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Vier Millionen Euro für die Stadt

Hofreitschuldirektorin Krischke beeindruckt Mitglieder des Kulturausschusses Vier Millionen Euro für die Stadt

Christin Krischke hat im Ratsausschuss für Kultur und Tourismus mächtig die Werbetrommel für die Fürstliche Hofreitschule gerührt.

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Mitglieder der Fürstlichen Hofreitschule präsentieren sich auf der Schlossbrücke.

Quelle: bus

BÜCKEBURG. Die Direktorin der 2004 reanimierten Schule, deren Anfänge bis zu Ernst zu Schaumburg-Lippe zurückgeführt werden, beeindruckte die Ausschussmitglieder mit Zahlen und Fakten über das in den zurückliegenden zwölf Jahren Erreichte und zeigte interessante Zukunftsperspektiven auf. „Man könnte gemeinsam durchstarten, wir haben noch viel vor“, gab Krischke zu verstehen.

Die Berichterstatterin imponierte zunächst mit den Besucherzahlen. Diese nahmen von anfangs knapp 9000 einen stetigen Aufschwung, überstiegen 2010 erstmals die 50000er-Grenze und erreichten im vergangenen Jahr den Rekordwert von rund 62000. Im bundesweiten Museumsvergleich verfügten etwa 92 Prozent der insgesamt 6256 Häuser über weniger Gäste. „Das sind Besucher, die alle Hunger und Durst haben und Geld in die Stadt bringen“, erklärte Krischke. Jeder Gast lasse durchschnittlich 65 Euro in der Ex-Residenz, was sich pro Jahr auf rund vier Millionen Euro summiere.

Danach stellte die Direktorin bemerkenswerte Details aus Internet und sozialen Medien vor. Die Homepage der Schule wird ihren Angaben zufolge monatlich mehr als 100000-mal aufgerufen, die entsprechende Facebook-Seite verbucht gegenwärtig knapp 8400 Freunde. Die Kombination von Schloss und Hofreitschule komme einem Alleinstellungsmerkmal gleich. In Deutschland existierten 4624 Schlösser mit Führungen, aber nur ein Schloss mit Hofreitschule. Das Marstallmuseum und der Stall der fürstlichen Hengste öffneten ihre Tore an 362 Tagen im Jahr, jährlich stünden 270 Vorführungen auf dem Programm.

Löhne nehmen größte Summe ein

Etwas weniger beeindruckend kamen die Daten zur finanziellen Ausstattung daher. 2014 wurden bei einem Umsatz von rund 450000 Euro etwa 19000 Euro Gewinn verbucht, 2015 mussten bei circa 340000 Euro Umsatz rund 20000 Euro Verlust konstatiert werden. Bei den Ausgaben nehmen die Löhne der aktuell 14 Mitarbeiter mit rund 40 Prozent die größte Summe in Anspruch. „Das Geldverdienen steht bei uns nicht unbedingt im Vordergrund“, führte die Direktorin aus.

Für die Zukunft gilt es der Auffassung Krischkes gemäß, Seite an Seite zu stehen, die Werbung zu koordinieren und die Außenwirkung zu verbessern. „Das Rad dreht sich nur, wenn alle Elemente stimmen“, betonte die Direktorin, für die Besucherzahlen von 200000 keine Utopie darstellen. Auf dem Weg dorthin sei es fraglos von Vorteil, sich stärker als bisher um internationale Touristen zu kümmern. Ausschussvorsitzender Albert Brüggemann unterbreitete den Vorschlag einer Präsentation der Hofreitschule im Rahmen der bevorstehenden Kulturnacht. bus

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