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Stress beim Aufscheuchen kann Tiere töten

Bückeburg / Jahresversammlung Stress beim Aufscheuchen kann Tiere töten

Mit einem Appell an Hundehalter ist dieser Tage die Jahreshauptversammlung der Jagdgenossenschaft Meinsen/Warber zu Ende gegangen. Jagdpächter Thomas Vauth wies auf den bestehenden Leinenzwang hin und mahnte: „Der Stress durch das Aufscheuchen kann zum Tod der Tiere führen."

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Der Vorstand der Jagdgenossen um den Vorsitzenden Friedhelm Vauth.

Quelle: mig

Bückeburg. Bückeburg (mig). Nach einem harten Winter sind Wildtiere in ihren Kräften stark angegriffen. Umso wichtiger sei die Vermeidung von unnötigen Hetzjagden, betont Thomas Vauth. „Dass der Hund nur spielen will, kann der Hase schließlich nicht wissen.“ In seinem Bericht forderte Vauth Jäger und Jagdpächter dazu auf, das Gespräch mit den Hundebesitzern zu suchen. „Oft reicht es, ihnen alles in Ruhe zu erklären, dann sind sie einsichtig“, bemerkte er.

 Zufrieden zeigte sich Vauth auch mit dem Ergebnis des Jahres 2011. Dieses sei sehr ordentlich und „bunt“ gewesen. Auf der Strecke geblieben sind beispielsweise ein Hirschkalb, acht Sauen, fünf Böcke, zwei Kitze, zwei Dachse, 24 Füchse, 52 Krähen, 14 Elstern, zwei Fasanenhähne und 16 Hasen. „Sogar ein Waschbär gehört dazu“, berichtete Vauth und scherzte: „Ich bin Meinsens erster Bären-Töter.“

 Dass in den Revieren rund um Meinsen eine so große Artenvielfalt herrscht – unter anderem wurden im vergangenen Jahr eine Großtrappe, ein Uhu und eine europäische Wachtel gesichtet –, führt Vauth auf die regelmäßige Bejagung von Füchsen, Elstern und Krähen zurück. Vor allem das heimische Niederwild (Rebhühner, Fasane) profitiere vom Kurzhalten des Fuchses. Etwas besorgt zeigte sich Vauth, ob auch in dieser Hinsicht auch in angrenzenden Revieren genug getan werde.

 Das Jagdgeld beträgt wie im zurückliegenden Jahr sechs Euro. Wildschäden wurden in Höhe von 1222 Euro verursacht. Thomas Vauth empfiehlt deshalb, in den gefährdeten Gebieten direkt am Schaumburger Wald/Kanal Gerste anzubauen. Weizen sei für Rot- und Schwarzwild wie ein Nachtisch, erläutert er im Gespräch. Eine weitere hilfreiche Maßnahme sieht der Jagdpächter in der angedachten Einführung von Brachflächen. Dass es in diesem Jahr weniger Wildschweine in den Feldern gesehen wurden, führt Vauth auf eine ausreichende Mast in den Wäldern zurück.

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