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„Viel Engagement und Herzblut“

Abschied vom Feuerwehrchef bei den Heeresfliegern „Viel Engagement und Herzblut“

Mit vielen lobenden Worten ist der langjährige Leiter der Feuerwache auf dem Achumer Flugplatz der Heeresfliegerwaffenschule, Brandoberamtsrat Harald Bagats, nach Erreichen der Altersgrenze in den Ruhestand verabschiedet worden.

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Zum Abschied überreichen Oberst Hans-Peter Grathwol (rechts) und Oberstleutnant Frank Hübenthal, Leiter des Flugbetriebs der Heeresfliegerwaffenschule (links), eine gerahmte Fotografie an Harald Bagats. Auf dieser ist die von ihm geleitete Feuerwehrwache mit einigen davor stehenden Hubschraubern zu sehen.

Quelle: wk

Bückeburg-Achum. „Über viele Jahre führten Sie die größte Feuerwehrwache der Heeresfliegertruppe mit viel Engagement und Herzblut“, würdigte Oberst Hans-Peter Grathwol als stellvertretender Kommandeur der Heeresfliegerwaffenschule die Verdienste des 60-jährigen Müsingers. Zudem berichtete er, dass die höchsten technischen Standards entsprechende und aktuell rund 90 Mitarbeiter zählende Feuerwehrwache während Bagats’ Dienstzeit geplant und realisiert worden ist, woran dieser seinerzeit einen ganz wesentlichen Anteil gehabt habe.

 „Als Chef der Flughafenfeuerwehr meisterten Sie alle Herausforderungen in enger und vertrauensvoller Zusammenarbeit mit dem militärischen Bereich der Heeresfliegerwaffenschule“, führte der Offizier weiter aus. So habe Bagats die Unterstützung des Flugbetriebs sowohl in Achum als auch auf den Außenlandeplätzen sichergestellt. Darüber hinaus habe dieser die Heeresfliegerwaffenschule in zahllosen Einsätzen „immer in herausragender Art und Weise“ vertreten.

 Den nun ausscheidenden Brandoberamtsrat beschrieb Grathwol dabei als einen ruhigen Zeitgenossen, bei dem lediglich anlässlich der turnusmäßigen Überprüfungen der Feuerwehrwache „so etwas wie Stress“ aufgekommen sei. Oder anders formuliert: „Ihr Anspruch, einen perfekt aufgestellten Bereich zu präsentieren, ließ Sie etwas unruhig werden.“ Und diese Unruhe habe sich dann auch auf dessen Mitarbeiter übertragen, die immer froh gewesen seien, wenn diese Überprüfungen endlich überstanden waren.

 „Aber es bleibt festzuhalten, dass die Ergebnisse aller Überprüfungen außergewöhnlich gut waren“, betonte Grathwol, der dafür sowohl Bagats als auch dessen Mitarbeitern seine große Anerkennung aussprach.

 Daneben verriet der Vize-Kommandeur, Bagats sei zwar mit Leib und Seele Feuerwehrmann, er wäre aber vor Beginn seiner 41-jährigen Berufskarriere bei der Bundeswehr-Feuerwehr Bückeburg (davon die letzten 21 Jahre als Leiter dieser Feuerwehrwache) ursprünglich gerne Berufssoldat geworden. Zunächst sei der Müsinger nämlich viele Jahre lang in unterschiedlichen Funktionen in der ehemaligen Heeresflugplatzkommandantur in der Achumer Schäferkaserne tätig gewesen und habe es während seiner militärischen Laufbahn bis zum Hauptfeldwebel gebracht, bevor er bei der Flugplatzfeuerwehr anfing. Bis heute merke man Bagats jedenfalls an, dass in dessen Brust diesbezüglich „zwei Herzen schlagen“. Was man übrigens unisono wie folgt auch von dessen Mitarbeitern hören könne: „Tief in seinem Inneren ist unser Herr Bagats immer ein Soldat geblieben.“

 Anerkennende Worte gab es auch von Andreas Hildebrandt, Vorsitzender des Personalrats der Bundeswehr-Feuerwehr Bückeburg, zu hören: „Du hast die Wache in der Dir eigenen Art und Weise geführt, ohne dabei in das Extrem des völlig überdrehten ‚Feuerwehrneuerfinders‘ oder die Rolle des ,nicht bemerkbaren Wachleiters‘ abzudriften“, sagte er. Gleichwohl sei es „manchmal nicht leicht“ gewesen, den hohen Anforderungen, die Bagats an die Mitarbeiter gestellt habe, gerecht zu werden.

 Von einem „vorzüglichen Miteinander“ und einer „hervorragenden Zusammenarbeit“ sprach der Direktor des Zentrums Brandschutz der Bundeswehr, Oberst Michael Schuch, der den formalen Akt der Verabschiedung übernahm – nicht ohne darauf hinzuweisen, dass er Bagats nur ungerne als Leiter der Feuerwehrwache verliere, da dieser immer ein „sehr wertvoller“ Mitarbeiter gewesen sei.

 Weitere Grußredner der Veranstaltung waren Reiner Wilharm, Erster Stadtrat der Stadt Bückeburg, der für den verhinderten Bürgermeister Reiner Brombach gekommen war, sowie Stadtbrandmeister Marco Brockmann und Kreisbrandmeister Klaus-Peter Grothe.

 „Es war eine super Zeit mit Euch“, resümierte Bagats, dem – sichtlich bewegt – die Stimme zeitweise ins Stocken geriet, insbesondere mit Blick auf seine Mitarbeiter. Dabei hob er hervor, er sei froh darüber, dass sich in all den Jahren, in denen er die Leitung der Feuerwehrwache innehatte, kein schwerer Unfall ereignet habe, was aber nicht nur an den Brandschützern, sondern auch an den gut ausgebildeten Piloten der Heeresfliegerwaffenschule liege.

wk

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