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Unterschiedliche Wege führen zum Ziel

Niedersächsischen Akademie für Brand- und Katastrophenschutz Unterschiedliche Wege führen zum Ziel

Feueralarm in den Werkstätten der Paritätischen Lebenshilfe Weserbergland in Stadthagen. Feuer und Rauch dringen aus dem Dach eines Gebäudes. Vermutlich ist noch eine Person im Gebäude. So war die Anfangslage bei einem Realeinsatz der Feuerwehren Stadthagens im April dieses Jahres.

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Carsten Sporleder-Busse erklärt sein Vorgehen bei einem angenommenen Kellerbrand während der Notenkonferenz in einer Grundschule.

Quelle: Titze

Bückeburg/Stadthagen.. Kürzlich standen zehn Gruppen- und Zugführer der Feuerwehren Bückeburg-Stadt und Stadthagen vor der gleichen Ausgangslage. Allerdings waren diesmal keine Personen in Gefahr, und kein Schlauch musste ausgerollt werden. Der Einsatzort lag auf einer Planspielplatte in den Räumen der Niedersächsischen Akademie für Brand- und Katastrophenschutz (NABK) in Celle.

 „Dabei handelt es sich um eine modular zusammenstellbare Modellandschaft, auf der verschiedene Einsatzszenarien dargestellt werden können“, erklärt Oberbrandmeister Jörn Bielinski aus Bückeburg. Er hatte zusammen mit Karsten Flohr von der Stadthäger Feuerwehr die siebte Auflage der Bückehäger Führungskräftefortbildung organisiert.

 Der Einsatz startete für alle Teilnehmer mit einer gemeinsamen Einführung. Mit dem Eintreffen des Kommandowagens und der ersten Lageerkundung wurde der Einsatz gestoppt. In zwei gemischten Gruppen aufgeteilt, erarbeiteten die Teilnehmer das weitere Vorgehen. Bei der Analyse der Einsatzlage betrachteten die Führungskräfte, welche Gefahren für Personen, Sachwerte, Einsatzkräfte- und Einsatzmittel sowie die Umwelt ausgehen und wie diese bekämpft werden können. Daraus resultiert, welche Maßnahmen ergriffen werden müssen.

 Bei der gemeinsamen Auswertung zeigt sich schnell, dass die Entscheidungen und Maßnahmen beider Gruppen das gleiche Ergebnis haben, allerdings unterschiedlich an die Situation heran gegangen wird. „Es gibt keine Universallösung für solche Lagen, sondern immer verschiedene Lösungsmöglichkeiten“, erklärt Bielinski.

 Am Nachmittag ging es mit einem weiteren Planspiel weiter. In einer Grundschule ist, während der Notenkonferenz, ein Kellerbrand ausgebrochen. Der ersteintreffende Gruppenführer Carsten Sporleder-Busse bearbeitet dieses Szenario. Sofort ist die Hauptgefahr erkannt: die Gefährdung der 18 Lehrkräfte im 1. Obergeschoss durch den Brandrauch. Bei der Rettung der Personen liegt sein Hauptaugenmerk.

 Wie unterschiedlich diese Maßnahme erfolgen kann, wird bei dem von Kai Peinemann, der hauptberuflich an der NABK als Lehrkraft tätig ist, moderierten Gespräch deutlich. Von der Rettung über die Drehleiter bis hin zur Betreuung der Personen im Raum und Abschottung des Bereichs vor dem Brandrauch werden die unterschiedlichen Varianten erörtert. Alle Varianten werden mit Vor- und Nachteilen besprochen.

 Letztlich führen viele Lösungswege zum Ziel: der Rettung von Menschen. Am Ende der Veranstaltung gingen die zehn Teilnehmer mit vielen neuen Erkenntnissen nach Hause. „Nur durch regelmäßige Fortbildung sind wir in der Lage, ständig neuen Einsatzlagen entgegen treten zu können“, erklärt Flohr abschließend und freut sich schon auf die achte Auflage.

Von Steffen Titze

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