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Verwaltung will freies WLAN

Kein Empfang Verwaltung will freies WLAN

Marktplatz und Fußgängerzone werden gerne als „gute Stube“ der Stadt bezeichnet, die Gästen und Bückeburgern hohe Einkaufs-, Lebens- und Erlebnisqualität bieten soll. Doch gerade junge Leute schauen dort häufig ungläubig auf Smartphone oder Tablet: kein Empfang – zumindest, was frei zugängliches und kostenloses WLAN angeht.

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Vom Rathaus aus könnte auch der Marktplatz mit abgedeckt werden: Kommt der freie Internet-Zugang nun doch?

Quelle: kk

Bückeburg. Das sind sie inzwischen anders gewohnt, zum Beispiel aus der Nachbarstadt Minden. Freier Internetzugang per „Nahfunk“ in der Innenstadt ist zwar seit einigen Jahren in der Diskussion, doch zumindest Kaufleute und Gastronomen tun sich (noch) schwer. „Man sollte sich dem aber nicht verschließen“, sagt Bettina Remmert. Die Wirtschaftfördererin der Stadt spricht in diesem Fall für das Bückeburger Stadtmarketing, dessen Vorstandsteam sie angehört. Alle Initiativen des Vorstands seien bisher allerdings ins Leere gelaufen: Die meisten Gewerbetreibenden seien nicht interessiert, seien skeptisch oder fühlten sich nicht zuständig.

Investition in freies WLAN

Nun könnte aber von anderer Seite eine Initialzündung erfolgen, die weitere zum Mitmachen animiert: Die Verwaltung will noch in diesem Jahr in freies WLAN in einer Reihe von öffentlichen Gebäuden investieren – und zumindest auch den Marktplatz mit abdecken. Die Initiative steht aber unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Rates zum jetzigen Haushaltsentwurf.

Wie Bernd Meier, Fachbereichsleiter Zentrale Dienste der Stadtverwaltung, erläuterte, sollen die Begegnungsstätte an der Herderstraße, die Jugendfreizeitstätte an der Jetenburger Straße, die Stadtbücherei an der Schulstraße und das Rathaus mit WLAN für freien Internetzugang ausgerüstet werden. Vom Rathaus aus könnte auch der Marktplatz mit bedient werden – quasi als Service für die Bückeburger und ihre Gäste.

Fit machen für „papierlose Ratsarbeit“

Die Initiative der Stadt ist natürlich nicht ganz uneigennützig. In der „Stätte“ fragen die vorwiegend jugendlichen Nutzer immer häufiger nach, die Stadtbücherei arbeitet bereits sehr erfolgreich mit der sogenannten „Onleihe“ von E-Books, und das Rathaus soll für die „papierlose Ratsarbeit“ fit gemacht werden. Rats- und Ausschussmitglieder würden dabei Drucksachen und Vorlagen nur noch auf ihren Tablets einsehen, deren Anschaffung von der Stadt bezuschusst werden soll. Das Ratsinformationssystem würde Kosten und Ressourcen sparen, in vielen Fällen auch die Kommunikation vereinfachen. Dafür muss zunächst erst einmal innen die Abdeckung des Rathauses und der Sitzungsräume mit WLAN sichergestellt werden. Mit einem entsprechend ausgerichteten und dimensionierten Sender könnte aber auch außen der Marktplatz abgedeckt werden. Selbstverständlich würden öffentlich zugängliches Netz und Ratsinformationssystem strikt voneinander getrennt, um Missbrauch oder unbefugtes Eindringen zu verhindern.

Kaufleute zum Mitmachen animieren

Von diesem ersten Schritt erhoffen sich Remmert und Meier, dass er auch andere Interessierte wie Kaufleute und Gastronomen zum Mitmachen motiviert. Wer erst einmal auf dem Marktplatz die Vorzüge eines freien und kostenlosen Netzzugangs zu schätzen gelernt habe, werde diesen sicher auch in anderen Bereichen der Innenstadt nachfragen. Meier: „Das muss man leben, das muss man ausprobieren.“ Auf die Vorlage der Stadt könne aufgesattelt werden. Im Endausbau schwebt ihm ein „WLAN-Netz aus einem Guss“ vor, für das man sich nicht an jeder Ecke wieder neu anmelden müsse. Das wäre ein Gewinn für Bückeburg und ein „echter Mehrwert für alle“. kk

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