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Übung: Zugmaschine fängt Feuer

Zusammenarbeit der Brandbekämpfer Übung: Zugmaschine fängt Feuer

Kurz vor Betriebsschluss bemerkt eine Mitarbeiterin der Firma Harting in Kleinenbremen, dass die Zugmaschine eines Lastwagens Feuer gefangen hat.

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Jetzt ist Eile geboten: Neben den Mineralölfässern kümmern sich drei Einsatzkräfte um den „Verletzten“.

Quelle: pr

Bückeburg/Kleinenbremen. Sofort ruft sie über den Notruf 112 die Feuerwehr.

Die Feuerwehrleitstelle in Minden alarmiert die Kräfte der Hauptamtlichen Wache in Hausberge. Die Löschgruppen der Feuerwehr sind bereits in einem anderen Einsatz gebunden, weshalb der Disponent über die Stadthäger Leitstelle die Freiwillige Feuerwehr Bückeburg-Stadt alarmieren lässt.

Dies ist die Ausgangslage für eine grenzübergreifende Einsatzübung in Kleinbremen. „Ziel der Übung ist, die Zusammenarbeit zu stärken und die Kommunikationswege zu testen“, berichtet Organisator Daniel Hesseling. Er ist selbst ehrenamtlicher Zugführer der Bückeburger Feuerwehr und arbeitet bei der Feuerwehr Porta Westfalica.

Hintergrund ist die geplante Zusammenarbeit der Brandbekämpfer beider Städte. Allerdings sind auch ohne die Kooperation gemeinsame Einsätze keine Seltenheit, so rückten zu Bränden in Kleinenbremen, Nammen und Lerbeck bereits mehrfach Bückeburger Feuerwehrleute mit aus.

Als Erstes trifft der Bückeburger Kommandowagen mit Ortsbrandmeister Oliver Witt ein. Er wird von einer Mitarbeiterin empfangen und erhält erste Infos. Die Zugmaschine brennt inzwischen in voller Ausdehnung. Die Flammen drohen, auf das Schmiermittellager überzugreifen. Mehrere Arbeiter werden in der Werkstatt vermisst.

„Menschenrettung unter Atemschutz in der Werkstatt“ lautet der Einsatzauftrag für die acht Feuerwehrleute. Dazu bauen sie eine Wasserversorgung auf, ehe die ersten drei Einsatzkräfte unter Atemschutz in das Gebäude vordringen. Eine Schlauchleitung, um sich den Weg freizukämpfen, haben sie dabei.

Weitere Feuerwehren im Einsatz

Zur selben Zeit treffen die weiteren Kräfte der niedersächsischen Schwerpunktfeuerwehr und der Hauptamtlichen Wachbereitschaft ein.

Sofort teilt Witt die Besatzung des Portaner Löschfahrzeuges zur Brandbekämpfung und Absicherung des Gebäudes ein. Dafür bauen sie sich eine Wasserversorgung auf und nehmen ein Strahlrohr. Unterstützt werden sie von Drehleiter und Tanklöschfahrzeug aus Bückeburg.

Während der Erkundung entdeckt Witt eine weitere Einsatzstelle. In einem Lagerraum ist ein Mitarbeiter unter einer Palette eingeklemmt. Die Besatzung eines Rettungswagens kümmert sich um seine Versorgung, während die Besatzung des Rüstwagens aus Bückeburg die Rettung vorbereitet. Derweil werden durch den Angriffstrupp auf der Vorderseite die vermissten Personen gerettet und ins Freie gebracht.

Inzwischen ist auch der Einsatzleitdienst aus Porta eingetroffen; ihn hat die Einsatzmeldung zu Hause ereilt. Daraufhin begibt er sich sofort zur Einsatzstelle. Nun übernimmt er die Einsatzleitung von seinem Bückeburger Kollegen. Alle Infos zur Einsatzlage hat er bereits über Funk vom Bückeburger Einsatzleitwagen erhalten. Jetzt sind 45 Einsatzkräfte beider Feuerwehren mit elf Fahrzeugen vor Ort.

Inzwischen ist die Rettungsaktion im Lager vorangeschritten, die Einsatzkräfte haben einen hydraulischen Hebesatz vorbereitet, als sich die Situation plötzlich ändert. „Der Patient wird kritisch und muss sofort gerettet werden“, informiert ein Rettungsassistent die Feuerwehrleute. Sofort wird ein Hebebaum vom Rüstwagen geholt. Mit einfachen physikalischen Grundkenntnissen des Hebelgesetzes wird die Palette angehoben und die Person gerettet.

Bei der Auswertung zeigen sich die Kräfte zufrieden. Die Zusammenarbeit zwischen beiden Feuerwehren hat gut geklappt. „Es war eine Erfahrung, die im Ernstfall sehr hilfreich sein kann“, so Witt. Für die erschöpften Einsatzkräfte stellt der Firmeninhaber Rüdiger Harting Getränke zur Verfügung. In Zukunft sollen weitere Übungen folgen. r

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