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Umzug wie Unterricht: Vorbereitung ist alles

Bückeburg / Adolfinum Umzug wie Unterricht: Vorbereitung ist alles

Mit Kindern umziehen? Keine Kleinigkeit, das wissen Eltern am besten. Zu viel Zeug, zu wenig Zeit. Und das gilt auch, wenn man sich als Schule auf den Weg macht, um andernorts das Lernen zu lernen.

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Alles muss mit: Der Umzugswagen mit den Klassenzimmermöbeln.

Quelle: pr

Bückeburg. Bückeburg (r). Gerade in den unteren Jahrgängen heißt es, (fast) alles mitzunehmen, auch die Kunstwerke an der Wand, die kleine Klassenbibliothek und die unterschiedlichen Materialien und Gerätschaften, mit denen etwa in einem Fach wie Biologie gezeigt und erlebbar wird, was Leben in Vielfalt heißt. Angesichts dieser großen Aufgabe entschloss man sich am Gymnasium Adolfinum kurzerhand, die gut 250 Kinder der Jahrgänge 5 und 6 am Tag des Umzugs vom Unterwallweg in die Lulu-von-Strauß-und-Torney-Straße in der Obhut der Eltern zu belassen. Für Notfälle gab es ein Ganztagsbetreuungsangebot.

 Was die Arbeit der Speditionsfachkräfte angeht, ist das Erfolgsgeheimnis fast wie im Unterricht: Auf gute Vorbereitung kommt es an. Seitens der Schule standen außerdem ganze Arbeitsbrigaden aus Schülerschaft und Kollegium bereit, um für die Jüngsten kräftig mit anzufassen.

 So fanden die Möbelpacker an der Außenstelle eine kinderlose Schule vor, als sie zur Sache gingen, Karton für Karton, Kiste um Kiste, Stuhlstapel für Stuhlstapel. Besonders sensible Gerätschaften hatten Chemielehrkräfte wie Stefanie Schlüter und Jan Sladek schon Tage zuvor zu zweit ins Haupthaus transportiert. Als Naturwissenschaftler gehören sie ohnehin zu den Hauptnutznießern des Anbaus, in dem am kommenden Montag zum ersten Mal Fachunterricht stattfindet. Außerdem kommen drei 9. Klassen in den Genuss, nagelneue Klassenräume beziehen zu dürfen. „Wir sind bestens vorbereitet“, sagt Anke Grade, die zuständige Koordinatorin. Zwar müssten ein paar Klassen in neue „alte“ Räume wechseln, damit die Schülerzahl und die Raumgröße richtig abgestimmt sind. Wanderklassen, so die Studiendirektorin, die angesichts des Umzugs gemeinsam mit ihrem Zimmergenossen Christian Spillmann für die richtige Verteilung der mehr als 900 Schüler zuständig ist, werde es nicht geben.

 Mit dem Abschluss des Anbaus ist die Bauerei im und am Adolfinum allerdings noch nicht beendet – zum Glück, mag nicht nur Dagmar Günther vom Ganztagsbereich sagen. So steht etwa die Mensa kurz vor der Fertigstellung. Fix und fertig angelieferte Gerichte sind damit aber nicht Geschichte. Schüler der jetzigen Jahrgänge 10 und 11 richten ihr Interesse besonders darauf, was aus den „Jahrgangsställen“ der Oberstufe wird, die am Adolfinum lange Tradition haben. Spätestens nach den Sommerferien sollen die leichte Verlagerung und die geringe Verlängerung erledigt sein, sodass alle Platz finden für Plauderei und Chillen in Pausen und Freistunden, man kann in einem gut gestalteten Jahrgangsstall aber auch eimerweise Bildungshunger und Wissensdurst stillen.

 Vor einer besonderen Aufgabe stehen die Paten der Jüngsten in den nächsten Tagen. Mit ihrer Hilfe sollen die Zehn- und Elfjährigen es leichter haben, im Haupthaus zurechtzukommen, aber auch auf dem neuen Spielplatz mit kindgerechten Spielgerätschaften. Eine kleine Rallye ist am Montag zu bewältigen, Personal wird vorgestellt, etwa die Mitarbeiterinnen des Sekretariats wie Anja Ostermeier oder Bibliotheksleiterin Christine Busch, die sich besonders auf junge Leseratten freut. Nicht zu vergessen, kaum zu übersehen: Hausmeister Peter Kipper. Wenn wen wo der Schuh drückt, sollte schließlich klar sein, „was geht am Gymnasium Adolfinum und was gar nicht geht“.

 Für die Abiturienten hat Patrick Lipka, der Jahrgangssprecher, schon anlässlich des 60 Schüler starken Vortrupps aus dem 5. Jahrgang, der vor ein paar Tagen mit Tröten und Trompeten aufmarschiert war, ganz vorsichtig und mit Sinn für gewisse Altersschwächen nachgefragt: „Kann man vielleicht als Fünftklässler auch mal leise sein?“

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