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Tafel überschreitet 2000er Marke

Rekordwert Tafel überschreitet 2000er Marke

Die Entwicklung der Kundenzahlen der Bückeburger Tafel kennt seit etlichen Jahren nur eine Richtung – nach oben, und zwar steil. Jetzt vermeldet die als eingetragener Verein organisierte Hilfseinrichtung erneut einen Rekordwert. „Wir haben die 2000er Marke überschritten“, gibt der Tafelvorsitzende Wolfgang Raschke bekannt.

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Bei der Bückeburger Tafel herrscht nach wie vor eine große Nachfrage nach Lebensmitteln.

Quelle: bus

Bückeburg. Zum Stichtag 31. August 2016 notierte die unter der Adresse Dammstraße 11 zu findende Einrichtung 1295 Erwachsene und 735 Kinder als Empfangsberechtigte. Die Gesamtzahl stieg (Werte jeweils zum Jahresende) von 529 (2012) und 670 (2013) über 1097 (2014) und 1609 (2015) auf nunmehr 2030. Raschke führt den signifikanten Anstieg nicht zuletzt auf die in Bückeburg lebenden Flüchtlinge und Asylsuchenden zurück. „Die sind, weil sie zumeist über kein großes Einkommen verfügen, allesamt berechtigt, unsere Leistungen in Anspruch zu nehmen“, erläutert Raschke.

 Gleichwie verzeichnet die Tafel derzeit keinerlei Probleme bei der Versorgung. „Wir erhalten von unseren Partnern und Sponsoren ausreichend Ware, um auch die gestiegene Nachfrage zu befriedigen“ führt der Vorsitzende aus. Über Rationierungen, von denen andere Tafel-Standorte berichten, werde an der Dammstraße nicht nachgedacht.

 Auch durch Migranten verantwortete Spannungen, über die andere Standorte ebenfalls informieren, zählten in Bückeburg eher zu den Ausnahmen, gibt Raschke zu verstehen. Bei Differenzen stünden Dolmetscher zur Verfügung. Zudem trage eine Änderung der Ausgabesystematik zur Entspannung bei. Allerdings verzeichne die Mitarbeiterschaft – unabhängig von der Nationalität – mitunter schon forderndes bis unverschämtes Auftreten. „Das ist vor allen Dingen für die zahlreichen bei uns ehrenamtlich engagierten Damen nicht gut“, betont der Vorsitzende.

 

 Raschke betrachtet die Tafel-Idee dennoch nach wie vor als eine gute Sache, von der alle Beteiligten profitieren. „Hersteller und Geschäfte ersparen sich womöglich hohe Entsorgungskosten, uns stehen genug Lebensmittel zur Verfügung, und unsere Kundschaft wird satt.“ Etwas Sorge bereitet dem Vorsitzenden unterdessen der Fahrzeugpark der Hilfseinrichtung. „Da werden wir um eine Neuanschaffung wohl nicht herumkommen“, meint Raschke.

 

 Gegenwärtig sammeln die rund ein Dutzend Fahrer und Beifahrer Lebensmittel von rund 20 regelmäßigen und rund 15 gelegentlichen Sponsoren ein. Dabei legen die tafeleigenen Kühlfahrzeuge pro Monat etwa 4000 Kilometer zurück. „Dies entspricht einer Fahrt nach Madrid und zurück“, erklärt der Vorsitzende. Zur Mitfinanzierung sind Spenden und finanzielle Unterstützung jederzeit willkommen.

 

 Angaben des Bundesverbandes zufolge existieren derzeit in Deutschland mehr als 900 Tafeln. Sie unterstützen bundesweit regelmäßig etwa 1,5 Millionen bedürftige Personen mit Lebensmitteln – knapp ein Drittel davon sind Kinder und Jugendliche. Bedürftig sind für die Tafeln alle Menschen, die nur über wenig Geld im Monat verfügen können, etwa weil sie nur eine kleine Rente zur Verfügung haben oder weil sie Arbeitslosengeld I oder II, Sozialhilfe oder Grundsicherung beziehen.

 

 Damit die Hilfe auch da ankommt, wo sie am dringendsten benötigt wird, lassen sich die Tafeln die Bedürftigkeit ihrer Kunden durch offizielle Dokumente nachweisen. Grundsätzlich gilt jedoch, dass allen geholfen wird, die der Hilfe bedürfen. bus

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