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„Traktor der Lüfte“ als Attraktion

"Antonov Days" in Bückeburg „Traktor der Lüfte“ als Attraktion

Bei den „Antonov Days“ hat das Wetter kürzlich den Veranstaltern gleich mehrere Striche durch die Rechnung gemacht.

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Das Ende von Adolfinien

Steven Semisch (li.) sitzt am Steuer des Doppeldeckers.

Quelle: bus

Bückeburg. Am Auftakttag konnte der weltgrößte einmotorige Doppeldecker wegen schlechter Sicht zunächst in Bückeburg nicht landen, tags drauf musste er aufgrund heftigen Regens zeitweise am Boden bleiben. „Angesichts dieser Umstände können wir dennoch einigermaßen zufrieden sein“, meinten Mike Nierste und Maximilian Putzier.

Der Vorsitzende und der Pressesprecher des organisierenden Luftsportvereins Bückeburg-Weinberg bezogen ihre Bilanz vor allen Dingen auf die Nachfrage nach Mitfluggelegenheiten und den Publikumszuspruch.

Am Sonnabend hatte der beim Harzer Motorflugverein Ballenstedt stationierte Oldtimer die Ex-Residenz mit rund vierstündiger Verspätung erreicht. „Weil die Wolken auf unserem Gelände zu tief hingen, war an eine Landung der auf Sicht fliegenden Maschine nicht zu denken“, erläuterten Nierste und Putzier. Von der Verzögerung waren auch Passagiere betroffen, die per Omnibus in den Harz gefahren waren, um die rund 180 Kilometer weite Rückreise an Bord des historischen Fliegers zu bewältigen.

Als Transportflugzeug entwickelt

Die von einem 1000 PS starken Neun-Zylinder-Sternmotor angetriebene Maschine wurde in den ausgehenden 1940er Jahren in der UdSSR ursprünglich als Transportflugzeug entwickelt. In den sowjetischen und den angeschlossenen Streitkräften diente sie als Allzweck-Arbeitsgerät unter anderem für Truppen- und Frachttransporte sowie für Ambulanzflüge. In der ehemaligen DDR war sie unter den Spitznamen „Kastendrachen“ und „Traktor der Lüfte“ im Einsatz.

Heute gilt das Flugzeug unter Piloten als gutmütiger „Brummi“. Das in Bückeburg gastierende und unter dem Kürzel „D-FWJE“ registrierte Kraftpaket stammt aus Beständen der früheren Gesellschaft für Sport und Technik, die im Osten Deutschlands auch für fliegerische Aktivitäten zuständig war.

„Unser Modell kam hauptsächlich beim Absetzen von Fallschirmspringern zum Einsatz“, erklärte Pilot Steven Semisch. „Für Leute mit Westkontakt fanden das Fliegen und das Fallschirmspringen allerdings nur in der Theorie statt“, wusste der Experte zu berichten.

Nur noch wenige Exemplare

Heute existieren in der Bundesrepublik noch etwa zwei Dutzend Exemplare. Das preiswerte Transportmittel kann bei einem Verbrauch von rund 180 Liter Benzin pro Stunde, 1200 Liter Tankkapazität und einer Reisegeschwindigkeit von durchschnittlich 190 Stundenkilometer bis zu 700 Kilometer weite Touren am Stück absolvieren.

Potenzielle Passagiere sollten sich unterdessen auf ein mit wenig Komfort verbundenes Vergnügen gefasst machen. Wenn der 30000 Kubikzentimeter umfassende Motor die rund 3500 Kilogramm (Leergewicht) wiegende Wuchtbrumme nach kaum 200 Metern abheben lässt, kann das motorisierte Fliegen indes in seiner ursprünglichen Form genossen werden – das kräftige Knattern und Dröhnen des Neunzylinders und allerhand Luftlöcher inklusive.

Im Rahmenprogramm präsentierte der Luftsportverein Segelkunstflüge mit Gästen, Mitflüge in vereinseigenen Maschinen, einen Segelflugsimulator, eine Bell 206 Jet-Ranger III (Schulungshubschrauber der Heeresflieger), motorisierte Modellflugzeuge und Feuerwehrfahrzeuge sowie - für die jüngeren Gäste - Geschicklichkeitsspiele mit einem Mini-Bagger und ein Bungee-Trampolin. bus

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