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„Vom Design her war das eine ganz tolle Kiste“

Bückeburg / Große Pläne mit „HKB Clubbussen“ enden als Flop „Vom Design her war das eine ganz tolle Kiste“

Zwei perfekt renovierte Oldtimer-Busse haben für einen besonderen Blickfang vor der Kulisse des Bückeburger Schlosses gesorgt. Mehr noch als die zufällig vorbeikommenden Flaneure interessierten sich einige ehemalige Mitarbeiter des bis 1958 auf dem Areal des heutigen Falkingsviertels ansässigen Unternehmens „Harmening Karosseriebau Bückeburg (HKB)“ für die beiden Fahrzeuge.

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Stolz präsentiert Åke Skoog den an der schwedischen Nifsarpsskolan von Schülern in jahrelanger Arbeit komplett renovierten „HKB Clubbus“.

Quelle: Michael Werk

Bückeburg (wk). Denn in diesem Betrieb waren die zwei Oldtimer entwickelt und schließlich im Jahr 1957 gebaut worden.

 „Für die damalige Zeit waren die Busse eine kleine Revolution“, erinnerte sich der Diplomingenieur (FH) Ernst Völkening. Als Stahlbauschlosser-Lehrling hatte er 1955 bei dieser Firma angefangen und seine Ausbildung drei Jahre später abgeschlossen – rechtzeitig, bevor „Harmening Karosseriebau Bückeburg“ von der „Fahrzeugfabrik Kannenberg (FaKa)“ übernommen wurde, die wiederum später vom Nutzfahrzeughersteller „Kögel“ gekauft wurde. Gebaut worden seien seinerzeit gerade einmal 25 Stück dieser „HKB Clubbusse“, deren Entwicklung sehr viel Geld verschlungen habe und von denen Faka dann noch einmal 30 Exemplare nachgeschoben habe.

 „Vom Design her war das eine ganz tolle Kiste“, erzählt der Obernkirchener weiter. Als das erste Modell 1955 auf der Automobilausstellung in Frankfurt präsentiert worden war, sei das „eine Riesensensation“ gewesen. Doch leider sei der Verkaufserfolg dieser ursprünglich für den Betrieb auf schmalen schweizer Bergstraßen konstruierten – und deshalb nur 2,10 Meter breiten – Busse ausgeblieben, während HKB mit dem Bau von Standardlinienbussen damals recht gut im Geschäft gewesen sei.

 Die jetzige Begegnung mit den beiden „HKB Clubbussen“, bei deren Bau er damals selbst mit Hand angelegt hatte, war für den heute 71-Jährigen offenbar ein beglückendes Erlebnis: „Ich finde das phantastisch“, bestätigte er, „und es macht nach wie vor Freude, dieses Design anzuschauen.“

 Danken konnte er dafür in erster Linie einer kleinen, aus Lehrern und Schülern bestehenden Delegation der Nifsarpsskolan aus Eksjö in Schweden, die mit dem weiß-roten Bus auf ihrer Fahrt zur Messe „Retro Classics“ nach Stuttgart unterwegs waren und Station in Bückeburg gemacht hatten. Åke Skoog, der als Fahrlehrer an der schwedischen „Kfz-Schule“ beschäftigt ist, berichtete dazu, dass dieses Fahrzeug 1996 in einem völlig maroden Zustand als Arbeitsprojekt für die handwerkliche Ausbildung der Schüler angeschafft worden war. Bis der „HKB Clubbus“ aber wieder in neuem Glanz erstrahlte, hatte es insgesamt 15 Jahre gedauert.

 Die beiden Brüder Franz und Joachim Boehm waren dagegen mit ihrem selbst renovierten, weiß-blauen Pendant aus Ennigerloh dazugestoßen, nachdem sie von der Nifsarpsskolan – mit der sie aufgrund des gemeinsamen Oldtimer-Interesses in Kontakt stehen – erfahren hatten, dass die Schweden in Bückeburg haltmachen werden.

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