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Stehende Ovationen

Konzert in der Stadtkirche Stehende Ovationen

Gleich drei musikalische Schwergewichte der Schaumburger Musik-Szene haben sich in der Bückeburger Stadtkirche die Ehre gegeben. Für ein Crossover-Konzert, bei dem das Blasorchester TSV Krainhagen, der Kirchenchor Kreuz und Quer und als Solist Rouven Tyler mitwirkten, gab es mächtig Beifall.

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Solist Rouven Tyler.

Quelle: mig

Bückeburg. Ein bisschen verwundert dürfte manch ein Besucher des zweiten Konzerts in der Reihe „Schaumburg Proms 2017“ schon gewesen sein. Trotz des Frühjahrsmarktes und herrlichen Wetters waren sämtliche Plätze belegt. Nur hinter den Säulen war noch der eine oder andere Sitz zu finden – ansonsten hieß es vonseiten der Veranstalter: „Wir sind so gut wie ausverkauft.“

Roman Reckling, der muskalische Leiter des Ensembles, hätte sich also gar keine Sorgen machen müssen, als er am Sonnabendabend ins Bett ging. „Ich konnte erst einmal nicht einschlafen“, bekannte er dem Publikum. Dafür sei er viel zu aufgeregt gewesen.

Und noch eines erzählte er den Gästen: wie ungemein unkompliziert sich die Zusammenarbeit mit Sänger Rouven Tyler gestaltet habe. Wobei: Zunächst hatte Tyler nicht viel Zeit für den Dirigenten des Blasorchesters: „Er hatte etwas anderes zu tun und wollte zurückrufen“, erinnert sich Reckling. Als Reckling schon dachte, „der ruft nie zurück“, habe sich Tyler gemeldet und das Konzert zugesagt. „Es ist schon erstaunlich, welches Verständnis er für unsere Art der Musik hat“, meinte Reckling in seiner Begrüßung.

Klatschen und Tanzen vor dem Altar

Das von Reckling als „Crossover“ betitelte Konzert – „hier kommt ganz Unterschiedliches zusammen“ – begann mit einem „Afrika-Medley“ des Kirchenchores Kreuz und Quer. Wie man das von ihnen gewohnt ist, blieben die Sänger dabei nicht stocksteif, sondern klatschten und tanzten auf der Bühne vor dem Altar.

Einfach großartig gelang „Allu Khusana“, mit abgrundtiefen Männerstimmen und hochschwingendem Sopran. Ähnlich wohlklingend kam „Ndisothuma Bami & Pata Pata“ daher, das mit leichten Bewegungen sozusagen „aus der Hüfte“ gesungen wurde. Eindeutiger Höhepunkt dieses Abschnitts war Musik aus dem Musical „Hair“ – mit Querflöte und einem zurückhaltend gespielten Schlagzeug.

Mit „It’s Raining Men“ gingen die Sänger dann richtig in die Vollen. Jubelnde Frauenstimmen treffen auf eine geniale Begleit-Combo – ein Knaller. Einen vorläufigen Schlusspunkt setzte der Chor schließlich mit „Amazing Grace“ und „Oh Happy Day“ und damit mit zwei Power-Songs, die noch einmal für richtig Stimmung im Publikum sorgten.

Greatest Hits von Queen

Den zweiten Teil des Konzertes übernahmen dann das Blasorchester des TSV Krainhagen und Solist Tyler. Schon beim Einstand – den „Greatest Hits“ von „Queen“ – machte das Orchester ordentlich Dampf. Fast schien es, als würden Schlagwerk und Bläser die mächtigen Mauern der Kirche zittern lassen – so viel Kraft steckt in dieser Musik.

Dass das Orchester auch ganz anders kann, zeigte sich schon beim nächsten Lied, „I dreamed a Dream“ aus dem Musical „Les Miserables“. Ganz leise gingen die Musiker hier zu Werke. Und die sensible Stimme von Sängerin Charlotte Hagen gab dem Ganzen den richtigen Dreh. Überhaupt machte Hagen hier eine richtig gute Figur – sowohl in der Höhe, als auch in den tieferen Lagen.

Beim „Lion King“ („König der Löwen“) hatte dann auch Solist Tyler seinen ersten Einsatz. Tyler präsentierte sich bestens aufgelegt, mit einer flauschweichen, dann wieder rockigen Stimme. Kurzum: extrem wandlungsfähig. Ein echter Knaller war das Duett „Tanz der Vampire“ mit Charlotte Hagen. Tyler brillierte als sensibler Vampir („Sternkind“), ein echter Ohrwurm!

Das große Finale begann in der Stadtkirche dann erneut mit Hagen und Tyler (einfach toll: „Let me entertain You“) und einem nach vorne gehenden Pop-Klassiker. Als Ausrufezeichen gab es zwei gemeinsame Stücke des Blasorchesters und des Kirchenchors: „Cohens „Hallelujah“ und „You raise me up“ von Graham/Lovland. Danach: Applaus und stehende Ovationen. mig

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