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Verhältnisse ändern sich ständig

Alle unter einem Dach Verhältnisse ändern sich ständig

Als probates Bindeglied zwischen Ehrenamtlichen, Flüchtlingen und Hauptamtlichen hat Stephan Hartmann das Café International bezeichnet. Das von der Initiative „Alle unter einem Dach“ Ende 2014 eröffnete und jeweils am ersten Dienstag im Monat im Haus der Stadtkirchengemeinde veranstaltete Treffen erfreue sich  großer Beliebtheit.

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Stephan Hartmann (links) lobt das Café International

Quelle: bus

„Zumeist zählen wir zwischen 60 und 70 Besucher“, erklärte der Sprecher der Initiative, der zugleich bei der Arbeiterwohlfahrt (Awo) den Fachbereich Integration leitet, während einer Informationsveranstaltung in der städtischen Begegnungsstätte.

Keine konkreten Erkenntnisse

Hartmann bezifferte die Zahl der gegenwärtig im Gebäude der früheren Herder-Schule untergebrachten Asylsuchenden mit rund 90. Etwa 300 Personen würden derzeit dezentral betreut. Über die Zahlen auf dem regulären Wohnungsmarkt lagen dem Awo-Experten keine konkreten Erkenntnisse vor. Hartmann: „Die Verhältnisse ändern sich ohnehin ständig.“ Gleichwie habe sich die Lage – insgesamt betrachtet – erheblich entspannt.

Die Runde blickte indes mit einiger Sorge auf die momentane Situation im Bereich Schule und Sprache. „Hier ist viel in Bewegung“, erläuterte Hartmann und bedauerte zugleich, dass vieles nicht recht vorangehe. Während bei der Volkshochschule (VHS) mangels Lehrkräften die Wartelisten für Alphabetisierungskurse bis 2018 reichten, beschwerten sich manche Ehrenamtliche darüber, dass die VHS überhaupt solche Kurse anbietet – „eine irrwitzige Situation“.

Hausaufgaben mitgeben

Die Gesprächsteilnehmer favorisierten eine Zusammenarbeit zwischen Volkshochschule und Ehrenamtlichen. So könne etwa die VHS den Kursteilnehmern Hausaufgaben mitgeben, bei deren Erledigung die Ehrenamtlichen Hilfestellungen leisten könnten. Sorge bereitete der Runde überdies das derzeit unzureichende Angebot von Krippen- und Kindergartenplätzen.

Hartmann stellte während der Zusammenkunft Nermin Bozkurt und Diana Ludwig vor. Bozkurt, Telefon (05722) 9059221, betreut das in Bückeburg im Gebäude Fürst-Ernst-Straße 11 eingerichtete Awo-Beratungszentrum für Zuwanderer. Ludwig, Telefon (05721) 9388443, ist für die von der Awo eingerichtete „Beratungs- und Koordinierungsstelle Bürgerschaftliches Engagement in der Flüchtlingshilfe“ zuständig.

Mehr als 500 engagierte

Unterdessen bezifferte Awo-Geschäftsführerin Heidemarie Hanauske während einer Sitzung des Beirates der Bückeburger Opferhilfe die Zahl der bei der Awo hauptamtlich und als Ergänzungskräfte im Zusammenhang mit Flüchtlingen und Asylsuchenden beschäftigten Personen auf rund 30. Ihrem Kenntnisstand zufolge engagieren sich landkreisweit mehr als 500 Frauen und Männer ehrenamtlich zugunsten der (Stand April 2016) rund 3300 in Schaumburg lebenden Schutzsuchenden.

Hanauske machte zusätzlich zur Schul- und Sprachthematik traumatische Belastungsstörungen und Gewalt gegen Frauen als Problembereiche aus. Zudem gestalte sich mitunter die Situation im Dolmetscherbereich nicht vollends zufriedenstellend. Insbesondere wenn männliche Dolmetscher für Frauen übersetzten, könnten Unregelmäßigkeiten nicht ausgeschlossen werden. bus

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