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Trotz Wetterschwankungen mehr Besucher

Landpartie Bückeburg Trotz Wetterschwankungen mehr Besucher

Die Bückeburger Landpartie hat bei den Besucherzahlen zulegen können und das 18. Jahr ihrer Geschichte zwar nicht mit einem neuen Rekord, aber doch spürbar mehr Gästen abschließen können als 2015 und 2016.

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Zwar kein Rekord, aber dieses Jahr sind sogar mehr Besucher zur Landpartie gekommen als 2016.

Quelle: jp

Bückeburg. Das dürfte nicht wenige überraschen, insbesondere die Veranstalter des Parkvergnügens selbst. Denn gefühlt erlebte die Landpartie nach dem fulminanten Auftakt am Donnerstag mit Massenansturm vor allem aus Nordrhein-Westfalen zwei eher unterkühlte Tage mit einem zumindest subjektiv empfundenem spürbaren Besucherrückgang.

 Manch einer wollte da am dritten Veranstaltungstag sogar schon vom schlechtesten Landpartie-Sonnabend aller Zeiten sprechen. Auch Hofkammerdirektor Christian Weber zeigte sich völlig überrascht, als ihm die Zahlen präsentiert wurden, die sowohl am kühlen Freitag als auch an dem mit Sprühregen gestarteten Sonnabend sogar eine geringfügige Steigerung gegenüber den Vorjahren auswiesen. „Die Besucher sind zeitlich versetzter gekommen als früher und hatten wegen des Wetters eine wesentlich kürzere Verweildauer“, erläutert Landpartie-Gesellschafterin Mechthild Wilke die Statistik. Ähnliches galt auch am heißen Sonntag, wo sich die Besucher so gut verteilten, dass es manch einem ebenfalls wie ein Rückgang vorkam. Exakte Zahlen nannten die Veranstalter wie schon in früheren Jahren nicht: Geschäftsgeheimnis.

 Stoßweise kamen die Massen nur am Auftakt-Donnerstag, das aber diesmal so geballt, dass sowohl Weber als auch Wilke mehrmals persönlich eingreifen mussten, um allzu heftigen Staus und Wartezeiten entgegenzuwirken. Fazit für den Hofkammer-Chef: „Auf dem Veranstaltungsgelände selbst hat die Besucherführung sehr gut funktioniert. Ganz anders sah es dagegen am Donnerstag außerhalb aus, vor allem an den Kassenhäuschen. Dort werden wir uns für den Weihnachtszauber unbedingt etwas überlegen müssen.“ Auch bei der Anfahrt in Richtung Großparkplatz Hasengarten kam es am Auftakttag mehrmals zu Problemen auf der B83. Weber möchte daher das Gespräch mit der Polizei darüber suchen, wie dort am Fronleichnams-Feiertag eine Entzerrung erreicht werden kann, ohne zu riskieren, dass die Besucher wie in früheren Jahren massenhaft auf Parkplatzsuche durch die Bückeburger Innenstadt irren und sämtliche Nebenstraßen verstopfen.

Gute Umsätze

 Unterschiedlich fällt die Bilanz der Händler aus. Gute Umsätze machten vor allem die Aussteller, die sich attraktiv und ansprechend präsentierten, auf die Kunden zugingen und sich auf eines oder einige wenige Produkte fokussierten. Und die vor allem – und das scheint das große Geheimnis derartiger Veranstaltungen zu sein – in der Lage waren, die Kunden ihre Waren spüren, fühlen, probieren oder schmecken zu lassen.

 So wie zum Beispiel die erst zum zweiten Mal auf der Landpartie vertretene Brennerei Schulze Rötering aus Ahlen, die ganz auf die Trendspirituose Gin setzte und davon enorme Mengen umsetzte. Oder Landpartie-Veteran Sven Timrott aus Herxheim, zum 16. Mal als Aussteller dabei, der von seinen Chutneys, Pestos, Senfen und Ölen wieder mehr verkaufte als in allen Jahren zuvor und dafür an seinem Stand neben der Sonnenuhr sogar Personal aufstocken musste.

 Enttäuschte Gesichter gab es hingegen bei dem einen oder anderen Mode-Anbieter, insbesondere im Schloss, in das sich vor allem an den beiden heißen Tagen weniger Besucher verliefen. Auch bei der Gärtnerei Netzeband aus Hille klingelte die Kasse schwächer. Mitarbeiter Chris Bradach: „Vor allem der Donnerstag war ganz schwach.“

Delikatessen über das Internet bestellen

 Beim Gewürzwerk Viktualienmarkt aus Gröbenzell, seit Jahr und Tag mit zwei Ständen auf jedem Weihnachtszauber und jeder Landpartie zu finden, führte man im vergangenen Jahr die Möglichkeit ein, deren Delikatessen auch über das Internet zu bestellen. Und hatte dies nun Umsatzeinbrüche auf der Landpartie zur Folge? „Im Gegenteil“, betont Inhaberin Pia Fürmeier. „Die Kunden haben ganz eindeutig sogar mehr gekauft, weil sie erstmals die Möglichkeit haben, kurzfristig über das Internet nachzubestellen.“

 Für Dieter Meier, Geschäftsführer von „EMB Leuchten“ aus Bückeburg, stand beim Auftritt seines Unternehmens auf der Gartensaalwiese weniger der Umsatz als vielmehr die Projektanbahnung im Fokus: „Wir haben Kunden aus ganz Deutschland, und für die war es ein absoluter Genuss, im Rahmen dieser Veranstaltung mit uns Verhandlungen über zukünftige Projekte zu führen.“ jp

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