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Bückeburg Stadt Tierheim: Es wird eine Verschmelzung
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt Tierheim: Es wird eine Verschmelzung
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00:17 17.07.2017
Die Tiere im Tierheim sind weiterhin auf Spenden angewiesen. Quelle: Archiv
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BÜCKEBURG

„Wir müssen weiter sparen, wir müssen weiter haushalten, wir brauchen weiterhin jeden Spenden-Euro, um die Tiere versorgen zu können“, sagte die Vorsitzende des Tierschutzvereins, Monika Hachmeister, im Gespräch mit unserer Zeitung: „Bisher hat sich nichts geändert. Die Verschmelzung ist aber ein beruhigendes Gefühl, das uns Sicherheit gibt.“

Mit allen Rechten und Pflichten

Wie berichtet hatte die Hauptversammlung Ende Mai einstimmig beschlossen, dass Verein und Tierheim auf die Tierschutzliga übergehen. Damals war noch nicht klar, ob es eine Verschmelzung oder ein Zusammenschluss sein wird. Wie Hachmeister sagte, wird es nun auf eine Verschmelzung hinauslaufen: „Wir werden Teil der Stiftung – mit allen Rechten und Pflichten.“ Wie das im Detail aussehen wird, ist noch offen. Derzeit sind die entsprechenden Verträge bei den Rechtsanwälten in der Ausarbeitung, die Entwürfe werden dann zur weiteren Diskussion dem Verein und der Stiftung vorgelegt. Das Tierheim bleibe autark, wie der Verein verschmolzen werde, sei „rechtlich kompliziert“.

Aber, so Hachmeister: „Vieles wird für uns leichter.“ Das zegte sich zum Beispiel schon darin, dass im kommenden Winter aller Voraussicht nach die Heizung des Tierheims wieder in Betrieb genommen werden könne. Die vergangenen Jahre war sie – aus Kostengründen – nicht in Betrieb. Tiere wurden mit dicken Decken geschützt, das Personal arbeitete bei zum Teil minus 18 Grad in Skikleidung. „Eigentlich untragbar, aber wir mussten an allen Ecken sparen.“

Wie die Vorsitzende noch einmal betonte, hätte ohne den Verschmelzungsbeschluss das Tierheim Ende des Jahres geschlossen werden müssen. Viele hätten sich mit dem Verein gefreut, dass diese Lösung gefunden wurde, gab Hachmeister die Resonanz auf den Beschluss wieder.

Tiere müssen versorgt werden

Nach wie vor ist der Verein aber – und nach der Verschmelzung auch die Stiftung – auf Spenden angewiesen: „Ohne die geht Tierschutz nirgendwo in Deutschland.“ Die Tiere müssen versorgt und das Personal sowie laufende Kosten wie Strom, Wasser, Versicherungen und Müllentsorgung bezahlt werden. Sie wisse, dass der Tierschutzverein in den vergangenen Jahren immer wieder um Spenden gebeten habe, nun aber sei absehbar, dass die Spender auch sehen könnten, was ihre Spende bewirke.

Derzeit sind 40 Hunde im Tierheim untergebracht, das damit so voll ist, dass diesen Sommer keine Pensionstiere aufgenommen werden können. „Wir vermitteln gut“, betonte Hachmeister. Bei Hunden dauere es aber länger, da der Tierschutzverein akribisch und verantwortungsvoll vermittele – „im Sinne der Tiere und der Halter“.

Bei den Katzen ist die Situation im Gegensatz zu vielen Vorjahren relativ entspannt. 60 bis 70 Katzen sind derzeit im Tierheim, die Vermittlung läuft. Hachmeister rechnet allerdings damit, dass „sicherlich noch was kommen wird“. Nach wie vor gebe es zu viele Katzenhalter, die ihre Tiere nicht kastrieren lassen. rc

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