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Tadellose Qualität

Wasserin Bückeburg Tadellose Qualität

Wissenswertes über die Wasserversorgung der Stadt und des Landkreises haben Mitglieder des Bückeburger SPD-Stadtverbandes und der SPD-Stadtratsfraktion bei einer in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Schaumburg-Lippe organisierten Veranstaltung in Erfahrung gebracht.

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Eduard Hunker (siebter von rechts) und Michael Sokol setzen die Besucher über Details der heimischen Wasserversorgung in Kenntnis.

Quelle: bus

BÜCKEBURG. Stadtwerke-Geschäftsführer Eduard Hunker und Michael Sokol (technischer Leiter) nahmen die Gäste am 1895 im Harrl errichteten historischen Hochbehälter in Empfang.

Das auch als „Wasserwerk“ bezeichnete und heute an der Birkenallee in unmittelbarer Nähe des Bergbades zu findende Gebäude gilt als Herzstück der Versorgung. Wie die Gastgeber erläuterten, sind in die Stadt zum Marktplatzbrunnen führende hölzerne Wasserleitungen aber schon für das Jahr 1601 überliefert.

Später sorgte sich der Mediziner Bernhard Christoph Faust (1755-1842) um die Gesundheit seiner etwa 2000 Mitbürger. Der Medicus ließ an den Toren der Stadt Wasserfässer aufstellen, für deren Anschaffung er öffentlich um Spenden bat. Die Fässer trugen die Aufschrift: „Wasser den Dürstenden. Das Beste ist Wasser. Wer alt werden will, muß Wasser trinken.“

Die zwischenzeitlich verfallene Holzleitung wurde im 18. Jahrhundert von Graf Albrecht Wolfgang erneuert. Die Errichtung eines ersten Speicherbehälters ist aus dem Jahr 1873 überliefert. Das in einem dem Landwirt Lohmann gehörenden Gehölz bei Bergdorf aufgestellte Gefäß fasste 112 Kubikmeter und erwies sich bald als nicht ausreichend. Heute können in den Behältern „Harrl Alt“ und „Harrl Neu“ bis zu 2000 Kubikmeter gespeichert werden.

Die Doppelbecken des 1895 in Betrieb genommenen Speichers „Harrl Alt“ nahmen zunächst Wasser aus dem Harrl und über eine in Selliendorf eingerichtete Pumpstation auf. Der Zulauf aus dem Harrl versiegte 1929. Seit April 1935 erfolgt die Speisung aus dem Wasserwerk Enger, das auf dem Gebiet der seinerzeit selbstständigen Gemeinde im Wesertal stand. Im Vorfeld der Inbetriebnahme war erstmals das Recht auf Wasserentnahme in dieser Gemarkung verliehen worden. 1947 ging „Harrl Neu“ ans Netz. 1965 kam die Brunnenanlage Ahe hinzu, 1970 Großenwieden, 1993 Kohlenstädt. In die Sanierung des unter Denkmalschutz stehenden Hochspeichers „Harrl Alt“ wurden 2012 65.000 Euro investiert.

Die Stadtwerke betreuen insgesamt 15 Behälter und 13 Brunnen. Das Versorgungsgebiet reicht von Schermbeck im Süden bis Niedernwöhren im Norden; im Westen markiert Cammer, im Osten Stadthagen die Grenze. Das Wasser in Schaumburg gilt vorwiegend als hart. Der Härtegrad hängt davon ab, aus welcher Quelle das Wasser stammt, wie kalkhaltig das Wasser und wie hoch der Gehalt an Calcium- und Magnesiumverbindungen in dieser Quelle ist. Aus medizinischer Sicht gilt hartes Wasser gesünder als weiches, denn es enthält mehr wichtige Mineralien. „Und es schmeckt auch einfach besser“, so Hunker. „Die Qualität ist astrein.“

bus

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