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Verein will Alternativen prüfen

Verwaltung froh über Rückzug des Mehrgenerationehauses Verein will Alternativen prüfen

Mit Erleichterung hat Bürgermeister Reiner Brombach (SPD) die Entscheidung zur Kenntnis genommen, wonach auf den Bau eines Mehrgenerationenhauses in den Hofwiesen verzichtet werden soll. Wie berichtet, hat der initiierende Verein entsprechende Planungen wegen des deutlich gewordenen Widerstandes zurückgezogen.

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Von Stefan Rothe Bückeburg. „Ich habe dem Standort Hofwiesen von Anfang an mit Bedenken gegenüber gestanden“, sagte Brombach den Schaumburger Nachrichten. Das Areal sei „eines der schützenswertesten Gebiete“ in Bückeburg. „Es war nicht einzusehen, warum ausschließlich dieser Standort ins Auge gefasst wurde, ohne dass vorher Alternativen geprüft worden waren“, so Brombach.

 Grundsätzlich seien die Pläne für ein Mehrgenerationenhaus für Bückeburg aber sehr zu begrüßen, stellte Brombach klar. Insbesondere, dass ausdrücklich auch Menschen mit Handicap einbezogen werden sollen, sei erfreulich.

 Deswegen hat die Verwaltung nach den Worten des Bürgermeisters dem Verein mehrere alternative Grundstücke vorgeschlagen. „Diese sind allerdings nicht in Besitz der Stadt“, fügt Brombach hinzu. Er nennt zwei Beispiele: So sei ein Areal an der Petzer Straße zwischen der Grundschule und der früheren Heeresmusikschule, das der Kirche gehört, grundsätzlich geeignet. Denkbar sei auch ein Teilbereich der Jägerkaserne. „Gespräche mit der Bundeswehr darüber wären sicherlich lohnend“, glaubt Brombach.

 Manuela Tarbiat-Wündsch, Vorsitzende des Vereins Mehrgenerationenhaus, findet es hingegen schade, dass das Projekt nicht auf den Hofwiesen zustande kommt: „Vielleicht war der Zeitpunkt vor den Kommunalwahlen ungünstig, das ist halt Politik.“ Und weiter: „Wenn eine der Parteien auf unserer Seite geblieben wäre, hätten wir das durchgezogen.“ Nun gelte es, die dem Verein von der Stadtverwaltung vorgelegten Alternativ-Standorte zu prüfen. Dazu könne sie noch nichts Genaueres sagen. Wenn der Verein in Bückeburg nicht fündig werde, müsse die Suche „auf Minden, Rinteln und die Gemeinden rund um Bückeburg ausgedehnt werden“.

 FDP-Ratsherr Joachim Reinke zeigt sich „äußerst zufrieden“ mit der Entscheidung des Vereins. „Wir sind doch schon seit 20 Jahren bemüht, dass die Hofwiesen nicht angegangen werden.“ So sei vor Jahren erfolgreich gegen das Ansiedlungsbegehren eines Altenheimbetreibers gekämpft worden. Ohnehin steht Reinke den Plänen des Vereins ablehnend gegenüber: „Ich halte das Konzept für wenig schlüssig und bin sehr skeptisch, ob dieses Angebot angenommen würde.“

 WIR-Ratsherr Andreas Paul Schöniger findet die Entscheidung des Vereins „aufgrund des öffentlichen Drucks nachvollziehbar“. Er hofft, „dass das Produkt Mehrgenerationenhaus trotzdem im Schaumburger Land Fuß fassen kann“.

 Die Hofwiesen befinden sich im Eigentum der Fürstlichen Hofkammer. Deren Direktor Christian Weber macht deutlich: Falls es eine Lösung gibt, „die einen besseren Standort für das Projekt und die Schonung der Hofwiesen ermöglicht, fände ich das in Ordnung“. Es sei, so betont Weber, „eine menschliche Geste“ von Alexander zu Schaumburg-Lippe gewesen, dem Verein das Areal kostenlos zur Verfügung zu stellen. Dieser habe aber ausdrücklich nicht in das Projekt investieren wollen, betont der Hofkammer-Chef. ssr

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