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Vergewaltigung nur vorgetäuscht ?

Bückeburg / Vergewaltigungsvorwurf Vergewaltigung nur vorgetäuscht ?

Nur vorgetäuscht gewesen sein soll die angebliche Vergewaltigung einer 25-jährigen Soldatin in der Bückeburger Jägerkaserne im August dieses Jahres.

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Die Vorgänge hinter den Fassaden der Jägerkaserne schlagen hohe Wellen.

Quelle: rg

Von Tobias Morchner

Bückeburg. Nach Informationen der HAZ kommen sowohl die Polizei als auch die Feldjäger zu diesem Schluss.

 Trotz des von der Soldatin behaupteten brutalen Angriffs und des gewaltsamen Einsperrens in den Schrank soll der Körper der Soldatin, wie zu erfahren war, keine Hämatome oder andere typischen Verletzungen aufgewiesen haben.

 Zudem nahmen die Ermittler eine sogenannte Tathergangs-Rekonstruktion vor, in der sie die Vergewaltigung exakt nach den Angaben der 25-Jährigen nachstellten. Dabei kamen sie zu dem Schluss, dass der Übergriff sich nicht so zugetragen haben kann, wie es die Unteroffizierin zu Protokoll gegeben hatte.

 Die Soldatin wurde von den Ermittlern in einer Vernehmung mit diesen Feststellungen konfrontiert. Dabei soll sie sich in Widersprüche verstrickt haben. Zudem fanden die Ermittler heraus, dass ein angebliches Schreiben des Täters, das die 25-Jährige nach dem Übergriff erhalten haben will, aus der Feder der Soldatin stammt.

 Zweifel an der Glaubwürdigkeit des angeblichen Opfers sollen, so heißt es aus Ermittlerkreisen, bereits kurz nach der Tat aufgekommen sein. Die Frau hatte unmittelbar nach dem Übergriff gegenüber der Polizei erklärt, der Täter habe zwei auffällige Muttermale im Genitalbereich gehabt. Die Feldjäger ließen daraufhin noch am Abend alle Soldaten der Kaserne antreten, um den Hinweisen nachzugehen. Die Überprüfung führte jedoch nicht zum Durchbruch bei den Ermittlungen.

 Die Bundeswehr wollte sich zu dem Vorfall nicht äußern und verwies auf das laufende Ermittlungsverfahren. Auch die zuständige Polizeiinspektion Nienburg gab keine Stellungnahme dazu ab und verwies an die Staatsanwaltschaft.

 Doch hinter vorgehaltener Hand bringen viele Beamte in diesen Tagen ihr Unverständnis über die Fortführung der Ermittlungen und den geplanten Massengentest zum Ausdruck. Dabei wird das Verhalten der Staatsanwaltschaft als „unverhältnismäßig“, ja sogar als „rechtlich schwierig“ eingestuft.

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