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Von Barcelona über Bückeburg nach Mexiko City

Abschied am Adolfinum Von Barcelona über Bückeburg nach Mexiko City

„Im Kessel brodelte es damals.“ Mit diesen Worten hat Schulleiter Michael Pavel vorsichtig und doch deutlich genug an das Jahr 2009 erinnert, als seine heutige Stellvertreterin, Sandra Behsler, von der deutschen Schule in Barcelona nach Bückeburg ans Gymnasium Adolfinum kam.

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Am Gymnasium Adolfinum sofort voll gefordert: Studiendirektorin Sandra Behsler.

Quelle: pr.

Bückeburg. Selbst seit 2011 als Leiter bestallt, fügte Pavel lobend hinzu: „Und sie hat den Kessel vom Feuer genommen.“ Behsler sah sich seinerzeit aufgrund personeller Veränderungen plötzlich vor die Aufgabe gestellt, diese Schule in ihrer schwierigsten Zeit kommissarisch zu leiten. Nicht allein für die damals geleistete Arbeit bekam sie viel Anerkennung und reichlich Applaus.

 Nun kehrt die Studiendirektorin mit den Fächern Mathematik und Chemie in den deutschen Auslandsschuldienst zurück. In Mexiko wird es ihre Aufgabe sein, die Lehrerfortbildung an den deutschen Schulen zu organisieren und die Schulentwicklung konstruktiv zu begleiten. Ihre Sprachkenntnisse kommen ihr dabei zugute. Was ihr anlässlich ihrer Verabschiedung ins Stammbuch geschrieben wurde von Schülern, Eltern und Kollegen, dürfte auch im neuen Einsatzgebiet wichtig sein: Planungskompetenz, Zuverlässigkeit, Kooperationsbereitschaft und hohe Verbindlichkeit. Mehmet Ucar fragte als Sprecher der Schülervertretung (SV) mit einem kleinen Augenzwinkern: „Und wer soll jetzt für uns den Terminkalender führen?“

 Im Rückblick auf ihre an Herausforderungen nicht gerade arme Zeit am Adolfinum (Stichwort: „400-jähriges Schuljubiläum“) hob Behsler außer der guten Kooperation in Leitung und Verwaltung und dem positiven Verhältnis zur Schüler- und Elternvertretung einen Aspekt hervor, der im Alltagsgeschäft den am Schulleben Beteiligten womöglich gar nicht so auffällt: Die Zusammensetzung des Kollegiums hat sich seit 2009 noch mehr verändert, als es üblich ist durch Pensionierung, Teilzeitphasen und Elternpausen. Auch prägen junge Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst das Schulleben auf ihre Weise.

 Im Bild einer blühenden Blume veranschaulichte die methodisch versierte Pädagogin (Leitwort: „Zeitmanagement!“), wie vielgestaltig, ergiebig und erfreulich ihre Jahre am Adolfinum waren – nach dem frühen Schock der unfreiwilligen Beförderung. Behsler bekannte ganz offen: „Wenn ich damals in Barcelona gewusst hätte, was mich kurze Zeit später erwarten sollte, hätte ich mich sicher nicht auf die Stelle der stellvertretenden Schulleiterin beworben!“ Zeitzeuge Jürgen Welker, der mit Behsler die Begeisterung für den Auslandsschuldienst teilt, dazu später am Rande eines kleinen Umtrunks: „Dann hätte aber eine ganz wesentliche Erfahrung gefehlt!“

 Außer kleinen Präsenten (Mathematikkollege Hans Fabian: „Es darf ja nichts wiegen“) gab es zum Abschied Umarmungen und die besten Wünsche. Behslers Mut wurde mehrfach hervorgehoben, in ein Land wie Mexiko zu gehen, wo ganz andere soziale und politische Probleme als in Deutschland das Leben weiter Teile der Bevölkerung prägen. Personalrätin Gabriele Hundrieser sorgte mit einem populären mexikanischen Lied aus ihrer großen CD-Kiste dafür, dass kaum ein Auge im Lehrerzimmer ganz trocken blieb: „Singe! Weine nicht, denn Singen erfreut die Herzen.r

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