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Technischer Defekt an der Abzugshaube

Bückeburg / Großeinsatz Technischer Defekt an der Abzugshaube

Ein technischer Defekt an einem Motor der Abzugshaube im Küchenbereich ist die Ursache des Brandes in einem China-Imbiss an der Obertorstraße. Das teilte die Polizei Bückeburg auf Anfrage unserer Zeitung mit.

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Mit einem Großaufgebot von fast 90 Mann ist die Feuerwehr am Montagabend an der Obertorstraße im Einsatz.

Quelle: thm

Bückeburg. Wie berichtet war es am Montagabend zu einem Großeinsatz von Feuerwehr und Rettungskräften gekommen. Rund dreieinhalb Stunden dauerte der Einsatz in dem verwinkelten Gebäude in der eng bebauten Altstadt, bis alle Geschäftsräume und Wohnungen kontrolliert waren und keine giftigen Rückstände mehr in dem Gebäude zu lokalisieren waren. In dem Gebäude befinden sich zwei Imbisse, eine Gaststätte und eine Discothek im Obergeschoss, die am Montag geschlossen ist, sowie ein derzeit leer stehendes Ladenlokal und mehrere Wohnungen.

 Nach den einlaufenden Alarmierungen von Passanten war zunächst davon ausgegangen worden, dass zwei Personen vermisst werden und das Dachgeschoss großflächig brennt. Noch während der Anfahrt erhöhte der Brandmeister vom Dienst, Oliver Witt, aufgrund dieser eingehenden Meldungen die Alarmstufe auf B3, wie er im Gespräch mit unserer Zeitung berichtete: „Damit keine wertvollen Sekunden verloren gehen und wir genügend Kräfte vor Ort haben.“ Außer den beiden Löschzügen der Feuerwehr Bückeburg-Stadt rückten daher auch die Löschzüge Ost (Scheie, Müsingen Bergdorf), West (Evesen, Röcke, Cammer) sowie Rusbend aus. Des Weiteren wurden Einheiten der Kreisfeuerwehr und aus Stadthagen in Marsch gesetzt. Sie konnten ihren Einsatz aber abbrechen. Insgesamt waren rund 90 Einsatzkräfte vor Ort. „Die wir auch gebraucht haben“, wie Witt beschrieb: Allein elf Atemschutztrupps waren im Einsatz.

 Beim Eintreffen der Feuerwehr stellte sich die Lage weniger dramatisch dar als vermutet. Es wurden keine Menschen vermisst. Der Eindruck des gemeldeten Vollbrandes war dadurch entstanden, dass der Qualm aus der Küche über Rohre und Schornstein nach außen geblasen wurde. Die Küche sowie ein angrenzender Lagerraum standen in Flammen. Dieser Brand konnte mit einem C-Rohr gelöscht werden. Inklusive der Nachkontrolle mit einer Wärmebildkamera war der eigentliche Brandherd in einer Stunde gelöscht. Nach Angaben der Polizei entstand dort ein Sachschaden von 20.000 bis 30.000 Euro.

 Langwieriger gestaltete sich der Einsatz in dem verwinkelten Fachwerkgebäude, wo jeder Raum – ob im Keller oder unter dem Dach – kontrolliert und die Luft auf giftige Gase, insbesondere Kohlenmonoxid, mit Messgeräten überprüft wurde. Das gesamte Gebäude wurde mit Druckbelüftern durchgepustet, bis die Brandschützer abrücken konnten. Türen mussten nicht aufgebrochen werden, da sich alle Mieter und Inhaber vor Ort befanden. Die über dem Brandherd liegende Discothek wurde durch Ruß erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Über die Schadenshöhe dort gibt es derzeit keine Angaben.

 Der Brand war von Passanten entdeckt worden, die auf den Qualm über dem Gebäude aufmerksam geworden waren und sofort handelten. Der Besitzer des China-Imbisses hatte von dem Malheur in seiner Küche noch nichts mit bekommen. Zum Zeitpunkt des Brandes befand sich kein Gast in dem Imbiss, der angrenzende zweite Imbiss, ein Döner-Imbiss, wird derzeit renoviert. rc

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