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„Strafmaßnahmen“ angedroht

Streit zwischen Verwaltung und Turnerschaft „Strafmaßnahmen“ angedroht

Legt die Verwaltung der Stadt Bückeburg der Turnerschaft (TS) Rusbend etwa Steine in den Weg? Diese Frage hat Heinz Böhne während der jüngsten Jahresversammlung im „Schäferhof“ aufgeworfen.

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Heinz Böhne

Quelle: mig

Bückeburg. Konkret geht es dabei um einen Briefwechsel zwischen dem Verein und der Verwaltung, in dem die Einleitung von „Strafmaßnahmen“ angedroht wird.

 Vorurteile gegen Bedienstete der Stadt gibt es zuhauf. Etwa, dass sie nur Dienst nach Vorschrift machen, genauer: nur von 8 Uhr morgens bis 16 Uhr am Nachmittag zu erreichen sind. Christian Schütte, dem Leiter des Fachgebiets Bürgerservice, wird man diesen Vorwurf allerdings nicht machen können. 23.30 Uhr war es, als Schütte – zur Verwunderung der Sportler – in die Meinser Turnhalle kam, ohne sich vorzustellen, wie Böhne ausführte.

 „Er monierte, dass die Turnerschaft mal wieder gegen die Nutzungsordnung der Sporthallenordnung verstoßen habe.“ Im Nachklapp wurde der Ton dann sogar noch rauer. „Wir behalten uns vor, Strafmaßnahmen gegen sie einzuleiten“, hieß es in einem Brief der Stadt. Böhne reagierte kopfschüttelnd: „Herr Schütte sollte mal über den Passus nachdenken, dass man nach Punktspielen geringfügig länger in der Halle bleiben darf.“ Und: „Das hat alles 30 Jahre lang reibungslos geklappt – und jetzt verweist man uns auf die Nutzungsordnung. Was soll das eigentlich?“ Der Verein sah sich dem Zwang ausgesetzt, „alle Punktspiele neu zu beantragen, die länger dauern als 22 Uhr“.

 Dann flatterte Böhne ein Brief des Bürgermeisters der Stadt Bückeburg ins Haus. Reiner Brombach schreibt, dass er die Vereine zufrieden sehen wolle und dass das Betriebsende überschritten werden könne – eine gesonderte Anmeldung sei nicht mehr nötig.

 Fürs Erste scheint die Situation also bereinigt. Dennoch: Ein unangenehmer Nachgeschmack bleibt. „Wir finden, dass die Verwaltung einer Stadt die Aufgabe hat, den Vereinen ihre Aufgaben zu erleichtern und nicht durch unnötige Vorschriften zu erschweren.“ Für die „Zeit nach der Wahl“ hat Böhne einen Verdacht: „Ich bin mir sicher, dass nach der Wahl irgendwas in Sachen Hallennutzung kommt, denn der Haushalt der Stadt ist auf Kante genäht.“

 Es gibt noch ein Thema, das Böhne auf der Seele liegt: Der Versammlungsraum in der Sporthalle durfte aus Brandschutzgründen nur noch mit maximal zehn Personen benutzt werden (Fluchtwege). Die Lösung der Stadt: ein Fenster, das gegen den Rat der Feuerwehr eingebaut wurde. „Mir wurde gesagt, das sei Schwachsinn, weil die Feuerwehr mit ihrer Leiter nicht rankommt. Wenn wir also eine Versammlung halten, halten wir uns teilweise quasi illegal da auf.“

 Zum Schluss noch eine Zahl: Die TS Rusbend hat 513 Mitglieder – ein Plus von zwölf Mitgliedern gegenüber 2014. mig

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