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Toleranz gegenüber Jedermann leben

Reservisten Toleranz gegenüber Jedermann leben

30 Jahre „Kreisgruppe Weserbergland im Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr“, 25 Jahre Ernst Nitschke als Vorsitzender: Beim gut besuchten Neujahrsempfang der Kreisgruppe im Offizierskasino der Jägerkaserne hat es gleich zwei Jubiläen zu feiern gegeben.

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Aus den Händen von Manfred Schreiber (links), dem Landesvorsitzenden des Verbandes des Reservisten, erhält Ernst Nitschke eine Auszeichnung für sein 25-jähriges Engagement als Vorsitzender.

Quelle: mig

Bückeburg. 25 Jahre als Vorsitzender einer Vereinigung? Das ist längst nicht mehr selbstverständlich. Ein Vierteljahrhundert hat Ernst Nitschke die Geschicke der Kreisgruppe Weserbergland gelenkt – ins zweite Glied zurücktreten will er noch lange nicht. „Mir macht die Arbeit viel Freude“, sagte Nitschke im Gespräch. Und: „So lange mich die Kameradschaften weiter tragen, mache ich gerne weiter.“

Nitschke pflegt eine Amtsauffassung, die von einem Plakat hinter dem Rednerpult am besten zusammengefasst wird: „Tu was für dein Land“, steht dort zu lesen. Ernst Nitschke lebt diese Maxime seit 25 Jahren. „Er hat unglaublich viel für die Kreisgruppe getan und sie weit vorangebracht“, war im Kasino von allen Seiten zu hören. Nitschke sei tatkräftig und habe ein offenes Ohr für jedermann. Manfred Schreiber, der Landesvorsitzende des Verbands des Reservisten, brachte es in einer kurzen Laudatio auf den Punkt: „Ohne Ernst Nitschke wäre die Kreisgruppe Weserbergland nicht das, was sie heute ist“, gab Schreiber zu verstehen – und Nitschke eine Ehrenurkunde in die Hand.

Der Jubilar nahm die Auszeichnung sichtlich bewegt entgegen. Er werde alles tun, was in seiner Kraft stehe, um die „Gemeinsamkeit und Kameradschaft“ weiter zu pflegen, versprach er den Mitgliedern.

Viel getan hat sich in den letzten 30 Jahren aber nicht nur bei den Reservisten, auch die Bundeswehr hat sich verändert. Nitschke nahm hier vor allem die „Aussetzung der Wehrpflicht“, die „Neuausrichtung der Bundeswehr“, „die Bedrohung aus dem Cyberraum“ und „durch den Terror der IS“ in den Blick. Soldaten und Reservisten stünden vor immensen Herausforderungen. Als ein Beispiel nannte der Kreisvorsitzende die aktuellen Konflikte, die geprägt seien von „Terrorismus, Fanatismus und Radikalismus gegenüber Menschen aller Hautfarben, Nationalitäten und Religionen, die sich einem gemeinsamen, im besonderen unserem Werteverständnis wie Freiheit, Frieden und Recht verpflichtet fühlen.“ Es sei die gemeinsame Pflicht aller Menschen, sich für diese Werte einzusetzen. Nitschke plädierte dafür, „Menschlichkeit und Toleranz gegenüber Jedermann“ nicht nur im Munde zu führen, sondern sie zu leben.

Den Reigen der Grußworte eröffnete Gabriele Lösekrug-Möller, die Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Arbeit und Soziales. Sie stellte fest, dass in den vergangenen 30 Jahren die Bedeutung der Reservisten im gleichen Maße wie die Anforderungen stetig gestiegen seien. Die Reservisten hätten „viele Aufgaben übernommen.“ Wie wichtig die Bundeswehr und die Reservisten seien, hätten die ersten Wochen des Jahres 2015 gezeigt, hob Lösekrug-Möller hervor. Eine Demokratie müsse wehrhaft bleiben und die Freiheiten verteidigen. Menschen, die die Menschenrechte mit Füßen träten, hätten kein Erbarmen verdient.

Der Bürgermeister der „schönsten Garnisonsstadt Deutschlands“, Reiner Brombach, machte dann auf die engen Beziehungen Bückeburgs zu seinen Soldaten aufmerksam. „Es gibt Soldaten, die hier als Vereinsvorstände oder als Ratsmitglieder tätig sind“, sagte Brombach. Auf diese enge Verknüpfung sei man sehr stolz und wolle sie weiter pflegen. Sorgen bereitetet dem Stadtoberhaupt die Frage, „ob der Neujahrsempfang der Reservisten in Zukunft noch in diesem historischen Kasino abgehalten werden kann.“ Immerhin stehe in Rede, dass Kaserne und Kasino 2019 geschlossen werden. „Wir hoffen, dass da das letzte Wort noch nicht gesprochen ist“, formulierte Brombach.

Ein Wunsch, der bei Oberstleutnant Rainer Lüttge sichtlich auf offene Ohren stieß. „Wir wollen ebenfalls, dass das Offizierskasino hierbleibt“, sagte der Standortälteste und Kommandeur der Lehrgruppe. mig

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