Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
Verdichtete Wohnform vorerst auf Eis

Bau- und Umweltausschusssitzung Verdichtete Wohnform vorerst auf Eis

Aus dem geplanten Baugebiet zwischen Rintelner Straße und Hofwiesen am südlichen Stadtrand von Bückeburg mit einer verdichten Wohnform von bis zu 110 Wohneinheiten auf 22000 Quadratmeter Fläche wird – vorerst – nichts.

Voriger Artikel
Gedenkstein soll neu gestaltet werden
Nächster Artikel
Nané Lénard stellt „SchattenSucht“ auf der Frankfurter Buchmesse vor
Quelle: SN

Bückeburg. Einstimmig empfahl der Bau- und Umweltausschuss in seiner Sitzung am Donnerstagabend, dass die Aufstellung eines entsprechenden Bebauungsplans „Am Kleinenbremer Weg“ zunächst auf Eis gelegt wird. Zunächst soll abgewartet werden, was in naher Zukunft an Flächen in der Innenstadt frei wird, auf die diese verdichtete Wohnform besser passen würde. Sollte es dort nicht funktionieren, könnten die Pläne wieder aufgenommen werden.

 „Wir schaffen uns Konkurrenz“, sagte der Ausschussvorsitzende Bernd Insinger. Das Krankenhausareal, das Ende 2016 leer stehen wird, die Jägerkaserne mit zehn Hektar, die ab 2019 freigegeben werden soll, die leer stehende Herderschule am Unterwallweg, die leer stehende Blindow-Schule an der Hinüberstraße und das Klaproth-Gelände an der Friedrich-Bach-Straße listete der Baubereichsleiter Jörg Klostermann auf. Sie alle würden sich für eine verdichtete Wohnform anbieten: „Zu allen diesen Flächen wird Konkurrenz aufgebaut.“

 Die Stadt müsse beachten, dass sie günstigen Wohnraum für junge Familien schafft, sich von den Gedanken der achtziger und neunziger Jahre löst, als Neubauten auf der grünen Wiese mit bis zu 1000 Quadratmeter Garten gefragt waren. Heute seien innenstadtnahe bezahlbare Neubauten mit kleinen Gärten gefragt, ergänzte Insinger.

 Seitens der CDU-Fraktion wurde das Vorhaben abgelehnt, auch in abgespeckter Form. Städtebaulich nicht vertretbar, es passe dort nicht hin, so Ratsherr Hermann Kempf (CDU). Es passe nicht zu Bückeburg, es passe nirgendwo hinein.

 Wie berichtet will ein Investor auf den landwirtschaftlich genutzten Flächen bis zu 110 Wohneinheiten in verdichteter Bauweise bauen. Kleine zweigeschossige oder eingeschossige Häuser mit kleinen Gärten und eigenen Stellplätzen für das Auto. Entlang der Rintelner Straße sollen Mehrfamilienhäuser gebaut werden. Während der Bereich entlang der Rintelner Straße im Flächennutzungsplan (F-Plan) für Wohnbebauung vorgesehen ist, müsste für die beiden unteren Grundstücke der F-Plan geändert werden. „Die Bebauung unten sollten wir ohnehin ablehnen“, hatte Insinger zu Beginn gesagt und dafür Applaus von rund einem Dutzend Anwohnern der angrenzenden Siedlung am Röthekamp erhalten, die die Sitzung verfolgten. rc

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg