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Bückeburg Stadt Treff der Hochbegabten
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19:36 11.09.2013
 Mit Hingabe lassen Wolfgang Emanuel Schmidt und der Pianist Boris Kusnezow (IMAS) die aus der Feder von Robert Schumann stammenden „Fantasiestücke op. 73 für Violoncello und Klavier“ erklingen.+ Quelle: wk
Bückeburg

Um einen Platz beworben hatten sich nach Auskunft von Peter Christoph Loewe, dem Vize-Vorsitzenden des 1978 gegründeten Vereins, rund 90 junge Musiker, von denen knapp 50 eine Zusage erhalten haben.

 Dem Renommee der IMAS entsprechend handelt es sich bei den Kursteilnehmern um außergewöhnlich talentierte examinierte Solisten mit Konzerterfahrung, die aus China, Südkorea, Russland und vielen anderen Ländern der Welt angereist sind, um hier nun quasi „den letzten Schliff“ für ihre Karriere zu erhalten, ergänzt Vereinsvorsitzender Veit Pagel.

 Als Dozenten bei der inzwischen 35. „IMAS-Herbstakademie“ fungieren Professor Bernd Goetzke (Klavier), Professor Wolfgang Emanuel Schmidt (Violoncello) und die Kammersängerin und Professorin Helen Donath (Gesang), die sich alle drei ihrerseits weltweit einen Namen gemacht haben.

 So hat Goetzke, der bereits als 13-Jähriger zu einem Frühstudium an der Musikhochschule zugelassen wurde und sich seit einigen Jahren insbesondere der Klaviermusik des 20. Jahrhunderts widmet, nicht nur selbst zahlreiche Preise bei internationalen Musikwettbewerben gewonnen, er engagiert sich zudem regelmäßig auch als Juror bei solchen Wettbewerben. Auf seine Initiative geht zudem die Gründung des „Instituts zur Früh-Förderung musikalisch Hochbegabter (IFF)“ als Studiengang der Hochschule für Musik und Theater Hannover zurück, bei dem es sich laut IMAS-Informationen um ein „bundesweit einmaliges Modell“ handelt.

 Zur Vita von Schmidt gehören dagegen Auszeichnungen wie etwa der „Grand Prix de la Ville de Paris“ plus des „Preises für zeitgenössische Musik“, die ihm beide beim Internationalen Rostropovitch-Wettbewerb verliehen worden sind, sowie der erste Preis beim International Australasian Cello Competition in Neuseeland. Ferner ist er Preisträger des Internationalen Tschaikowsky-Wettbewerbs in Moskau sowie der International Leonrad Rose Cello Competition in den USA. Als Solist konzertierte Schmidt schon mit vielen bekannten Orchestern, darunter dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin und dem Orchestre Philharmonique de Radio France.

 Donath schließlich wird von der IMAS als „Sopranistin von Weltrang“ beschrieben, die im Verlauf ihrer internationalen Karriere in allen großen Opernhäusern aufgetreten ist – so beispielsweise in der Staatsoper Berlin, der Wiener Staatsoper, der Mailänder Scala und dem Royal Opera House in London sowie in Paris, Tokio und den USA. Überdies habe sie „mit allen bedeutenden Dirigenten“ – sprich: unter anderem mit Herbert von Karajan, Leonard Bernstein und Rafael Kubelik – zusammengearbeitet.

 Soweit die personellen Eckdaten, die allein schon für die hohe Qualität der aktuellen „IMAS-Herbstakademie“ stehen. Einen kleinen Vorgeschmack auf das für Sonntag, 15. September, um 17 Uhr, im Festsaal des Bückeburger Schlosses anstehende große Abschlusskonzert mit ausgewählten Solisten der „Meisterkurse“ (Konzertkarten gibt es an der Tageskasse) bot indes ein zu Beginn der Woche vom Verein für die Kursteilnehmer, deren Gastfamilien und die Dozenten ausgerichteter stilvoller Abend, der dem Kennenlernen untereinander dienen sollte. Zu hören waren hier nämlich einige von den Dozenten respektive Studenten intonierte Werke wie etwa Sergei Rachmaninoffs „Walzer und Romanze für sechs Hände“ und die von Robert Schumann komponierten „Fantasiestücke op. 73 für Violoncello und Klavier“, die alle ein Hörgenuss waren. wk