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Bückeburg Stadt „Viel arbeiten“ ist eines von drei Lebenselexieren
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt „Viel arbeiten“ ist eines von drei Lebenselexieren
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00:16 16.10.2013
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Bückeburg

Das Licht der Welt erblickte die Jubilarin auf dem landwirtschaftlichen Betrieb ihrer Eltern in Neu-Paulsdorf im Bezirk Gnesen/Provinz Posen (heute Polen), wo sie als eines von zehn Geschwistern aufwuchs. Nach der zum Ende des Zweiten Weltkrieges im Jahr 1945 unternommenen Flucht lebte sie zunächst im Stadthäger Ortsteil Reinsen-Heidbrink, bevor sie ihren Lebensmittelpunkt später dann in die Kernstadt Stadthagens verlagerte.

 Obwohl sie gelernte Verkäuferin im Bäckerhandwerk ist, arbeitete Anna Sophie Hoedt nach dem Krieg rund 40 Jahre lang als Büglerin in der damaligen Stadthäger Kleiderfabrik von „Sichel-Schmidt“, die später unter dem Namen „Kleiderfabrik Ahlers“ firmierte.

 Ihr Ehemann, den sie 1948 in Reinsen heiratete, verstarb bereits 1979. Im Februar 2010 zog sie schließlich in das Bückeburger Altenheim um, in dem sie sich sehr wohl fühlt: „Mir gefällt es hier und mit den Menschen komme ich sehr gut aus“, berichtet die 100-Jährige.

 Was das Geheimnis für das Erreichen eines so hohen Lebensalters ist? „Viel arbeiten, bescheiden sein und immer das machen, was der Arzt sagt“, verrät die Jubilarin, die geistig noch wohlauf ist und sich insbesondere für Politik interessiert. Aufgrund nachgelassener Sehkraft kommt das Fernsehen als Informationsmedium zwar nicht mehr infrage, wohl aber ihr sehr intensiv genutztes Radio.

 Selbstredend, dass die Seniorin auch bei der diesjährigen Bundestags- und der kommunalen Bürgermeisterwahl per Briefwahl ihr Stimme abgegeben hat.

 Votiert hatte sie bei der Bundestagswahl mit ihrer Zweitstimme übrigens für „die Merkel“. Der grund dafür laut Hoedt: „Die ist wie die Eiserne Lady von England (Margaret Thatcher)“. wk

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