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Voller Einsatz für Toleranz

„Friedliches Miteinander“ als Ziel Voller Einsatz für Toleranz

Der Begriff des „Islamismus“ hat für Necla Kelek, die Schulpatin des Gymnasiums Adolfinum, durch den „Islamischen Staat“ und die brutalen Verbrechen der jüngsten Zeit, etwa im Januar 2015 in Paris, endgültig jede religiöse Grundlage verloren.

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„Liebe siegt immer“: Schüler des Adolfinum setzen ein Zeichen.

Quelle: pr.

Bückeburg (r). Mit einem Vortrag über die terroristische Herausforderung der liberalen Demokratie und die gefährlichen Verlockungen Jugendlicher durch fatale Verheißungen eröffnete die eine Zeit lang in Bückeburg beheimatete Sozialwissenschaftlerin türkischer Abstammung einen Projekttag am Adolfinum, der dem Thema „Friedliches Miteinander“ gewidmet war.

 In mehr als 30 Workshops ging es um Themen wie die „Rechte der Flüchtlinge“, ihre Lebenssituation in Bückeburg und die Einstellung von befragten Bürgern. Man diskutierte Grenzfragen der Weltreligionen, sprach über den Umgang mit rechtsextremer Musik, erforschte den „Rassismus in der Literatur“, lotete die Grenzen von Toleranz und Kritik aus und rang um echte „Ich-Stärke“, die mit Schwachen und Schwächen gut leben kann. Stichworte wie „Widerstandskämpfer in der NS-Zeit“ oder „Adolfiner als Opfer im Ersten Weltkrieg“ stehen für historische Schwerpunkte, die Namen Maiwald und Reuß stehen jeweils für hohe Kompetenz. Überall sah man Gruppen im Gespräch oder beim Schauspiel, es wurde im Netz recherchiert und sogar manch eigener lyrischer Text handschriftlich ausformuliert. Externe Experten wie Adolf Deterding von der Polizei und den Landtagsabgeordneten Karsten Becker (SPD) hatten SV-Lehrer Björn Riemer und dessen Schülerteam für diesen Tag gewinnen können.

 Besondere Beachtung fanden am Ende zwei Projekte, die allen Versammelten kurz vor dem gelungenen musikalischen Ausklang mit „Leon & Lewin“ und „Janne & Erda“ im Forum präsentiert wurden. Unter Leitung von Petra Thürnau hatten Adolfiner mit Menschen mit Behinderung Kunstwerke gestaltet. Durch den gemeinsamen Auftritt wurde ein anrührendes Zeichen gegen Ausgrenzung gesetzt. Um einen „Leitfaden für Flüchtlingsfamilien“ ging es in einer von den Schülerinnen Lene und Eva Hubrich geleiteten Gruppe.

 Erste Ergebnisse konnten skizziert werden. Kelek und Stefan Hartmann von der Awo, die noch am Abend zuvor im Forum vor nicht ganz so gut gefüllten Reihen über Flüchtlingsintegration in Bückeburg diskutiert hatten, sahen, auf welche Weise das brennende Thema in der „Schule ohne Rassismus“ aufgegriffen wird. r

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