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Staubsauger und Klettergerüst

Beratung über Zuschussanträge Staubsauger und Klettergerüst

In Relation zum Gesamtetat der Stadt Bückeburg mag es eher um kleinere Beträge gehen – für die einzelnen Institutionen stellen diese aber oft eine ganz erhebliche finanzielle Belastung dar: Der Ausschuss für Jugend und Familie des Stadtrates befasste sich jetzt mit einer Reihe zu Zuschussanträgen.

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Bückeburg. Unstrittig waren dabei die Beihilfen für die Kindergärten. Kritisch stand der Ausschuss aber einem Antrag des Paritätischen gegenüber.

 Die evangelische Kirchengemeinde hat für den Kindergarten Bodelschwingh-Haus 1900 Euro beantragt. Aus Sicherheitsgründen müssen Spielgeräte auf den Außenanlagen instand gesetzt werden. Es ist gängige Praxis, dass die Stadt ihren Anteil solcher Kosten übernimmt – in der Regel die Hälfte der Gesamtkosten.

Die Kirchengemeinde Meinsen hat für ihren Kindergarten ein neues Sonnensegel angeschafft. Die Stadt beteiligt sich mit 600 Euro. Ebenfalls in der Kita Meinsen wird die Rutsche erneuert. Bückeburg zahlt knapp 1200 Euro – in diesem Fall die Gesamtkosten, da die Stadt Eigentümer des Gebäudes und damit zuständig für die Unterhaltung ist. 850 Euro bekommt der Immanuel-Kindergarten für die Ersatzbeschaffung einer Spülmaschine und eines Staubsaugers.

 Deutlich teurer wird die Installation eines neuen Spielgerüstes für den Außenbereich des katholischen Kindergartens St. Marien. Die Gesamtkosten betragen 25000 Euro, die Stadt steuert mit 12500 Euro die Hälfte bei. Die Summe soll für 2017 in den Haushalt eingestellt werden. Es handelt sich laut Kirchengemeinde um eine Ersatzbeschaffung: Eine Begutachtung durch Fachleute hatte ergeben, dass sich die Reparatur des vorhandenen Klettergerüstes nicht mehr lohnt, da die Kosten in keinem Verhältnis zu denen für neues Gerät stehen.

 Um die Förderung pädagogischer Projekte ging es bei zwei weiteren Zuschussanträgen. „Kinder als Naturforscher“ wird regelmäßig in wechselnden Kindertagesstätten gefördert, jetzt ist der katholische Kindergarten St. Marien an der Reihe. 3000 Euro gehen an den Kindergarten, 2000 Euro zahlt der Träger selbst.

 Während in diesem Projekt direkt mit den Kindern gearbeitet wird, geht es beim Sprachförder-Konzept des Landkreises um die Fortbildung von Erzieherinnen. Diese sollen besser befähigt werden, sprachschwache Kinder zu unterstützen. Davon profitieren ganz besonders Flüchtlingsfamilien. Erfahrungsgemäß tragen deren Kinder die deutsche Sprache auch in die Familien, da sie schneller lernen als Erwachsene.

 1500 Euro steuert die Stadt als Zuschuss bei, damit sich Erzieherinnen der evangelischen Kindertagesstätten Arche Noah und Bodelschwingh-Haus entsprechend qualifizieren können. Kritisch wurde von mehreren Ausschussmitgliedern hinterfragt, warum dieses sehr positiv aufgenommene Projekt nicht in weiteren Bückeburger Kindergärten Rückhalt findet.

 10000 Euro hatte der Paritätische von der Stadt erbeten, um eine Deckungslücke von 23000 Euro bei der in Bückeburg angesiedelten Selbsthilfekontaktstelle zu schließen. Dieser Betrag erschien dem Ausschuss allerdings deutlich überzogen, zumal es sich um eine kreisweit agierende Stelle handelt – also Abstimmungsbedarf zwischen den Kommunen bestehe. Zum Vergleich: Bisher war dieses Einzelprojekt von Bückeburger Seite überhaupt nicht gefördert worden, der Paritätische erhielt aber für seine Arbeit einen Pauschalbetrag von 5000 Euro im Jahr.

 Der Ausschuss für Jugend und Familie wollte deshalb jetzt kein neues „Förder-Fass“ aufmachen. Allerdings soll sich der neue Jugendausschuss des nächsten Stadtrates noch einmal mit dem Thema befassen – wenn denn ausführlichere Informationen vorliegen.

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