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Von Kinderkrippe bis Seniorenarbeit

Steinzeit ade Von Kinderkrippe bis Seniorenarbeit

Sechs Produkte, sechs Themenfelder hatte der neu formierte Ausschuss für Jugend und Familie unter dem Vorsitz der Ratsfrau Iris Gnieser (CDU) zu debattieren. Eine ganze Reihe von Punkten nahmen die Bückeburger Politiker mit in die Klausurtagungen der Fraktionen zum Haushalt 2017, mit denen zum Beispiel die Mehrheitsgruppe am nächsten Wochenende beginnt.

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In Bückeburg gibt es viele Spielplätze, die gar nicht mehr genutzt werden. Ihre Anzahl soll reduziert werden.

Quelle: rc

Bückeburg. Denn abschließend konnten nicht alle Punkte geklärt werden. Hier der Überblick zu den sechs Haushaltsprodukten.

Kinderkrippen, Kindergarten, Hort und Tagespflege: Das ist einer der dicksten Brocken im Haushalt der Stadt. Oder, wie es Fachgebietsleiter Christian Schütte umriss: „Die zentrale Stelle für die Kinderbetreuung in Bückeburg.“ 4,455 Millionen Euro wird die Stadt 2017 in diesem Bereich aufwenden, 2016 waren es noch knapp 3,8 Millionen Euro. Die Steigerung ist auf den Neubau der Krippe zurückzuführen, für die zum Beispiel neues Personal eingestellt wird oder aber zusätzliche Unterhaltungskosten anfallen werden. Die Zahl der Kindergarten- und Krippenplätze steigt von 638 Plätze 2016 auf 676 in diesem Jahr und nach dem Endausbau der Hinüberstraße auf 751 Plätze. Weitere Plätze sind gemäß der Vorlage der Verwaltung danach nicht mehr vorgesehen.

Mehr Lebensmittelkosten

Durch die neue Krippe steigt der Ansatz für „Lebensmittel“ von 43 000 Euro auf 70 000 Euro. Offen ist noch, ob die Stadt dort eine eigene Küche einrichtet, um auch Krippen- und Kindergartenkinder anderer Einrichtungen mit selbst gekochtem Essen zu versorgen und auf die Zulieferung von Caterern zu verzichten. Dazu steht noch eine Entscheidung der Politik aus.

In den kommenden Jahren wird die Stadt die Zahl der Kinder aus auswärtigen Gemeinden, die in Bückeburg in Kindergarten oder Krippe gehen, reduzieren, um Bückeburger Kindern Plätze bieten zu können. Wer als Auswärtiger bereits einen Platz in Bückeburg hat, braucht nach Angaben von Schütte nicht befürchten, diesen Platz zu verlieren.

Neues Computerprogramm

Da die Verwaltung „noch in der Steinzeit“ ist und alles von Hand einpflegen muss, wird 2017 ein neues Computerprogramm „Zentrale Kindergartenverwaltung“ angeschafft. Hier werden alle relevanten Daten, auch diese der freien Träger, eingespeist, sodass zum Beispiel sofort zu sehen ist, in welcher Einrichtung es noch freie Plätze gibt. Knapp 6000 Euro kostet die neue Software.

Außer der Mammutinvestition in die Krippe Hinüberstraße (5,5 Millionen Euro) wird im Kindergarten Röcke ein neues Großspielgerät für 10 000 Euro angeschafft, und die Kindertagesstätte St. Marien erhält einen Zuschuss von 12 700 Euro für die Erneuerung eines Spielgerüstes.

Spielplätze: 46 Spiel- und Bolzplätze hat die Stadt, für die sie 2017 knapp 68 000 Euro aufwenden wird. Für 24 500 Euro wird 2017 der Spielplatz am Lilienweg erneuert, auch wegen des angrenzenden Neubaugebiets. Für das Programm „Bewegte Innenstadt“ wird in der Fußgängerzone ein Murmeltisch aufgestellt. Und auch die Multifunktionsanlage für die Kernstadt steht einmal mehr in den Haushaltsansätzen. Sie soll 120 000 Euro kosten und im Bereich des Gymnasiums Adolfinum entstehen. Auch wenn Schüler die Anlage mitnutzen können, gibt es keinen Zuschuss vom Landkreis.

