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Vorbildlicher Umgang mit Denkmälern

Gebäude am Marktplatz ausgezeichnet Vorbildlicher Umgang mit Denkmälern

Das Ensemble der drei städtischen Gebäude am Marktplatz ist vom Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege ausgezeichnet worden.

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Das Niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege in Person von Katrin Barthmann würdigt den Umgang der Stadt mit ihren denkmalgeschützten Gebäuden am Markt. Die entsprechenden Plaketten – drei an der Zahl – hat Baubereichsleiter Jörg Klostermann in Empfang genommen.

Quelle: rc

Bückeburg. Die Behörde würdigt damit den vorbildlichen Umgang der Stadt mit dem unter Denkmalschutz stehenden Rathaus, dem Stadthaus und der Hof-Apotheke. „Das bekommt nicht jeder, nur die, die gut mit ihren Denkmälern umgehen“, sagte Gebietsreferentin Katrin Barthmann, als sie Bürgermeister Reiner Brombach, Baubereichsleiter Jörg Klostermann und Stadtplaner Klaus Wolter die drei Plaketten überreichte.

Die Auszeichnungen werden jetzt an den drei Gebäuden angebracht, und zwar so, dass sie den Gesamteindruck nicht stören oder beim Bohren irreparable Schäden, etwa am Sandstein, entstehen.

Wie der Baubereichsleiter erläuterte, übernimmt die Stadt mit der Pflege und dem Unterhalt ihrer Gebäude auch eine Vorbildfunktion. Private Besitzer von denkmalgeschützten Gebäuden sollen so motiviert werden, sich um den Erhalt ihrer Gebäude zu kümmern und ein Auge auf die Geschichte zu haben.

In alle drei Gebäude hatte die Verwaltung in den vergangenen Jahren erhebliche Mittel gesteckt, um den denkmalschutzwürdigen Charakter zu erhalten oder aber das Innere der Gebäude an moderne Erfordernisse anzupassen. Im Rathaus wurden der Große Rathaussaal, der Joël-Le-Theule-Saal und die Küche saniert und renoviert, ebenso die Brandmeldeanlage erneuert und die Steuerung des Aufzugs ausgetauscht. In den denkmalgeschützten Charakter des Gebäudes wurde dabei nicht eingegriffen. „Alles Dinge, die aber auch bei denkmalgeschützten Gebäuden gemacht werden müssen“, wie Klaus Wolter sagte. Außen am Rathaus wird durch die Fenster, die nach und nach mintgrün gestrichen werden, sichtbar, dass sich die Stadt um Denkmalschutz kümmert. Das Mintgrün ist die Originalfarbe der Fenster des 1906 errichteten Rathauses, wie ein Sachverständiger herausgefunden hat.

Neuer Anstrich und energetische Sanierung

Das Stadthaus erhielt vor einigen Jahren einen neuen Anstrich, ebenfalls in der Originalfarbe. In den vergangenen beiden Jahren hat die Stadt begonnen, die Büros im Obergeschoss energetisch zu sanieren und alte Leitungen und Heizungen zu ersetzen. Die alten Eichentüren und Fenster in Schuss zu halten, gehört zu den immer wiederkehrenden Aufgaben.

Wie auch in der Hof-Apotheke, wo die Gastwirtschaft in den vergangenen Jahren neu gestaltet wurde – unter Erhalt der alten Fachwerkbalken. Im Obergeschoss, wo Büros der Stadtverwaltung untergebracht sind, wurde ebenfalls in neue Leitungen und Heizungen investiert. Die Fassade zum Marktplatz und der Giebel zur Langen Straße erhielten ebenfalls einen neuen Anstrich.

In Bückeburg ist bisher erst die Lüling’sche Villa der Blindow-Schulen mit einer entsprechenden Plakette ausgezeichnet worden. Auch in Niedersachsen können sich erst wenige Denkmäler damit schmücken. Die Auszeichnung wird auf Antrag des Eigentümers des oder der Gebäude nach Prüfung des Antrags vergeben.

„Ich bin öfter in Bückeburg und werde ein kritisches Auge darauf haben, dass man dem Denkmalschutz gerecht wird“, sagte Barthmann. Sie überlegt, mit der Fürstlichen Hofkammer in Kontakt zu treten, damit sie als Eigentümerin der alten Kammerkasse am Marktplatz, in dem jetzt die Touristikinformation und die Schaumburger Landschaft untergebracht sind, ebenfalls einen Antrag an die Denkmalpfleger stellt. Dann wäre das Ensemble komplett. rc

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