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Von null auf hundert in 13 Jahren

Versengold beim MPS Bückeburg Von null auf hundert in 13 Jahren

Wenn am kommenden Sonnabend das Mittelalterlich Phantasie Spectaculum (MPS) in Bückeburg startet, wird mit der Bremer Folkband Versengold eine Band auf der Bühne stehen, die schon seit vielen Jahren zum Aufgebot des Mittelalter-Events zählt. Ein Blick in die Geschichte der Band.

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Wo Versengold auftreten, da toben die Massen, so wie anno 2016 beim MPS in Bückeburg.

Quelle: JP

BÜCKEBURG. Inzwischen haben es die Musiker vom Szene-Geheimtipp zum Massenphänomen mit riesiger Fangemeinde, Auftritten auf den größten Festivals und Erfolgen in den Charts gebracht hat. Vor allem ihre Geradlinigkeit und Authentizität, aber auch ihre Standfestigkeit, sich weder vom Mainstream-Geschmack oder kurzlebigen musikalischen Trends noch der Musikindustrie vereinnahmen zu lassen, dürften den Mannen um Sänger und Bandgründer Malte Hoyer dabei den Weg zu diesem Erfolg geebnet haben. Auf dem MPS in Bückeburg werden Versengold auch sieben Stücke ihres im August erscheinenden neuen Albums „Funkenflug“ vorstellen.

Die Geschichte von Versengold ist seit 2011 eng verknüpft mit dem Mittelalterlich Phantasie Spectaculum und zeigt durchaus die eine oder andere Parallele zu den Kollegen von Saltatio Mortis, die es spätestens anno 2013 mit dem Album „Das schwarze 1x1“ an die Spitze der Charts und auf den Gipfel des bundesdeutschen Rock-Olymps schafften.

Gründung im Jahr 2003

An eine Zukunft als Berufsmusiker auf den größten Festivalbühnen der Republik dürfte Student Malte Hoyer sicherlich als Letztes gedacht haben, als er 2003 in Osterholz-Scharmbeck die Band Versengold gründete. „Als reines Spaßprojekt und ohne Ambitionen“, wie er erzählt, sondern vor allem, um selbst geschriebene Gedichte mit Lagerfeuermusik zu vertonen. Passend dazu der Name der Band, ein Wortspiel aus „goldenen Versen“, die Hoyer dichtete, und dem „Fersengeld“, das man zu geben gedachte, wenn’s mal bei einem Auftritt nicht so laufen sollte.

Versengold spielten bis 2008 als Quartett auf zahlreichen Mittelaltermärkten und verorteten sich auch musikalisch lange Zeit genau dort. Wobei das, was die Nordlichter im Kreise vieler anderer ähnlich ausgerichteter Bands ablieferten, „nichts mit echter Mittelaltermusik zu tun hat“, wie Hoyer betont. Bei dem Musikstil, der zumeist entweder von Dudelsäcken oder folkorientierten Saiteninstrumenten geprägt wird und oft unter der Bezeichnung „Marktmusik“ firmiert, handelt es sich eher um eine mit historischen Instrumenten gespielte Variante des Folk. Diese ist seit den neunziger Jahren in der Mittelalterszene fest verwurzelt, findet aber auch in der Festival- und sogar der Heavy-Metal-Szene immer mehr Anhänger.

Vertrackte und scharfsinnige Texte

Versengold zeichneten sich schon immer dadurch aus, keine in der Mittelalterszene gängigen Stücke nachzuspielen, sondern ausschließlich selbst geschriebene Songs mit eigenen, zum Teil tiefgründigen, vertrackten und scharfsinnigen Texten auf die Bühne zu bringen. Schon ihr Debütalbum „Hoerensagen“ kam 2005 in der Szene gut an, es folgten „Allgebraeu“ und „Ketzerei“. 2011 erfolgte der endgültige Schritt vom Freizeitprojekt zur Profiband und zugleich auf die Bühnen des MPS – es sollte das entscheidende Sprungbrett zum Massenerfolg werden.

Spätestens seit dem 2013er Album „Im Namen des Folkes“, das unter anderem die legendäre Mitsing-Hymne „Immer schön nach unten treten“ enthält, ist die inzwischen siebenköpfige Formation aus der Festivalszene nicht mehr wegzudenken. Bereits 2013 spielten Versengold auf dem weltgrößten Metal-Open-Air in Wacken, das auch 2017 wieder auf ihrem Kalender steht, ebenso wie das „Open Flair“ in Eschwege, die „In Castellis“-Konzerte zusammen mit Saltatio Mortis und das „M’era Luna“ in Hildesheim.

Keine musikalischen Grenzen

Dass sie immer wieder neue Ideen und Impulse aufgriffen und sich stetig weiterentwickelten, nahmen ihnen die Fans nicht übel. „Wir versuchen, das Kunststück zu schaffen, unseren Kern zu bewahren und uns zugleich musikalisch keine Grenzen zu setzen“, beschreibt Hoyer das Erfolgsrezept. Mit Florian Janoske (Violine, Mandoline) und Daniel Gregory (Gitarre, Bouzouki) hielten 2011 nach der ursprünglich stark mittelalterlichen Ausrichtung vermehrt Folk-Elemente Einzug in den Sound der Band. Und mit Sean Lang am Schlagzeug und Eike Otten am Bass öffneten sich Versengold 2015 endgültig auch rockigen Klängen.  jp

 

 Versengold sind am Sonnabend ab 15 Uhr und ab 18.30 Uhr auf dem MPS zu hören.

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