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„Veränderung bedeutet auch Abschied“

Umstrukturierung der Heeresfliegerwaafenschule in Bückeburg abgeschlossen „Veränderung bedeutet auch Abschied“

Mit einem Indienststellungappell ist nun auch militärisch die Umstrukturierung der Heeresfliegerwaffenschule in das Internationale Hubschrauber-Ausbildungszentrum (IHAZ) vollzogen worden.

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Die Heeresfliegerwaffenschule ist Geschichte: Sieben Kommandeure und Leiter des Internationalen Hubschrauberzentrums melden Kommandeur und Brigadegeneral Uwe Klein die Arbeitsbereitschaft in ihrem Verantwortungsbereich.

Quelle: tol

Bückeburg. „Hiermit stelle ich die Heeresfliegerwaffenschule außer Dienst und zugleich das Internationale Ausbildungszentrum in Dienst und verleihe ihnen ein neues Fahnenband“, kommandierte Generalmajor Walter Spindler, Kommandeur des Ausbildungskommandos Leipzig als der vorgesetzten Dienststelle des IHAZ. Dann heftete er das Fahnenband an die Truppenfahne. Die französische und die deutsche Nationalhymne erklangen, gespielt vom Luftwaffenmusikkorps Münster. Damit ist die Heeresfliegerwaffenschule nach fünfeinhalb Jahrzehnten Geschichte.

 Zahlreiche Ehrengäste, darunter Bürgermeister Reiner Brombach, Landrat Jörg Farr und Vertreter befreundeter Nationen, die bereits in Achum ihre Hubschrauberpiloten ausbilden lassen, verfolgten die Zeremonie auf dem Vorfeld von Halle 5. Als neueste Nation lässt seit einigen Tagen die niederländische Marine Hubschrauberpiloten in Bückeburg ausbilden. Im Zuge der Bundeswehrreform 2011 war die Waffenschule bereits am 1. Juli in IHAZ umbenannt worden.

 „Die Heeresfliegerwaffenschule geht heute nach 55 Jahren in den Ruhestand“, stellte der IHAZ-Kommandeur und General der Heeresflieger, Brigadegeneral Uwe Klein, in seiner Rede fest. 55 spannende und bewegte Jahre. Dabei ging es um die Nutzung von Hubschraubern und den Aufbau der Ausbildung der Piloten, ständige Anpassungen an die Strukturen der Bundeswehr, beständige Weiterentwicklung von Ausbildungsmitteln und -methoden sowie die Erprobung neuer Luftfahrzeuge und neuer Fähigkeiten: „Es ist den Frauen und Männern der Heeresfliegerwaffenschule gelungen, mit der schnellen technischen Entwicklung jederzeit Schritt zu halten. Nur so war es möglich, die Schule über die Jahre hinweg zu einem nicht nur national, sondern auch international anerkannten Ausbildungsstützpunkt zu machen.“ Außer den alten Ausbildungspartnern aus Schweden, Spanien, Österreich und Belgien sind seit drei Tagen auch Niederländer am Platz. Für die kommenden Monate und Jahre gelte es nun, den Anteil der internationalen Ausbildungspartner und Kunden zu erweitern. Der General: „Wir sind von unserem Ausbildungsmodell überzeugt und werden auch noch weitere Interessenten von unserer Professionalität überzeugen und bestehende Kooperationen erweitern. Wir haben viel zu bieten. Für Bescheidenheit ist kein Platz.“

 Worte, denen Generalmajor Spindler beipflichtete: „Unsere Ausbildung ist professionell. Füllen sie die neuen Strukturen mit Leben, und nutzen sie die Chancen.“ Er wisse um die Sorgen der Soldaten. Aber das Team habe bereits gute Arbeit geleistet. Es gehe darum, die integrative Ausbildung von Technik und Prozeduren im Hinblick auf die Zusammenarbeit der Armeen ständig weiterzuentwickeln.

 „Wir eröffnen hier heute das größte und modernste Ausbildungszentrum in der gesamten EU“, sagte der Europa-Abgeordnete Burkhard Balz in seinen Grußworten: „Und das hier in Bückeburg und Schaumburg. Das erfüllt mich mit Stolz.“ Es sei ein einmaliges Hightech-Zentrum entwickelt worden, die Umgliederung in das IHAZ eine logische Konsequenz.

 In Zukunft wird am IHAZ nicht nur die fliegerische Grundausbildung auf dem Schulungshubschrauber EC-135 sowie dem neuen Waffensystem NH90 und – gemeinsam mit Frankreich – auf dem Tiger durchgeführt, sondern auch die komplette Ausbildung des luftfahrzeugtechnischen Personals für NH90 und Tiger. Dazu wurde dem Bereich Lehre/Ausbildung die deutschen Anteile an der Tiger-Ausbildung in Le Luc sowie der deutsch-französischen Ausbildungseinrichtung in Faßberg unterstellt. Ebenso werden die Anteile NH90 des Technischen Ausbildungszentrums der Luftwaffe in Faßberg als VI. Inspektion in die Lehrgruppe B integriert.

 „Veränderung bedeutet auch Abschied“, sagte General Klein. Denn der Strukturänderung fallen zwei verdiente Elemente der Waffenschule weg: Die Luftfahrzeugtechnische Abteilung wird kräftemäßig und strukturell reduziert und eine Staffel im IHAZ. Ebenso aufgelöst wird das Ausbildungszentrum C in Celle, das in den vergangenen Jahren als „Außenstelle die fliegerische Ausbildung mit dem Waffensystem Bo-105 unterstützt hat. „Mein Dank gilt allen Kameraden für die geleistete Arbeit.“ rc

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