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Unterschriften gegen Flüchtlinge

Bückeburger kritisieren Informationspolitik Unterschriften gegen Flüchtlinge

Aus aktuellem Anlass hat der SPD-Ortsverein Bückeburg die Tagesordnung seiner jüngsten Sitzung um den Tagesordnungspunkt „Probleme in Klein-London“ erweitert. Es gebe Widerstand gegen die Aufnahme von Flüchtlingen in den Häusern an der Königsberger Straße, sagte der Vorsitzende, Albert Brüggemann.

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Bückeburg. Ein Ratsherr eines politischen Mitbewerbers hatte den Landkreis Schaumburg angeschrieben und eine „schlechte Informationspolitik“ beklagt. Zudem habe jemand eine Unterschriftenliste initiiert, von dem Brüggemann mehr Toleranz erwartet hätte. Brüggemann und sein Stellvertreter Bernd Wolf erinnerten daran, dass der SPD-Ortsverein im Vorfeld einer Stadtteilbegehung im März mit den Stationen Bergdorfer Straße, Falkingsviertel und Königsberger Straße Handzettel verteilt und auf die Unterbringung von Flüchtlingen im Gebiet „Klein London“ aufmerksam gemacht habe. Es habe aber keine Reaktion von den Bürgern gegeben, wie die SPD in einer Pressemitteilung ausführte.

 Die Presse habe darüber ebenso berichtet wie über einen Vortrag von Stephan Hartmann von der Arbeiterwohlfahrt (Awo), der ebenfalls die aktuellen Planungen zur Unterbringung weiterer Flüchtlinge und die Betreuungsmöglichkeiten durch die Awo erläutert hatte. Die SPD-Mitglieder fassten einstimmig den Beschluss, sich alle ehrenamtlich der Awo, Kirche und „Alle unter einem Dach“ zur Verfügung stellen zu wollen, um die Flüchtlinge zu unterstützen.

 „Alle sind entsetzt über die Bilder im Fernsehen, wenn die IS Menschen köpft, aber Kriegsflüchtlinge will man nicht aufnehmen“, zeigt Brüggemann kein Verständnis für die Unterschriftenliste, auf der bis Mittwochnachmittag „erst acht Personen“ unterschrieben haben. Anka Knechtel empfahl, „Bedenkenträger ernst zu nehmen und sie frühzeitig anzusprechen“.

 Wie der von der SPD namentlich nicht angesprochene Ratsherr Andreas-Paul Schöniger (WIR für Bückeburg) gegenüber unserer Zeitung klarstelle, habe er in einem Schreiben an den Landkreis Schaumburg darauf hingewiesen, dass ihm gegenüber in Gesprächen mit Nachbarn der Siedlung die Informationspolitik des Landkreises bemängelt worden sei. Die Unwissenheit habe dazu geführt, dass Anwohner eine Unterschriftenliste zum Thema „Flüchtlinge“ gefertigt hätten, schrieb er weiter. rc

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