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Streik bei Fränkischen Rohrwerken

Bückeburger Arbeiter fordern Rückkehr zum Tarif Streik bei Fränkischen Rohrwerken

Zwei Stunden Stillstand gestern bei den Fränkischen Rohrwerken: Arbeiter in Fertigung und Logistik haben von 13 bis 15 Uhr die Arbeit niedergelegt.

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Die Mitarbeiter der Fränkischen Rohrwerke treten in den Warnstreik.

Quelle: tbh

Von Tina Bonfert Bückeburg. Mit diesem Warnstreik haben die Arbeitnehmer um Thorsten Gröger von der IG Metall Nienburg-Stadthagen und Betriebsratschef Ralf Meier eine Rückkehr in die Tarifbindung gefordert.

Diese war nach dem Austritt der Rohrwerke aus dem Arbeitnehmerverband Anfang dieses Jahres (wir berichteten) für die rund 50 Beschäftigten am Standort Bückeburg erloschen. Vor einem Gespräch hatte die Unternehmensleitung der Rohrwerke nach Worten von Gewerkschafter Gröger einen Forderungskatalog übermittelt. Dieser umfasse eine Erhöhung der Wochenarbeitszeit von 35 auf 37,5 Stunden, die Streichung der Belastungszulage für alle Beschäftigten sowie ein Jahr Verzögerung bei Tariferhöhungen.

Außerdem möchte sich das Unternehmen nach Darstellung Grögers vorbehalten, vier von sechs Wochen Urlaub zeitlich festzulegen und die Wochenarbeitszeit – wenn nötig – auf 29 Stunden ohne Entgeltausgleich abzusenken.

Betriebsrat Ralf Meier sieht keine Grundlage für Gespräche

Grundsätzlich fehlt laut Betriebsratschef Meier aufgrund des Austritts aus dem Arbeitnehmerverband die rechtliche Grundlage für Gespräche. Die Rohrwerke seien keine Vertragspartner mehr. Daher sei eine Tarifrückkehr sowie die Offenlegung der Zahlen Grundvoraussetzung für weitere Verhandlungen. Die Unternehmensleitung ihrerseits habe bei dem Gespräch vergangene Woche erklärt, erst dann über eine Rückkehr in den Tarif nachzudenken, wenn sie wüssten, welche Forderungen die Beschäftigten zu erfüllen bereit seien.

Auch das Vorgehen der Konzernführung hatte Meier zufolge bei der Belegschaft für Verärgerung gesorgt. Diese habe quasi eine Besserstellung der Beschäftigten am Standort Bückeburg gegenüber denen am Stammsitz Königsberg abgelehnt, wo schon seit einigen Jahren Sonderregelungen geleten.

„Das kann keine Begründung sein“, erklärte Gröger. Zumal in diesem Zusammenhang der Königsberger Betriebsratsvorsitzende zitiert worden sei. Und zwar, wie Meier erklärte, seinen Angaben zufolge ohne seine Kenntnis und falsch.

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