrochene Nachfrage nach innenstadtnahen, größeren Wohnungen mit guter Ausstattung. Als das Projektschild aufgestellt wurde, habe bei ihm das Telefon nicht mehr still gestanden. rc

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