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VdK-Ortsverband versucht Neuanfang

Streit mit altem Vorstand VdK-Ortsverband versucht Neuanfang

Der Ortsverband Bückeburg im Sozialverband VdK Deutschland versucht einen Neuanfang. Die Teilnehmer der in die Begegnungsstätte Herderstraße einberufenen Hauptversammlung wählten Angelika Helbert zur neuen Vorsitzenden, stellvertretender Chef wurde Rainer Luer.

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Angelika Helbert ist neue Vorsitzende des Bückeburger VdK-Ortsverbandes, Rainer Luer deren Stellvertreter.

Quelle: bus

Bückeburg. „Ich fände es schade, wenn hier alles zum Erliegen käme“, gab Helbert zu verstehen.

 Für die Vorsitzende votierten – bei fünf Neinstimmen und fünf Enthaltungen zwölf Mitglieder, für Luer – bei zwei Gegenstimmen, sechs Enthaltungen – sprachen sich 13 Stimmberechtigte aus. Martina Petter erhielt bei der Wahl zur Frauenvertreterin 14 Ja-Stimmen (zwei Gegenstimmen). Kandidaten für die Positionen Schriftführer und Kassierer wurden nicht gefunden. Diese Ämter sollen zunächst von Helbert und deren Stellvertreter übernommen werden. Die Versammlung erlaubte dem Vorstand einstimmig eine sogenannte Eigensuche, um die Ämter zu einem späteren Zeitpunkt besetzen zu können.

 Den Wahlen waren erhebliche Wortgefechte vorausgegangen. Hintergrund des Disputs waren die Rücktritte des bisherigen Ortsverbands- und Kreisverbandsvorsitzenden Günther Ihloff im Dezember 2015. „Wir erleben hier eine echte Ausnahmesituation“, stellte der Kreisverbandsvorsitzende Heinz Wilharm fest, der – flankiert von Claudia Hilscher-Meinert (Kreisgeschäftsführerin) und Hans Gille (Organisationsleiter Landesverband Niedersachsen-Bremen) – um eine unaufgeregte Versammlungsführung bemüht war. „Es wird hier viel zu sehr personalisiert“, sagte Gille.

 Der Bückeburger und der Schaumburger Dependance des 1950 unter dem Namen „Verband der Kriegsbeschädigten, Kriegshinterbliebenen und Sozialrentner Deutschlands“ gegründeten Vereins waren in den zurückliegenden Monaten einige Turbulenzen widerfahren. Unstimmigkeiten zwischen Ihloff und dem Landesverband hatten zudem weitere Rücktritte nach sich gezogen. Am 18. März dieses Jahres nahm unter anderem der Rintelner Ortsverbandsvorsitzende und Ehrenvorsitzende auf Kreisebene, Klaus-Dieter Hellmann, seinen Hut (wir berichteten). Während der Sitzung in der Begegnungsstätte sprach Hellmann mit Blick auf die Unstimmigkeiten von „Sauerei“.

 „Ich bin auch deswegen vom Ortsverband zurücktreten, weil ich nicht möchte, dass dieser mit einem Ortsverband zusammen ist, in dem der Vorstand ohne Beschluss Geld aus der Kasse genommen hat“, gab Ihloff zu Protokoll, der mehrmals von Versammlungsleiter Wilharm zur Ordnung gerufen wurde. Die (nicht vollzogenen) Androhungen lauteten „Wort entziehen“ und „vom Hausrecht Gebrauch machen“.

 Wilharm monierte überdies eine laut Kassenjournal am 21. Dezember 2015 vom Ortsverbandskonto getätigte Überweisung. Diese sei erfolgt, „obwohl seit dem 15. Dezember niemand mehr Zugriff auf die Kasse hatte“. Es handele sich also um einen unberechtigten Zugriff auf das Konto. Gille kritisierte darüber hinaus „süffisante Bemerkungen“ Ihloffs und, dass dieser „Mails des Landesverbandes an außen stehende Dritte weitergeleitet“ habe. „Ich bin jetzt das vierte Mal in Bückeburg, aber es ist das erste Mal, dass ich mit so einer Misere zu tun habe“, führte der Organisationsleiter aus.

 Dass diese mit der von Kommentierungen wie „Kindergarten“ und „Witz“ begleiteten aktuellen Versammlung ausgestanden ist, steht nicht zu erwarten. Ihloff und dessen Ehefrau Angelika, die frühere Kassenführerin des Ortsverbandes, haben Einspruch gegen mehrere Punkte der Zusammenkunft eingelegt. Sie beklagen etwa, „dass uns permanent lautstark das Wort abgewürgt“ und dass keine Abstimmung über die Entlastung des alten Vorstandes zugelassen worden sei.

 „Wir verlangen die unverzügliche Einberufung einer außerordentlichen Mitgliederversammlung des Ortsverbandes“, heißt es in der Verlautbarung. Bezüglich der Entlastung sei dem Versammlungsleiter ein gravierender Fehler unterlaufen. Der nicht entlastete Vorstand habe aus Günther Ihloff, Martin Martsch, Dieter Pingel, Günther Berkenhagen, Angelika Ihloff, Gabriele Schröder und Martina Petter bestanden. „Diese Luftnummer muss sofort geheilt werden“, hält der Einspruch fest. bus

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