Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Bückeburg Stadt Verlust fällt geringer aus
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt Verlust fällt geringer aus
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:51 06.06.2018
Im Geschäftsjahr 2017 hat der Hafenbetrieb der Stadt Bückeburg einen Verlust von 2000 Euro ausgewiesen. Quelle: Archiv
Bückeburg

In den kommenden Jahren rechnet der Eigenbetrieb der Stadt Bückeburg mit einem ausgeglichen Ergebnis und steigenden Einnahmen, wenn weitere Gewerbeflächen im Hafen Berenbusch vermarktet worden sind. Das geht aus dem Geschäftsbericht 2017 hervor, der jetzt im Betriebsausschuss des Hafenbetriebes vorgestellt und ohne Diskussion zur Beschlussfassung an den Rat weitergeleitet wurde.

Aufgabe des Hafenbetriebes ist die Verwaltung der Liegenschaften im Hafen Berenbusch und die Unterhaltung der Hafenanlage. Das operative Hafengeschäft selbst ist mit der Gründung der Hafen Bückeburg-Berenbusch GmbH auf diese GmbH übergegangen. Der Eigenbetrieb ist seit dem 1. Januar 2010 aus dem städtischen Haushalt herausgelöst worden, um klare Abgrenzungen zwischen dem Haushalt und dem Betrieb zu haben.

Fast 4,6 Millionen in der Bilanz

2017 weist der Betrieb eine Bilanzsumme von 4,573 Millionen Euro aus und kommt auf eine Eigenkapitalquote von gut zehn Prozent. Das Anlagevermögen beträgt 4,456 Millionen Euro. Die Umsatzerlöse belaufen sich wie im Vorjahr unverändert auf 346.000 Euro, den Großteil seiner Einnahmen erzielt der Betrieb durch Pachteinnahmen in Höhe von knapp 327.000 Euro.

2017 wurden nur kleinere Investitionen getätigt. Größere Ausgaben stehen in diesem Jahr an, wenn weiter in die Sanierung von Kanälen und Straßen im südlichen Teil des Hafengebiets investiert wird. Die Vermarktung von Grundstücksflächen in diesem Bereich könne anschließend erfolgen, heißt es im Prognosebericht für 2018 und 2019. Auch wird weiter angestrebt, die vorhandene Gleisanlage zu reaktivieren, um das Interesse potenzieller Pächter zu wecken und den großen Standortvorteil, – den Straßen-, Gleis- und Wasseranschluss – für potenzielle Nutzer zu aktiveren.

Kommunen haben zu wenig Stimmen im Verband

Geschäftsbericht und Prognose gehen nicht darauf ein, dass nach der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts von Mitte Mai der Bebauungsplan auch für das Hafengebiet Bückeburg-Berenbusch hinfällig ist und neu aufgestellt werden muss. Auch dieser B-Plan war vom Planungsverband aufgestellt worden, der von den Städten Minden und Bückeburg sowie den Landkreisen Minden-Lübbecke und Schaumburg gegründet worden ist, um grenzübergreifend die Planungen voranzutreiben. Die Leipziger Richter entschieden nun, dass die Träger der gemeindlichen Planungshoheit, die Städte Bückeburg und Minden, sich durch die Beteiligung der Kreise nicht mit möglicherweise abweichenden planerischen Vorstellungen gegen die Kreise hätten durchsetzen können. Das heißt: Minden und Bückeburg haben im Planungsverband nicht genügend Stimmen, um die Kreise zu überstimmen.

Im laufenden Jahr wird die Umsiedlung der Eidechsen aus dem südlichen Bereich des Hafengebietes auf eine Fläche in der Nähe weiter vorangetrieben, auf die bereits im ersten Abschnitt der Hafenertüchtigung Eidechsen umgesiedelt worden waren. Wenn die Umsiedlung beendet ist, können diese Flächen für Gewerbeansiedlungen genutzt werden. 2018 soll ein Gewinn von 2000 Euro erzielt werden. rc