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Teilabriss nicht ausgeschlossen

Krankenhausareal in Bückeburg Teilabriss nicht ausgeschlossen

Lange hat sich die Stiftung Bethel über die Nachnutzung des Krankenhausareals an der Herminenstraße in Bückeburg in Schweigen gehüllt, insbesondere aus dem Grund, weil jede Nachnutzung zumindest teilweise den ursprünglichen Stiftungszweck erfüllen muss und es schwierig war und ist, dort etwa Geeignetes umzusetzen.

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Die Nachnutzungspläne für das Krankenhaus Bethel werden konkret. Ein Teilabriss nicht ausgeschlossen und diakonische Einrichtungen, heißt es von der Stiftung Bethel.

Quelle: rc

Bückeburg (rc). Nun aber gibt es konkretere Pläne, wie Stiftungsvorstand Jürgen Johannesdotter auf Anfrage dieser Zeitung bestätigte. Gemeinsam mit einer Bank und einem Investor sind Pläne entwickelt worden, wie das Gelände genutzt werden kann. „Wir sind dabei auszuloten, um den Stiftungszweck erfüllen zu können“, sagte der Altbischof der Schaumburg-Lippischen Landeskirche. Als Stichwort nannte er „diakoniennahe Einrichtungen.“ Mehr könne im Moment noch nicht gesagt werden.

 Nach Informationen dieser Zeitung soll aber zumindest ein teilweiser Abriss des Hauptgebäudes ins Auge gefasst sein. Außer neuen Gebäuden für die Erfüllung des Stiftungszweckes soll in Teilbereichen auch eine verdichtete Wohnbebauung auch für andere Zwecke ins Auge gefasst sein. Dieses Gerücht bestätigte Johannesdotter – zumindest für den ersten Teil –, indem er einräumte, dass man dabei sei, zu prüfen, welche Substanz erhaltenswert sei und welche nicht: „Wir können nicht einfach abreißen.“ Erhalten bleiben soll auf jeden Fall das sogenannte Haus Reiche, in dem weiterhin ein Hospiz untergebracht werden soll (wir berichteten).

 Hinzu kommt, dass die Stiftung auf Einnahmen aus der Nachnutzung des Geländes angewiesen ist. Wie Johannesdotter verdeutlichte, müssten Darlehen bedient werden. Die hat die Stiftung aus dem Konsortialvertrag im Zuge der Fusion der drei Schaumburger Krankenhäuser und dem Neubau des Gesamtklinikums sowie der teilweisen Übernahme von Defiziten aufnehmen müssen, die die Stiftung nicht zu verantworten habe. Diese Einnahmen müssten erreicht werden, um dem Primärzweck der Stiftung als Gesellschafter des Gesamtklinikums zu dienen. „Eine Herausforderung, Geld aus den Immobilien zu erwirtschaften“, betonte der Altbischof.

 Bei jeder Nachnutzung ist zudem eine enge Abstimmung mit der Stadt erforderlich. Denn das Areal, auf dem das Krankenhaus samt angrenzender Gebäude steht, ist im Flächennutzungs- und Bebauungsplan als Sondergebiet Krankenhaus ausgewiesen. Für jede anderweitige Nutzung müssten diese Pläne geändert werden. Nach Informationen dieser Zeitung sind in den vergangenen Wochen bereits mehrere Gespräche mit der Stadt geführt worden, was auf dem Krankenhaus-Gelände möglich ist und sich in ein städtebauliches Gesamtkonzept fügen würde. Die Stadt müsse ihr Einverständnis geben, dass die Stiftung in die Lage versetzt wird, ihre Pläne umsetzen zu können, formulierte es der Stiftungsvorstand. Aus dem Rathaus hieß es lediglich, nur abzureißen und ein Wohngebiet auszuweisen, sei nicht im Sinne der Stadt.

 Mehr Details dürften Ende nächster Woche bekannt werden. Dann steht das Krankenhaus Bethel unter dem Tagesordnungspunkt „Bethel Quartier“ auf einer öffentlichen Sitzung des Bau- und Umweltausschusses, der am Donnerstag, 3. Dezember, ab 17 Uhr im Neuen Ratssaal tagt. Dort wollen erstmals Stiftung, Investor und Planer ihre Pläne vorstellen, um aufseiten der Politik ein Stimmungsbild einzuholen, in welche Richtung weiter entwickelt werden kann – und in welche nicht.rc

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