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Verheißungsvoll begonnen, trübe zu Ende gegangen

Bückeburg / Weihnachtsmarktbilanz Verheißungsvoll begonnen, trübe zu Ende gegangen

So verheißungsvoll, wie er gestartet war, so trübe ist er zu Ende gegangen: Der von der Stadt Bückeburg organisierte Weihnachtsmarkt in der Langen Straße ist, bedingt vor allem durch desolate Wetterbedingungen, für die meisten Aussteller enttäuschend verlaufen.

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Vor allem am Abschlussabend bot der Weihnachtsmarkt bei Dauerregen ein trostloses Bild.

Quelle: jp

Bückeburg (jp). Nicht viel blieb von dem „unvergleichlich schönen Blick“, den Bürgermeister Reiner Brombach zu Beginn dem zehntägigen Budenzauber noch bescheinigt hatte, angesichts von abwechselnd Schnee, Glatteis, Sturmböen und Regenschauern. Doch nicht nur das Wetter machte den Anbietern von gebrannten Mandeln, Stofftieren, Süßigkeiten, Weihnachtsstollen oder Kerzen und Bastelarbeiten in den 20 Holzbuden vor der Stadtkirche zu schaffen: Auch an der Veranstaltungskonzeption selbst wurde zum Abschluss Kritik laut.

 „Ganz, ganz schlecht“ sei das Geschäft diesmal gelaufen, meinte beispielsweise Julius Harms aus Uchte, der an seinen beiden Ständen heiße Schmalzkuchen und diverse vorweihnachtliche Leckereien unter das Volk zu bringen versucht hatte. Dass Annett Wohlrabe aus Porta Westfalica in diesem Jahr wenigsten ein bisschen Umsatz mit ihren Bastelarbeiten und Stollenbäckereien machte, führt die Selliendorferin vor allem auf ihre Stammkunden zurück. „Auf die kann man sich auch bei schlechtem Wetter verlassen, sonst hätte es düster ausgesehen.“ Daher sei der Weihnachtsmarkt für sie „nicht ganz so katastrophal“ verlaufen wie befürchtet.

 „Ganz, ganz bitter“ lautete das Fazit am Stand von „Pauls Bastelstube“ aus Nienstädt. Dabei seien nicht nur die Wetterbedingungen schuld an der Misere, so die einhellige Meinung der Standmitarbeiter, sondern auch Konzept und Organisation der Veranstaltung an sich. Verheerend hätten sich beispielsweise die völlig uneinheitlichen Öffnungszeiten ausgewirkt: „Hier hat doch jeder seinen Stand auf- und zugemacht, wann er wollte.“ Zudem habe die schmale Budengasse im oberen Bereich der Langen Straße die Menschen nicht zum Verweilen eingeladen: „Eine ringförmige Anordnung um den Brunnen auf dem Marktplatz hätte Ambiente und Weihnachtsmarktflair gehabt. Dieses Durchhasten der Leute war aber für Kunsthandwerker wie uns der Abschuss.“

 Auch mehrere andere Aussteller des Weihnachtsmarkts schlossen sich der Kritik an der Organisation der Veranstaltung an. Grundtenor bei jedem der Befragten: Die Stadt Bückeburg müsse sich „richtig etwas einfallen“ lassen, um ihren Weihnachtsmarkt wieder mit Leben zu erfüllen.

 Tatsächlich hat es aber auch das Wetter selten so schlecht mit dem städtischen Weihnachtsmarkt gemeint wie in diesem Jahr: Gerade einmal zwei Tage herrschten nach der Eröffnung am Freitag des zweiten Adventswochenendes winterlich-trockene Traumbedingungen, dann brachen die Unbillen zunächst mit Neuschnee und dann mit Dauerregen über die Budengasse vor der Stadtkirche herein.

 Anfang bis Mitte der Woche folgten dann Schneemassen und Glatteis, was nicht nur die Besucher in großer Zahl fernhielt, sondern sogar dazu führte, dass das traditionelle Konzert der Publikumslieblinge „Big Mama & The Golden Six“ erst mit Verspätung und in reduzierter Musikerzahl begann, da einer der Sänger im Verkehrschaos auf der Autobahn stecken geblieben war. Zum Abschlusswochenende wechselte das Wetter dann wieder auf die Variante Herbststurm mit heftigen Böen und prasselnden Regenschauern. Damit scheint es dem städtischen Weihnachtsmarkt erneut nicht gelungen zu sein, aus dem Schatten seines „großen Bruders“, des eine Woche zuvor zu Ende gegangenen Weihnachtszaubers auf Schloss Bückeburg, zu treten.

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