Spielplätze reduzieren

Auf Dauer will die Stadt die Zahl ihrer Spielplätze reduzieren, weil einige kaum noch genutzt werden – und um Kosten zu sparen. Ein entsprechendes Konzept ist von der Verwaltung bereits erarbeitet und wird in Kürze der Politik vorgestellt. Schütte: „Wir haben nicht nur Vorzeigespielplätze.“

Jugendarbeit : 282 000 Euro wendet die Stadt 2017 für diesen Bereich auf. Der größte Teil dieser Pflichtaufgabe fließt in Betrieb und Unterhalt der Jugendfreizeitstätte Bückeburg (JFB), die 2016 rund 17 250 Besucher zählte – eine deutliche Steigerung gegenüber 2015 (14 249). In den Folgejahren soll sich die Besucherzahl bei 17 500 einpendeln. Für 2500 Euro wird 2017 der Belag der Miniramp an der JFB erneuert.

Die Jugendpflege ist mit 17 400 Euro veranschlagt. 23 000 Euro zahlt die Stadt an Zuschüssen für die Ferienaktion und Freizeiten (34 mit 571 Teilnehmern). Die Internationale Jugendarbeit, der Austausch mit den Partnerstädten Sablé und Zuidplas, wird mit 5000 Euro unterstützt.

Seniorenfrühstück ist der Renner

Seniorenarbeit: 170 000 Euro wendet die Stadt im Jahr in diesem Bereich auf. Der größte Teil ist eine freiwillige Aufgabe und fließt in die Unterhaltung und die Personalkosten der Begegnungsstätte, die 2016 von rund 15 000 Besuchern besucht wurde. Der Renner im Programm ist das dienstägliche Seniorenfrühstück, dessen Preise aus sozialen Gründen sehr niedrig und damit niederschwellig gehalten werden, aber den Selbstkostenpreis decken. Regelmäßig platzt die Begegnungsstätte dienstags aus allen Nähten. Da es eine Umstellung in der Budgetierung gibt, werden künftig rund 14 400 Euro statt 500 Euro im Haushalt enthalten sein, schlagen aber nicht zu Buche.

3500 Euro fließen im kommenden Jahr in die Aufpolsterung von Stühlen in der Begegnungsstätte. 1200 Euro werden künftig die Post- und Fernsprechgebühren betragen: In der Begegnungsstätte wird freies WLAN eingeführt – wie auch in der Jugendfreizeitstätte und der Stadtbücherei. Weitere Mittel fließen in die Arbeit des Seniorenbeirates und von Seniorentreffs in den Ortsteilen. Um einen Überblick zu erhalten, wird die nächste Sitzung des Ausschusses in der Begegnungsstätte stattfinden.

Zuschüsse zu Elternbeiträgen: Für den Besuch von Kindertageseinrichtungen wie etwa einer Krippe übernimmt der Träger der öffentlichen Jugendhilfe auf Antrag ganz oder teilweise die Beiträge, wenn die Belastungen für Eltern und Kinder unzumutbar sind. Das Geld erhält die Stadt vom Landkreis. 2017 wird der Betrag auf 240 000 Euro erhöht, auch weil zum 1. Januar die Kitagebühren in Bückeburg gestiegen sind.

Freie Wohlfahrtspflege: Mit 5300 Euro Zuschüssen unterstützt die Stadt als freiwillige Aufgabe die Einrichtungen der Wohlfahrtspflege, wie etwa das Frauenhaus der Awo (2500 Euro), die Caritas (1000 Euro) und das DRK (100 Euro). 1000 Euro hat der Paritätische Wohlfahrtsverband für 2017 für die Weiterentwicklung der Selbsthilfekontaktstelle an der Dammstraße beantragt. Ein Antrag, über den der Ausschuss noch nicht entschieden hat und den er zur weiteren Beratung an die Fraktionen verwies.  rc

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