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Viel Lob für Hans-Jochen Jascke

Zurückgetretener Bischof Viel Lob für Hans-Jochen Jascke

Mit Hans-Jochen Jascke ist im vergangenen Jahr einer der profiliertesten und bekanntesten deutschen Geistlichen in den Ruhestand getreten. Der Weihbischof aus dem Erzbistum Hamburg, der vor 50 Jahren in Osnabrück seine Priesterweihe erhielt, erreichte im September 2016 das 75. Lebensjahr.

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Jubiläum: Weihbischof Hans-Jochen Jaschke während der Heiligen Messe.

Quelle: jp

Bückeburg. In diesem Alter ist es in der römisch-katholischen Kirche üblich, als Bischof beim Vatikan sein Rücktrittsgesuch einzureichen. Am vergangenen Sonntag feierte der emeritierte Weihbischof in der katholischen Kirchengemeinde St. Marien Bückeburg seine „Goldene Primiz“, also das 50. Jubiläum seiner ersten als Hauptzelebrant durchgeführten Heiligen Messe nach der Priesterweihe.

Diese erste eigene Messe hat Jaschke nämlich seinerzeit ebenfalls in Bückeburg gehalten, wo der 1941 im oberschlesischen Beuthen geborene Theologe nach dem Zweiten Weltkrieg aufwuchs und auch sein Abitur ablegte. Bis 1970 wirkte er als Vikar in Bremen und absolvierte anschließend sein Promotionsstudium in Regensburg, übrigens bei Joseph Ratzinger. 1994 wurde Jaschke von Papst Johannes Paul II. zum Weihbischof des Erzbistums Hamburg bestellt. Bis heute pflegt der 75-Jährige intensive berufliche wie persönliche und familiäre Kontakte in die ehemalige Residenzstadt. So wohnt nach wie vor einer seiner Brüder mitsamt seiner Familie in Bückeburg.

Freundschaft und Zusammenarbeit

Eine „ganz wunderbare Freundschaft und ökumenisch geradezu exemplarische Zusammenarbeit“ verbinde ihn mit Hans-Jochen Jaschke, erklärte Karl-Hinrich Manzke, Landesbischof der evangelisch-lutherischen Landeskirche Schaumburg-Lippe, am Ende der Heiligen Messe zur Feier der „Goldenen Primiz“. Manzke machte keinen Hehl daraus, diese „brüderliche Erfahrung“ jetzt schon zu vermissen: „Vielleicht sollte die katholische Kirche einmal über die Pensionierungszeiten ihrer Bischöfe nachdenken“, regte er an. In der heutigen Zeit großer Verunsicherung in der Bevölkerung komme der Zusammenarbeit der großen christlichen Konfessionen besondere Bedeutung zu: „Wir sind in der Glaubwürdigkeit auch unseres Zeugnisses darauf angewiesen, entschieden ökumenisch zu handeln, zu leben und zu wissen, dass wir die Erfahrung der jeweils anderen Konfession brauchen, damit das Zeugnis von Christus sichtbar und klar und gemeinschaftlich in die Welt gebracht wird.“

Zelebriert wurde die Heilige Messe von Jaschke selbst sowie dem früheren Pfarrer der Gemeinde, Probst i.R. Benno Wessels, der für vier Wochen Pater Thomas Thannippara vertreten hatte. Beide erhielten von der Vorsitzenden des Pfarrgemeinderats, Patricia Böer, Dankesgeschenke überreicht. Weitere Grußworte für den Hamburger Weihbischof gab es im Anschluss bei einem Empfang im Gemeindehaus. jp

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