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Bückeburg Stadt Tänzer aus ganz Europa kämpfen auf dem Marktplatz
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt Tänzer aus ganz Europa kämpfen auf dem Marktplatz
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17:20 12.09.2018
Breakdancer aus Deutschland, Polen und Frankreich zeigen auf dem Marktplatz ihr Können. Quelle: jp
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Bückeburg

Bei der zweiten Auflage des von „Marks Tanzschule“ ausgerichteten Wettkampfs traten nicht nur Jugendliche und junge Erwachsene dieser seit den achtziger Jahren so populären Tanzform gegeneinander an, sondern erstmals auch Jungtänzer in der Kategorie „Kids“, also Tänzer zwischen sechs und zwölf Jahren.

Bis nach Frankreich und Polen erstreckte sich das Einzugsgebiet der Teilnehmer, die dem Ruf von Tanzschul-Chef Mark Rudi und seiner Frau Stefanie Rudi-Steigerwald gefolgt waren und auf der Markplatzbühne die Luft mit ihren teils hochakrobatischen Darbietungen zum Flirren brachten.

Was in den siebziger Jahren als Undergroundbewegung afroamerikanischer Jugendlicher in der Bronx entstand und in den Achtzigern seinen ersten weltweiten Boom erlebte, hat auch in Deutschland schon lange seinen festen Platz nicht nur als Kunst- und Tanzform, sondern auch im Spitzensport. Breakdance-Stars wie Lil’Amok, PetAir oder die Dancefloor-Destruction-Crew treten Seite an Seite mit Profis des Turnsports oder der Sportgymnastik auf Festivals wie dem „Feuerwerk der Turnkunst“ auf.

Aber auch an der Basis hat sich ein bemerkenswertes Leistungsspektrum entwickelt, was das zweite „Monument Battle“ bewies. Hatte der Vorgängerwettkampf noch auf der Rathaussaalbühne stattgefunden und nicht immer die Publikumsaufmerksamkeit erhalten, die er verdient hätte, fanden die Breakdancer des zweiten Monument Battle unter freiem Himmel auf dem Marktplatz von den ersten, Beats an Zuschauer.

Als B-Boy und B-Girl sowie mit einem selbst gewählten Pseudonym wurden die Teilnehmer des Monument Battles geführt und vorgestellt, eingedenk der Tatsache, dass der heutige Breakdance mit seinem athletischen und akrobatischen Figuren ursprünglich einmal unter dem Begriff B-Boying firmierte. Zu den Figuren gehören etwa der „Swipes“, dem Springen auf Händen um die Körperachse, dem „Airtwist“, einer vollen Umdrehung um die Körperachse im schrägen Handstand, oder dem „Flare“, dem wohl populäresten Move, der sich im Kunstturnen unter dem Begriff „Flanken“ wiederfindet.

„Wir wollten den Tänzern die Gelegenheit geben, sich als Künstler unter ihrem Künstlernamen zu präsentieren“, so der Tanzschul-Chef. „Deshalb haben wir auch keine vollen Namen bei der Anmeldung verlangt.“

Weite Anreisen hatten viele Tänzer in Kauf genommen, auch aus dem europäischen Ausland oder aus dem Großraum Frankfurt. Über fünf Stunden erstreckten sich die Wettkämpfe, bis die Sieger der drei Altersgruppen feststanden. In der Kategorie Kids (sechs bis zwölf Jahre) siegte B-Boy Daniel (11) aus Hannover vor Lennie (10) und Marlonator (8) von Marks Tanzschule. Bei den Junioren (bis 17 Jahre) ging der Sieg an B-Boy Maikel aus Bad Oeynhausen vor B-Girl Alyssa aus Bad Salzuflen und B-Boy Benni aus Gütersloh.

Den Wettkampf der Adults (ab 18 Jahre) entschied B-Boy Noe aus Paris, gefolgt von B-Boy Romeo aus Bad Oeynhausen, Trainer bei Marks Tanzschule, und B-Boy Vieri aus Breslau in Polen. Rudi dankte allen Helfer und Sponsoren, darunter die AOK Niedersachsen als Hauptsponsor, der Sparkasse Schaumburg und dem Edeka-Center Fabig sowie den Mitgliedern der Jury. Im Jahr 2019 soll Hiphop als zusätzliche Disziplin aufgenommen werden. jp

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