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Stelldichein der Promis

Stelldichein der Promis

Mit Mariella Ahrens und Alexandra Kamp haben sich zwei weitere prominente Damen auf Einladung der Stiftung Lesen beim Weihnachtszauber die Ehre gegeben, die schon häufig auf dem Bückeburger Adeligenwohnsitz zu Gast waren.

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Mariella Ahrens liest Heinrich Böll.

Quelle: jp

BÜCKEBURG. Beide Schauspielerinnen sind mit der Familie zu Schaumburg-Lippe eng befreundet. Vor allem Kamp dürfte mit dem Schloss angenehme Erinnerungen verbinden: Im Herbst 2001 drehte sie hier mit Kai Wiesinger den Sat.1-Mehrteiler „Antonia – Zwischen Liebe und Macht“, einen ihrer größten Publikumserfolge.

 Ahrens griff bei ihrem Auftritt auf der Bühne des Nostalgiezelts zu Heinrich Bölls bitterböser Kurzgeschichtensammlung „Nicht nur zur Weihnachtszeit“, die auch beim Hausherrn von Schloss Bückeburg große Wertschätzung genießt. Der hatte selbst vor fünf Jahren auf dem Weihnachtszauber – ebenfalls im Rahmen der Stiftung Lesen – die daraus stammende gleichnamige Satire über eine Familie, die gezwungenermaßen jeden Tag Weihnachten feiert, zum Besten gegeben. Ahrens wählte jetzt zum Vorlesen „Das Schicksal einer henkellosen Tasse“, in der es nicht ganz so rabenschwarz, aber nicht weniger ironisch zugeht.

 Weniger eine Vorlesung als mehr eine Bühnenperformance bot Kamp: Die 49-jährige Karlsruherin inszenierte für das Weihnachtszauber-Publikum den vollständigen ersten Akt aus der Bühnenfassung von Daniel Glattauers Bestseller „Gut gegen Nordwind“, mit der sie auch schon auf der Bühne des Theaters am Aegi in Hannover stand. Der 2007 erschienene Kultroman schildert die ausschließlich über das Internet ausgetragene Beziehung zweier Menschen, die sich nur zufällig durch eine fehlgeleitete Email kennen lernen und anschließend romantische Gefühle füreinander entwickeln.

 Wer den Humor und die messerscharfe Beobachtungsgabe von Alexander zu Schaumburg-Lippe kennenlernen wollte, der hatte direkt danach die Gelegenheit: Mit seinen schriftlich festgehaltenen „Airport Observationen“ zeigte der Schlossherr, welch absurde und bizarre Begegnungen man als regelmäßiger Bahn- und Flugreisender zu erleben vermag. Mit seinen Prominenten-Gedichten trat der Hausherr in die Fußstapfen des großen Robert Gernhardt: „Schwesig sagt zu de Maizière: Blonder werde ich nicht mehr. Tröstend spricht er: Manuela, jeder Mensch hat seine Fehler.“

 Den Reigen der Promi-Besuche beschloss am Sonntagabend Désirée Nick: Die Berliner Schauspielerin und Kabarettistin präsentierte zum Abschluss der Großveranstaltung Trends beim Christbaumschmücken.

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