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Übernachtungszahlen und Gästeführungen steigen

Radanlage und Segway wenig gefragt Übernachtungszahlen und Gästeführungen steigen

Licht und Schatten: So lässt sich die Tourismusbilanz der Stadt Bückeburg für das vergangene Jahr umreißen. Während die Zahl der Gäste und die Übernachtungszahlen gestiegen ist sowie die Stadtführungen rege nachgefragt werden, gibt es bei den Pauschalarrangements, dem Radverkehr und den Segway-Führungen Schwierigkeiten – oder es sind Rückgänge zu verzeichnen.

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Wenig gefragt ist die für gut 24.000 Euro gebaut Fahrrad-Abstellanlage am Sabléplatz – weder bei Touristen noch Bückeburgern.

Quelle: rc

Bückeburg. Bei der Zahl der Übernachtungen legte Wirtschaftsförderin Bettina Remmert jetzt im Ausschuss für Kultur und Tourismus die bereinigten Zahlen der Stadt vor. In ihnen sind auch die Übernachtungen der Beherbergungsbetriebe enthalten, die weniger als zehn Betten haben und deren Zahlen vom Statistischen Landesamt nicht erfasst werden. Danach gab es im Jahr 2014 insgesamt 27.739 Gästeankünfte (Vorjahr: 24.199) sowie 51568 Übernachtungen (Vorjahr: 45.395).

Hier konnte erneut eine deutliche Steigerung erreicht werden, was Remmert „nicht zuletzt auf das Musical „Die schwarzen Brüder“ zurückführte, das im vergangenen Sommer auf Schloss Bückeburg aufgeführt wurde und das am Ende der Spielzeit in der Insolvenz der Produktionsfirma endete. Die Verweildauer der Gäste liegt weiterhin durchschnittlich bei knapp zwei Nächten. „Hier ist Luft nach oben“, so die Wirtschaftsförderin.

 In 2014 konnte mit den Pauschalarrangements, die über den Schaumburger Land Tourismus gebucht werden, ein Umsatz von 29.000 Euro (Vorjahr: 40.000 Euro) erzielt werden. Die Angebote nutzen insgesamt 935 Personen (Vorjahr: 1170). Darunter fielen viele Tages-Arrangements für Busgruppen. Der weitaus größte Anteil der Buchungen entfällt nach Angaben Remmerts auf Arrangements in Bückeburg. Nur vier betrafen nicht Bückeburg.

 Eine weiterhin stetige Steigerung konnte bei den Stadtführungen verbucht wurden. 204 Mal ließen sich Besuchergruppen die Geschichte der Stadt erklären. 2013 waren es 182 Gruppen, 2012 nur 157. Dazu gezählt werden müssten noch die direkt gebuchten Nachtwächter-Führungen, zu denen Remmert keine Zahlen vorlegte. Nachdem es Anlaufschwierigkeiten mit den Kulinarischen Stadtführungen gab, werden diese inzwischen gut angenommen.

 Bislang noch nicht durchgesetzt haben sich nach den Worten der Wirtschaftsförderin die Segway-Führungen: „Möglicherweise aufgrund des nicht ganz günstigen Preises.“ Für 2015 sind aber wieder vier öffentliche Termine geplant.“

 Nicht ganz rund läuft es im Radbereich. Die Fahrradabstellanlage mit ihren abschließbaren Boxen für Fahrräder samt Gepäck und Schließfächern für Einkäufe wurde wenig genutzt. Die Schlüssel, die im Hubschraubermuseum hinterlegt sind, mussten nur 15-mal herausgegeben werden. Auch Hinweisschilder an der Touristinfo konnten die Nutzungszahlen nicht erhöhen. „Schade, dass diese Anlage so vor sich hindümpelt“, stellte der Ausschussvorsitzende Albert Brüggemann (SPD) fest: „Dabei hat die Anlage viel Geld gekostet.“ Gut 24000 Euro. Wie Brüggemann – fast Nachbar der Abstellanlage – weiter ausführte, würde die Anlage nur abends oft von Jugendlichen genutzt, „die sich von einer Bank zur anderen zusimsen“. In der Bevölkerung sei viel zu wenigen bekannt, dass man dort zum Beispiel seine Einkäufe wegschließen kann, wenn man nach dem Besuch des Wochenmarktes noch durch die Stadt bummeln wolle, warb er für mehr Kundschaft.

 Mehr Kundschaft, sprich Mieter, könnten auch die E-Bikes gebrauchen, die die Stadt als Serviceleistung für ihre Touristen bereithält. Nur 23-mal wurden sie 2014 ausgeliehen, 25-mal in 2013. Remmert: „Nach wie vor nicht berühmt.“ 700 Euro bezahlt die Stadt für diesen Service. rc

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