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Von der Höhe der Kosten überrascht

Schulsanierung Von der Höhe der Kosten überrascht

„Wir warten seit vier Jahren – jetzt muss dringend etwas passieren“, hat Antje Kronenberg an die Mitglieder des Schulausschusses des Bückeburger Stadtrates appelliert. Das Lehrerzimmer ihrer Schule ist in einem armseligen Zustand.

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Das Lehrerzimmer der Grundschule weist viele Mängel auf, die Schule fordert eine umfassende Sanierung.

Quelle: kk

Bückeburg. Die Rektorin der Grundschule Am Harrl hatte gerade den Zustand des Lehrerzimmers ihrer Schule geschildert: Durchgewetzter Teppichboden, in die Jahre gekommenes Mobiliar, zu kleine Staufächer, lockere Deckenverkleidungen, eine wegen technischer Defekte inzwischen stillgelegte Teeküche, unzureichende sanitäre Anlagen und einiges mehr hatte sie moniert, den schlechten Zustand mit Fotos dokumentiert. In Teilbereichen werden sogar Auflagen der Arbeitsstättenverordnung nicht mehr erfüllt.

Die Ausschussmitglieder konnten die Forderung des Kollegiums nach einer umfassenden Sanierung durchaus nachvollziehen. Für Erstaunen sorgte jedoch die Höhe der zu erwartenden Kosten. 121000 Euro würde das Maßnahmenpaket kosten, wie Fachbereichsleiter Christian Schütte von der Stadtverwaltung erläuterte.

Ein Planungsbüro hatte diese Summe errechnet, nachdem klar geworden war, dass es mit den ursprünglich schon vor einigen Jahren beantragten neuen Möbeln allein nicht getan ist. Berücksichtigt wurden jetzt noch nicht einmal alle Wünsche der Schule, doch mit dem derzeitigen Vorschlag können wohl alle Beteiligten leben. Bürgermeister Reiner Brombach signalisierte, dass die Verwaltung hinter dem Projekt stehe – auf der letzten Sitzung dieser Legislaturperiode jedoch keine Entscheidung erwartet werde.

100.000 Euro zusätzlich benötigt

Zuvor hatte auch Ratsherr Wolfhard Müller gefordert, über das Thema zunächst in den Fraktionen zu beraten, da es den nächsten Haushalt erheblich belasten werde. 100.000 Euro müssen zusätzlich bereitgestellt werden, 20000 Euro für neue Möbel waren von 2015 bis 2017 bereits vorgesehen. Entsprechend verfuhr der Ausschuss: Nun sind die Fraktionen gefragt.

Besonders in Bezug auf die Auflagen der Arbeitsstättenverordnung wird die Politik aber wohl um eine Zustimmung zu den Maßnahmen kaum herumkommen. Danach müsste auch die Toilettenanlage neben dem Lehrerzimmer umstrukturiert und erneuert werden. Schließlich hat die Schule inzwischen fast 50 Beschäftigte, überwiegend Frauen. Geschaffen werden soll auch ein Ruhebereich für schwangere oder kranke Lehrerinnen, die sich bisher nicht zurückziehen können.

Kronenberg machte klar, dass die Arbeit an einer Grundschule mit Nachmittagsbetreuung kein lockerer Halbtagsjob sei. Die Anforderungen hätten in Zeiten von Integration und Inklusion mit entsprechenden Dokumentationsverpflichtungen immer mehr zugenommen.

Zu wenig Computer, Schränke und Stauraum

Daher könne auch eine zeitgemäße Ausstattung des Arbeitsraumes Lehrerzimmer verlangt werden. Die vorhandenen drei Computerarbeitsplätze reichten nicht aus, Schrank und Regalfächer seien viel zu klein, fassten nicht einmal DIN-A4-Ordner. Stauraum sei knapp, Ordner und Kartons würden derzeit zum Teil schon auf dem Boden gelagert.

Das Sanierungskonzept sieht vor, das Lehrerzimmer um einen angrenzenden kleinen Putzmittelraum zu erweitern. Der so entstehende größere Raum wird dann durch einen Raumteiler in einen Ruhe- sowie einen Besprechungs- und Arbeitsbereich unterteilt. Im Raumteiler werden ausreichend dimensionierte Schränke und Fächer für alle Mitarbeiterinnen untergebracht. Die Teeküche, die derzeit wegen Problemen mit der elektrischen Anlage stillgelegt ist und die sich hygienisch nicht mehr auf dem erforderlichen Stand befindet, wird erneuert. Umgestaltete und erweitere Toiletten, neue Fußbodenbeläge und neue Möbel kommen hinzu.  kk

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