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Von der Leyen besucht Hubschrauberzentrum

Bückeburg Von der Leyen besucht Hubschrauberzentrum

„Das Internationale Hubschrauberzentrum ist einzigartig in seiner Qualität in Europa.“ Das hat Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen nach ihrem zweistündigen Besuch des Internationalen Hubschrauberausbildungszentrums (IHAZ) auf dem Flugplatz in Achum festgestellt.

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Meine Zukunft sehe ich bei der Bundeswehr“, erklärt die Auszubildende Yaprak Özdemir der Verteidigungsministerin.

Quelle: tol

Bückeburg. Es sei gut zu hören, dass dort pro Jahr 250 Menschen für die fliegerische oder technische Laufbahn ausgebildet würden. Um die Menschen zu einer militärischen Berufsentscheidung zu bewegen, müssten die Attraktivität gesteigert und die Standards erhöht werden. Daher würden in den kommenden Jahren mindestens 17 Millionen Euro in den weiteren Ausbau des Standorts investiert.

Wie „hochmodern“ der Standort ist, zeige die Tatsache, dass bereits zwölf Nationen ihre Piloten an der ehemaligen Heeresfliegerwaffenschule ausgebildet haben. Sechs Nationen hätten angefragt, ihre Piloten in Bückeburg zu schulen. Die Ausbildung müsse europäisch durchgeführt werden, auch im Rahmen der Verflechtung der Armeen der Bündnispartner: „Je mehr verflochten, desto besser.“ Durch die Internationalisierung könne der Anteil der Kosten für die Bundeswehr gesenkt werden. Am Rande der Sommerreise der Ministerin war bekannt gegeben worden, dass das IHAZ einer der wenigen Standorte der Bundeswehr ist, der aufgrund solcher Einnahmen Umsatzsteuer zahlen muss.

Das Thema der Probleme rund um den mittleren Transporthubschrauber NH90 wurde nur am Rande angesprochen. Die Übereinkunft mit der Industrie, die Beschaffungsquote der NH90 für das Heer zu senken und das Kontingent für die Marine zu erhöhen, bezeichnete sie als „innerhalb des vorgegebenen Rahmens eine sehr gute Lösung.“ Zur Verwendung der NH90 für „MedEvac“-Einsätze, also der Bergung von verwundeten Soldaten aus Kampfgebieten, sagte die Ministerin, dass gemeinsam mit internationalen Partnern „Cluster“ gebildet werden sollen, „Fliegende Lazarette“. Deutschland könne im Rahmen dieser Einsätze das Material stellen, kleine Nationen das Personal.

Nachdem die Türkei in der Nacht IS-Stellungen in Syrien angegriffen hatte, stand auch die Weltpolitik für kurze Zeit im Fokus. Die Angriffe seien eine Entscheidung der türkischen Regierung. „Dieser Kampf ist sehr ernst und wird uns lange beschäftigen.“ Die Bundeswehr werde sich weiter mit der Unterstützung der Peschmerga im Irak daran beteiligen. Sollte der Bündnisfall eintreten, verwies die Ministerin auf Artikel 5 des NATO-Vertrages. In ihm ist festgehalten, dass ein Angriff auf einen Bündnispartner als ein Angriff auf alle Verbündeten angesehen wird.

Zu Beginn ihres Besuchs war die Ministerin vom Kommandeur des IHAZ, Oberst Uwe Klein, begrüßt worden. Anschließend führte sie kurze Gespräche mit Soldaten, die vor dem NH90 und dem Ausbildungshubschrauber EC-135 angetreten waren. „Der Spezies NH90, von der wir gerne mehr hätten“, merkte Ursula von der Leyen in einem Gespräch an.

Vor der EC-135 erlebte die Ministerin live, dass in Bückeburg auch Piloten der Teilstreitkräfte von Marine und Luftwaffe ausgebildet werden. „Sie waren nicht als Matrose zu identifizieren“, sagte sie lachend, als sich einer der Männer als Marineflieger offenbarte. Auch mit einem schwedischen Piloten, die seit Jahren in Bückeburg ausbilden, sprach sie kurz.

In der Ausbildungswerkstatt wurde sie vom neuen Leiter Harald Habben begrüßt. Vom Azubi Valentin Falke ließ sie sich das Feilen an einem Werkstück für eine Halterung der Kantbank erklären. Yaprak Özdemir, Auszubildende im dritten Lehrjahr erklärte ihr, dass sie ihre Zukunft in der Bundeswehr sehe. Die Ministerin hinterher in ihrem Statement für die Presse: „Wir brauchen Sie.“

Danach ging es ins Simulatorzentrum, wo von der Leyen vom Leiter Oberstleutnant Christoph Hegele eine Einführung in die Simulatoren erhielt. Sie verschwand in einem der Cockpits der Dome, wurde eine kurze Runde „geflogen“, um sich dann in der Zentrale am Computerbildschirm erklären zu lassen, wie der Simulator funktioniert: „Wir verfolgen hier, was im Simulator passiert oder geben neue Situationen vor, eine Eins-zu-Eins-Abbildung der Realität.“ rc

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