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Überraschung mit Akkordeon

Umjubeltes Konzert bei "Klassik im Palais" Überraschung mit Akkordeon

Zum inzwischen 18. Mal hat der Lions Club Schaumburg die Stadt Bückeburg im Rahmen der Reihe „Klassik im Palais“ mit einem magischen Konzert beschenkt.

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Sogar ein bayerisches Volkslied wurde angestimmt: Manfred Preis in Aktion.

Quelle: mig

Bückeburg. Jonathan Alder (Klavier) und Manfred Preis (Klarinette, Saxofon) – beide sind Mitglieder des Philharmonischen Orchesters Berlin – boten ein virtuoses und überaus erfrischendes Gastspiel.

 Vor ausverkauftem Haus brachte das Duo Werke von Franz Liszt, Johannes Brahms, George Gershwin und Artie Shaw zu Gehör und traf damit genau den Geschmack des Publikums. „Dadurch kommt mal frischer Wind nach Bückeburg“, formulierte es Margarete Hohmeier aus der Nähe von Stadthagen. Hohmeier gehört fast schon zum „Inventar“ von „Klassik im Palais“. Achtmal war sie schon dabei, gefallen, sagt sie, habe es ihr eigentlich immer. „Mal war’s mehr klassisch, mal ein bisschen gegenwärtiger, aber es war immer schön.“

 Schön war es: So lässt sich auch der erste Teil des Konzerts, beginnend mit Norbert Burgmüllers „Duo für Klarinette Es-Dur op. 15“ und Liszts „Liebestraum“ umschreiben. „O lieb, so lang du lieben kannst“, heißt es in dem Gedicht von Ferdinand Freiligrath, auf den das Werk zurückgeht. Dieser schwärmerische Ton findet sich im gesamten Stück. Fast erinnert der Liebestraum an ein lyrisches Liebesgespräch. Er fragt, sie antwortet.

 Innig, fast zärtlich kommt auch Brahms „Sonate Nr. 2 Es-Dur op. 120“ daher. Alder und Preis spielen das Werk sehr intim, lieblich und nach innen gerichtet. Im zweiten Satz geht es dann immer mal wieder hoch her. Oder, wie es Alder ausdrückt: „Der zweite Satz hat ein bisschen was von einem Ehestreit – er aufbrausend, sie will ihn besänftigen.“ Diese Empfindung wird im Dialog der Musiker bis in die tiefsten Schichten ergründet.

 Nach der Pause und einer humoristischen Fantasie von Adolf Schreiner wartete dann eine echte Überraschung auf das Publikum. Der als „Solostück Manfred Preis“ angekündigte Programmpunkt entpuppte sich als Darbietung eines bayerischen Volksliedes. Preis hatte nämlich nicht nur seine Klarinetten, sondern auch sein Akkordeon sowie Hut, Janker und Krachlederne mit nach Bückeburg gebracht.

 „Die klassische Musik und die Volksmusik liegen enger beieinander, als manch einer glaubt“, gab Preis zu verstehen. Und weiter: „Viele klassische Komponisten haben aus dem Reservoire der Volksmusik für ihre eigenen Stücke geschöpft.“ Ein schöner Einfall, der vom begeisterten Publikum mit viel Beifall belohnt wurde.

 Den Schlusspunkt unter ein magisches Konzert setzten schließlich Shaws hochvirtuoses „Concerto for Clarinet and Piano“ sowie Gerswhins „3 Preludes für Klarinette und Klavier“, einer farbenfrohen Jazzmelange. Ein letztes Mal lässt Preis seine Klarinette sprechen – und versetzt uns in die Zeit der Golden Twenties. Wir hören Charleston und Blues, Foxtrott und Jazz. mig

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