Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Bückeburg Stadt VfL: Für die Zukunft gut aufgestellt
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt VfL: Für die Zukunft gut aufgestellt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:55 12.09.2018
Uwe Völkening (Vizepräsident Marketing, von links), Nicole Lemm (Vizepräsidentin Verwaltung), Präsident Martin Brandt, Heiner Rösener und Reinhardt Waldeck (Vizepräsident Sport) bilden das Präsidium des VfL Bückeburg. Quelle: bus
Bückeburg

„Wir haben uns frühzeitig und vorausschauend auf die Veränderungen unseres Umfeldes eingestellt. Und deswegen muss uns auch vor der Zukunft nicht bange sein“, sagte VfL-Präsident Martin Brandt während der im Sportheim am Jahnstadion tagenden Hauptversammlung. „Ich bin sehr stolz, Präsident dieses großartigen Vereins zu sein.“

Brandt stellte als einen zentralen Punkt originärer Vereinsarbeit die Förderung gemeinschaftlicher Aktivitäten heraus. „Außer der Organisation eines breiten Sportangebotes ist die Arbeit eines Vereins eben auch von hohem gesellschaftlichem Wert und Nutzen“, verdeutlichte Brandt, der als positives Beispiel die vom VfL etablierte „Freizeitliga“ anführte.

Integration durch Sport

Beim gemeinsamen Fußballspiel spielten ethnische, kulturelle oder sprachliche Barrieren keine wichtigen Rollen – und es zeige sich die integrative Kraft des Sportes. „Was hier auf ehrenamtlicher Basis geleistet wird, können teure Sozialprojekte der öffentlichen Hände oftmals nur sehr bedingt leisten“, erläuterte der VfL-Präsident.

Mit Blick auf die soziale Komponente hob der Berichterstatter deren Bedeutung für Kinder und Jugendliche hervor. „Wir geben Kindern nicht nur Spaß und Freude an der Ausübung ihres Sports, sondern verschaffen ihnen auch wertvolle Gemeinschaftserlebnisse und vermitteln ihnen ein positives Sozialverhalten“, so Brandt, der die Veranstaltungen Bergbad-Pokalschwimmfest, Schlossparklauf und Werner-Heinke-Cup in Erinnerung rief.

Vereine müssen zusammenrücken

Auf das „große Ganze“ blickend sagte der Präsident: „Wir sind der festen Überzeugung, dass nur ein großer, intakter, leistungsfähiger und effizient organisierter Mehrspartenverein die Chance hat, die anstehenden strukturellen Veränderungen zu überstehen und zukunftsfähig zu bleiben.“ Die meisten Vereine hätten realisiert, dass sie die Aufgabenvielfalt vermutlich nicht allein werden bewältigen können, meinte Brandt. Daher sei die logische Konsequenz, dass sie näher aneinander heranrücken müssten.

Dabei gehe es um die Herstellung vereinsübergreifender Kooperationen, die gemeinsame und effizientere Sportstättennutzung, die Verzahnung des sportlichen Angebots und um ein selbstbewusstes Auftreten gegenüber Politik und Verwaltung.

Solide Finanzen

Wie Heiner Rösener darlegte, gehörten dem 1912 gegründeten VfL zum Stichtag 31. Dezember 2017 insgesamt 1908 Mitglieder an. Die größten Sparten waren Fußball (539 Mitglieder), Fitness-Turnen-Gesundheit (499) und Schwimmen (454). Als besonders erfreulich bezeichnete der Vizepräsident Finanzen die Tatsache, dass 904 Mitglieder nicht älter als 18 Jahre waren. Auf der anderen Seite der Altersspirale standen 112 Frauen und Männer, die ihren 70. Geburtstag bereits hinter sich hatten.

Auf die Finanzen des Gesamtvereins Bezug nehmend sprach Rösener von einem „sehr soliden Geschäftsjahr“. Einnahmen von 331.879 Euro (Vorjahr: 311.618 Euro) standen Ausgaben von 319.195 Euro (Vorjahr: 330.152 Euro) gegenüber. Was einen Überschuss von 12.684 Euro ausmachte. Zudem verfügte der VfL über Rücklagen von über 120.000 Euro. „Ein toller Bericht“, lobte Präsident Brandt. Von Herbert Busch