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Summen der Immen ist wie Musik

Bückeburg / Schlosspark Summen der Immen ist wie Musik

Auf Schloss Bückeburg ist die Absicht von Alexander zu Schaumburg-Lippe, sich unter die Imker zu begeben, in die Tat umgesetzt worden. Seit dem Wochenende tummeln sich im Schlosspark und in den angrenzenden Hofwiesen insgesamt zwölf Bienenvölker.

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Max Giehl (von links), Schlossverwalter Alexander Perl und Anna Giehl stellen das Schlossparkhonig-Projekt vor.

Quelle: bus

Bückeburg. Bückeburg (bus). „Das Summen der Immen klingt in meinen Ohren wie Musik“, gab Schlossverwalter Alexander Perl während der Präsentation des Vorhabens im abgeschlossenen Teil des Parks zu verstehen. Das Honig-Projekt stelle auch für ihn persönlich etwas Besonderes dar. „Seit meiner Kindheit liebe ich Bienen.“

 Das Projekt geht mit einer im Hause Schaumburg-Lippe in letzter Zeit zu beobachtenden stärkeren Fokussierung auf das heimische Gebiet einher. „Wir wollen uns mehr als bisher regionalisieren“, erklärte Perl. „Back to the roots“ sozusagen. Bei der Gewinnung des Natur-Lebensmittels, das unter der Markenbezeichnung „Schlossparkhonig“ in den Verkauf kommen soll, steuert die „Schaumburger Waldimkerei“ den regionalen Aspekt bei. Das von Anna und Max Giehl im Forsthaus Apelern/Reinsdorf verantwortete Unternehmen verfügt über eine mehr als drei Jahrzehnte zurückreichende Tradition. In den vergangenen Jahren ist das Forsthaus mit modernen Produktionsanlagen ausgestattet und zur Waldimkerei umgebaut worden.

 „Wir schaffen unseren Bienen durch eine ökologische und naturnahe Haltung beste Voraussetzungen“, erläuterte Imkereimeisterin Anna Giehl. Sorgfältige Standortauswahl für die Stöcke und gutes Futter in der Winterzeit gehörten ebenso dazu wie aus Hölzern der Region selbst gebaute Bienenkästen und der Einsatz organischer Säuren in der Gesundheitspflege. Darüber hinaus garantiere der eigene Wachskreislauf ein rückstandsfreies Produkt. „Wir verarbeiten den Honig mit aller Sorgfalt“, betonte die Expertin. „Er darf reifen und ruhen und wird so lange gerührt, bis wir von seiner Qualität überzeugt sind.“

 Anna Giehl machte zudem darauf aufmerksam, dass der Bienenbesuch für viele Gewächse eine existenziell wichtige Bedeutung besitzt. Fast alle heimischen Pflanzen sind auf die Bestäubung durch die Honigbiene angewiesen. Die fleißigen Hautflügler reagieren auf den Reiz der Farben und Gerüche und machen sich am liebsten bei Sonnenschein auf den Weg, um Nektar aus den Blütenkelchen zu schürfen und die „Körbchen“ an ihren Hinterbeinen mit Blütenpollen zu füllen. Mit der Ernte werden die Honigwaben – Schilderungen der Imkerin zufolge „die wohl schönsten Lagerregale der Natur“ – gefüllt und diese mit einer feinen, undurchlässigen Wachsschicht verdeckelt.

 Das Resultat der emsigen Schufterei gilt mit seinen mehr als 180 unterschiedlichen Inhaltsstoffen sowie mit seinem Gehalt an Frucht- und Traubenzucker, Mineralstoffen, Spurenelementen und biologischen Wirkstoffen als Förderer von Gesundheit und Lebensqualität. Im Schloss wird – witterungsabhängig – mit einer Ernte von rund 20 Kilogramm pro Volk gerechnet. „Es wird eine Frühjahrs- und eine Sommergeschmacksrichtung geben“, legte Perl dar.

 Mit Störungen der großen öffentlichen Schlossveranstaltungen sei nicht zu rechnen. Die hier stationierte „Schaumburger Landbiene“ zeichne Sammelfreude, Vitalität und Sanftmut aus, ergänzte Imkereimeisterin Giehl. „Bienen interessieren sich nicht für Limonade, Kuchen oder sonst wie Menschengemachtes.“ Und eine Landpartie unternehmen sie nur, um auf eine Blütenweide zu gelangen.

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