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Unterschriften gegen Volksbank-Schließung

Eveser wehren sich Unterschriften gegen Volksbank-Schließung

Vonseiten Eveser Bürger sind der Volksbank in Schaumburg Listen mit rund 520 Unterschriften übergeben worden. Damit wehren sie sich gegen die Schließung der Volksbank-Filiale zum Jahresende 2016. Zumindest Geldautomat und Kontoauszugsdrucker sollen erhalten bleiben.

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Seit dem Ende des Jahres ist die Volksbank-Filiale in Evesen Geschichte.

Quelle: rc

BÜCKEBURG. Volksbank-Vorstand Joachim Schorling und Marktbereichsleiter Nils Vogt nahmen die Listen entgegen und zeigten sich beeindruckt, wie einer der Sprecher der sechsköpfigen Initiativgruppe, Reinhard Luhmann, gegenüber der Presse mitteilte.

3800 Bürger ohne Bank vor Ort

 Einwohner der ehemaligen Großgemeinde Evesen mit den Ortsteilen Röcke, Petzen, Evesen, Nordholz und Berenbusch wehren sich mit der Unterschriftenaktion gegen die Schließung der Volksbank-Filiale am Jahresende 2016 (wir berichteten). Bereits 2014 hatte die Sparkasse Schaumburg ihre Filiale in Röcke geschlossen. Rund 3800 Bürger haben seitdem keine Bankfiliale mehr vor Ort.

 Von Anfang an sei den meisten klar gewesen, dass es nicht um den Fortbestand der Zweigstelle gehen könne, berichtete Luhmann, sondern um den Erhalt von Geldautomat und Kontoauszugsdruckern. Viele seien dennoch froh gewesen, ihren Unmut auf diese Weise äußern zu können. Die Unterschriften seien in gerade einmal drei Wochen zusammengekommen.

Kooperationsmodell zwischen Sparkasse und Volksbank

 Bei der Übergabe der Listen sei eingehend über die Schließungsgründe, aber auch mögliche Lösungen diskutiert worden, insbesondere das Kooperationsmodell, das Sparkasse und Volksbank gemeinsam Geldautomaten beziehungsweise Kontoauszugsdrucker betreiben. Ein Modell, bei dem es nur Gewinner gebe, sagte Luhmann und warb noch einmal um Gespräche zwischen den beiden Geldinstituten. Die Kosten könnten halbiert und niedrig gehalten werden, gleichzeitig könne man so den Service möglichst hoch halten: „Doppelter Service, halbe Kosten.“ Ein Folgetermin auch zur Klärung dieser Frage sei in zwei Monaten vereinbart worden.

 In dem Gespräch hätten Schorling und Vogt betont, dass sie die Kundenmeinungen „sehr ernst“ nehmen und nicht einfach darüber hinwegschauen würden. Die Filialschließungen seien Vorstand und Aufsichtsrat nicht leichtgefallen. Die Finanzwelt habe sich grundlegend verändert, durch die staatliche Regulierung würden immer höhere Ansprüche an die Banken gestellt. Dies müsse akzeptiert und umgesetzt werden. In Verbindung mit der Niedrigzinspolitik der EZB führe das zu einer immer angespannteren wirtschaftlichen Situation regionaler Banken.

 Aber: „In einer Gemeinde mit rund 3800 Einwohnern und einer kompletten Infrastruktur, die ihresgleichen sucht in dieser Gemeindegröße, darf es nicht sein, dass einzig der Bargeldbezug in der Ortschaft nicht mehr möglich ist“, wie Luhmann in der Mitteilung feststellt. Außer ihm gehören noch Heide Scheffler, Johannes Malsch, Manfred Franke, Eckhard Bultmann und Cord Siekmeier mit zum Initiativkreis. rc

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