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Der dreiste Trick der Taschendiebe

Senioren beim Geldwechseln bestohlen Der dreiste Trick der Taschendiebe

Auf dem Marktplatz ist ein 72-jähriger Bückeburger am Montag gegen 16.50 Uhr von einem Mann mit südländischem Aussehen in gebrochenem Deutsch angesprochen worden, ob dieser ihm Geld wechseln könne.

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Symbolbild.

Quelle: dpa

Bückeburg. Der Bückeburger wollte nett sein und öffnete seine Börse, um den Mann den Euro zu wechseln. Dieser bediente sich jedoch am Scheinfach des ahnungslosen Senioren – und stahl diesem unbemerkt 190 Euro.

Erkenntnisse des Kriminalermittlungsdienstes haben ergeben, dass der Täter – vermutlich in Begleitung einer Frau – vor dem Eingang der öffentlichen Toiletten am Rathaus stand und von dort den nahegelegenen Eingangsbereich der Sparkasse beobachtet hat, aus dem der Bestohlene kurz zuvor gekommen war. Der Täter wird auf 35 bis 45 Jahre geschätzt, hatte ein rundliches Gesicht und trug eine hellblaue Oberbekleidung.

Derweil ist am Montag noch ein zweiter Senior Opfer eines Trickbetrügers geworden. Ein 88-jähriger Rentner wurde gegen 16 Uhr an der Schlossgartenstraße am kleinen Eingang zum Schlosspark von einem kaum sprechenden Mann aufgehalten. Mit einer Zwei-Euro-Münze in der Hand und wild mit den Händen gestikulierend versuchte dieser, dem Rentner mitzuteilen, dass er Geld gewechselt haben möchte. Bereitwillig holte der Senior sein Portemonnaie aus der Hosentasche – und merkte nicht, dass der Fremde dabei sein Scheinfach leerte. Erst beim späteren Bezahlen in der Apotheke bemerkte das Opfer den Bargeldverlust von 465 Euro.

Der Täter wird auf 50 Jahre geschätzt und hat wahrscheinlich dunkle Haare mit grauem Ansatz. Auffällig war, dass der Mann klein war (1,60 bis 165 Zentimeter) und wahrscheinlich kaum Deutsch spricht.

Jetzt warnt der Pressesprecher der Polizei Bückeburg, Matthias Auer, vor allem Senioren vor dem Geldwechseln auf der Straße. „Das sind absolute Profis, die für diese Diebstähle besonders trainiert wurden. Wenn man diesen Personen gegenüber das Portemonnaie arglos öffnet, hat man schon verloren.“ Der Polizeisprecher weiter: „Wenn Sie auf der Straße angesprochen werden, lehnen Sie die Bitte ab, Geld gewechselt zu bekommen. Verweisen Sie stattdessen an Geldinstitute und Geschäfte.“ Im ganzen Land seien Wechselbetrüger unterwegs. „Sie sind besonders in Wohngebieten, Fußgängerzonen, auf Parkplätzen und Einkaufszentren aktiv. Dort bitten sie überwiegend Senioren, Euro-Münzen zu wechseln.“ Beliebte Opfer seien Senioren, die beim Bankbesuch beobachtet und verfolgt werden. Die gerade abgehobenen Scheine werden dann beim Wechseln fingerfertig gestohlen.“

Der Trick des Täters

Mit vielen Fragen, dem Griff in das Geldfach und dem Gestikulieren mit dem mitgeführten Gegenstand wird das Opfer von dem Ziel der Wechselaktion abgelenkt. Mit akrobatischer Geschicklichkeit werden diesem dann die Geldscheine aus der Börse gestohlen. Oft werden ein Stück Papier, ein Stadtplan oder eine Zeitung als Sichtschutz über die Geldbörse gehalten.

Der Täter nimmt sich mit Daumen und Zeigefinger eine Münze. Was das Opfer nicht sehen kann: Mit dem kleinen Finger und Ringfinger der gleichen Hand zieht er mit fingerfertig zeitgleich das Papiergeld aus dem Papiergeldfach.

Die Polizei rät

Auf gar keinen Fall lassen Sie Fremde in Ihr Portemonnaie greifen! Im Zweifelsfall sollten Sie ruhig einmal unhöflich sein und das Wechseln ablehnen. Sie können für derartige Fälle ein wenig Kleingeld bereit halten, aber öffnen Sie nie Ihre Geldbörse im Beisein von Fremden.

Wahren Sie immer einen Sicherheitsabstand zwischen Ihnen und fremden Personen.

Sie haben kaum eine Chance, den Trick auf Anhieb zu durchschauen. Wenn Sie den Diebstahl bemerkt haben, ist es meist schon zu spät.  r

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