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Vom Weihnachtstrubel weit entfernt

Bückeburg / Ökumenischer Krippenweg Vom Weihnachtstrubel weit entfernt

Kalt ist es in Bückeburg, richtig kalt. Der beißende Wind kriecht durch das Mantelfutter, setzt dort seinen Weg fort und lässt nach und nach sämtliche Glieder erstarren.

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Die Figuren werden von Kirche zu Kirche getragen. Zum Schluss ist das ganze Ensemble rund um die heilige Familie beisammen.

Quelle: mig

Bückeburg (mig). Jetzt bloß schnell in die warme Schlosskirche, in der auch die ersten Krippenfiguren abgeholt werden sollen. „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“, singen die Teilnehmer, als plötzlich ein Vogel in den Kirchenraum fliegt. Mal flattert er auf den Altar, dann wieder setzt er sich auf die Hand einer Holzstatue. „Das ist ein schönes Symbol für den Heiligen Geist“, sind sich die Spaziergänger ein. „Hoffentlich kommt er auch wieder raus.“

 „Wir wollen ein Zeichen setzen, dass Weihnachten die christlichen Kirchen untereinander verbindet.“ Mit diesen Worten hat Pastor Thomas Krage in der Schlosskirche den ökumenischen Krippenweg der evangelisch-reformierten, der evangelisch-lutherischen und der katholischen Kirchengemeinde Bückeburg eröffnet. Rund 40 Teilnehmer nahmen an der Veranstaltung teil und nutzten so die Gelegenheit, den Weg der Heiligen Familie symbolisch nachzuempfinden.

 Weiter geht es in die Stadtkirche, wo Pastor Ingo Röder eine kurze Lesung hält und in die katholische St. Marien Gemeinde zu Johannes Kersting. „Stern über Bethlehem“ singen die Teilnehmer und stellen dann die verschiedenen Krippenfiguren zu einem vollständigen Ensemble zusammen. Der Vorweihnachtstrubel ist jetzt ganz weit weg.

 Auf das Wesentliche der Weihnachtszeit möchte sich auch Ludwig Meyer an diesem Abend besinnen. „Ich will mich ganz auf das Wunder der Geburt konzentrieren und mich von dem Konsum rund um Weihnachten so gut es geht abschotten“, sagt er. Und betont: „Ich finde es wichtig, zu zeigen, worauf es bei Weihnachten eigentlich ankommt.“ An einen Pilgergang fühlt sich die Ideengeberin der Krippenschau, Edith Schönbeck erinnert. „Es ist doch schön, bei so guter Luft durch das erleuchtete Bückeburg zu gehen. Außerdem ist es gesund.“ Und der Vogel? Um den muss sich keiner Sorgen machen. „Pastor Krage hat versprochen, die Tür offen zu lassen“, meint Pastor Röder mit einem Lächeln.

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