Volltextsuche über das Angebot:

12 ° / 10 ° Regenschauer

Navigation:
Während sie das Pfeifen hörte, spürte sie den Schmerz…

Bückeburg / Neuer Roman Während sie das Pfeifen hörte, spürte sie den Schmerz…

„Ein Schuss aus nächster Nähe. Noch während sie das Pfeifen hörte, spürte sie schon den Schmerz an ihrem Knöchel. Panik überschwemmte sie, ein inneres Wissen.

Voriger Artikel
Aus dem Gefängnis wird ein Gewerbegebiet
Nächster Artikel
Hilfe für Berthold

An den Ahnser Löschteichen findet sich nach dem Verschwinden des Opfers eine Blutlache.

Quelle: jp

Bückeburg (jp). Es würden weitere folgen, bis sie getroffen war. Der zweite Schuss schlug durch ihren Fuß.“ Mit diesem Attentat beginnt „SchattenGift“, der dritte Kriminalroman aus der Feder der Bückeburger Autorin Nané Lénard, der wie die beiden Vorgängerromane „SchattenHaut“ und „SchattenWolf“ vor heimischer Kulisse spielt und in der Reihe „Weserbergland-Krimi“ der CW Niemeyer Buchverlage diese Woche erschienen ist.

 Und die Schüsse der ersten Seite fallen an einem Ort, die sicherlich den meisten Bückeburgern bekannt ist. Aber besonders den Mitarbeitern dieser Zeitung dürfte bei dem Gedanken an einen solchen Anschlag ein veritabler Schauer den Rücken herunterlaufen, denn scharf geschossen wird auf dem Areal zwischen Parkpalette und dem Commerzbank-Parkplatz, mithin also in direkter Nachbarschaft zum Redaktionsgebäude. Eine Frau aus Bergdorf, Mitarbeiterin einer Bückeburger Arztpraxis, galten die Kugeln, deren Projektilhülsen sich anschließend auf dem Beton der Parkpalette finden. Und als wäre ein solches Attentat nicht schon ungewöhnlich genug, reagiert das Opfer auch völlig anders, als man es von einer verletzten Person in einer solchen Situation erwarten würde.

 Also gibt es wieder eine Menge Geheimnisse aufzuklären für die Kommissare Wolf Hetzer (gewisse Ähnlichkeiten diesen Namens mit einem tatsächlichen ehemaligen Bückeburger Polizisten sind selbstverständlich rein zufällig) und Peter Kruse. Da sind zum einen der unbekannte Täter und das ebenso undurchschaubare Motiv für die Schüsse. Dann das Opfer, welches sich so rätselhaft unkooperativ verhält und auch einen Schutz der Polizei vor weiteren Anschlägen rundheraus ablehnt. Doch ehe die beiden Ermittler überhaupt die ersten Lichtstrahlen in das Dickicht aus Intrigen, Lügen und Hass gebracht haben, verschwindet die Angeschossene spurlos von der Bildfläche und hinterlässt nur eine gewaltige Blutlache in der Nähe der Löschteiche im Harrl oberhalb von Ahnsen. Ist die Frau tot? Oder schwer verletzt? Und wie konnte der Täter sein Opfer beiseite schaffen? Bei ihren Ermittlungen kommen Wolf Hetzer und Peter Kruse immer weiteren Motivlagen auf die Spur und sehen sich auf einmal mehr möglichen Tätern gegenüber als ihnen lieb sein kann.

 Vor allem für Bückeburger Leser dürfte der dritte Krimi von Nané Lénard ein Vergnügen sein. Denn nach dem in Rinteln und Hameln spielenden „SchattenHaut“ und dem „SchattenWolf“, dessen Handlungsbogen an der Schaumburg im Wesergebirge begann und endete, ermitteln Wolf Hetzer und Peter Kruse diesmal nahezu ausschließlich in der historischen Residenzstadt. Und wie schon in den beiden Vorgängerwerken gelingt es der in Bückeburg geborenen und aufgewachsenen Autorin, die 2010 beim Schreib-Wettbewerb „Bückeburg mordet“ gleich zweimal unter die ersten zehn gelangte, spielerisch, Ersonnenes und Reales ineinander fließen zu lassen und so dem heimischen Leser neben allem Thrill und Nervenkitzel auch immer wieder regionale Aha- und Wiedererkennungs-Momente zu bieten.

 Natürlich gibt es die Arztpraxis in der Schulstraße nicht, der bei der Aufklärung des blutigen Rätsels eine gewichtige Rolle zukommt. Doch die Band „Little Jazz“, deren Konzerte mehrere Personen der Handlung keinesfalls verpassen möchten, ist ebenso real wie das Gasthaus „Zur Falle“ und die darin angebotene „Schlemmerplatte“ (die meisten Bückeburger Leser dürften wissen, was sich hinter dieser vom einstigen Fallenwirt Fritz Wegener ersonnenen Kreation verbirgt) oder das Modehaus RHM in Rolfshagen, vor dessen Fassade eine Verfolgungsjagd endet.

 Der Unfall eines Bückeburger Kollegen führt dazu, dass Hetzer, der sich nach dem gewaltsamen Tod seiner Verlobten von Bückeburg nach Rinteln hatte versetzen lassen, wieder in seiner Heimatstadt ermittelt muss. Und das lässt den Mittvierziger, der seine Freizeit mit seinen beiden Katern und der Schäferhündin Lady Gaga in der abgeschiedenen Kate unterhalb der Frankenburg in Todenmann verbringt, auch gefühlsmäßig in die Bredouille kommen. Denn die zunächst angeschossene und dann verschwundene Bergdorferin erinnert den erfahrenen Ermittler deutlich mehr, als er sich eingestehen kann und will, an seine tote Verlobte.

 Aufgrund der hohen Zahl von Vorbestellungen ist der dritte Nané-Lénard-Krimi in einer wesentlichen höheren Auflage an den Start gegangen als die beiden Romane zuvor. Geschrieben hat die Bückeburger Autorin an „SchattenGift“ zwischen September und Dezember 2011, und das unter deutlich erschwerten Bedingungen als bei den Vorgängerbüchern. Denn während des Schreibens waren diesmal nicht nur die zeitlichen Anforderungen ihrer übrigen beruflichen Tätigkeit zu bewältigen, sondern auch Auftritte, Lesungen und Signierstunden für „SchattenGift“ und „SchattenWolf“, so zum Beispiel bei der „Infa“ vergangenen Herbst in Hannover, wo Lénard an der Aufzeichnung der Radiosendung „NDR 1 Bücherwelt“ teilnahm.

 Inzwischen reicht der Erfolg ihrer Bücher, wie die Verkaufszahlen zeigen, weit über die Grenzen des Schaumburger Landes hinaus. Ihr Erstling „SchattenHaut“, der mittlerweile in dritter Auflage erhältlich ist, zählt mittlerweile zu den 50 bestverkauften deutschen Krimis des Online-Versandhandels Amazon. Bereits gelesen hat ihr drittes Buch Claudia Junger, Rezensentin des Internet-Blogs „Krimi & Co.“. Dort schrieb sie: „Wer an einem psychologisch dichten, ungewöhnlichen Fall interessiert ist, der sich mit der abgrundtiefen Bosheit mancher Menschen beschäftigt, der sollte unbedingt dieses Buch lesen. Spätestens seit dem Erscheinen dieses Buches gehört Nané Lénard für mich zu den derzeit besten deutschsprachigen Krimi-/Thrillerautorinnen.“

 Mit „SchattenGift“ wird es erstmalig ein Buch von Nané Lénard auch in hörbarer Form geben: Ende März erscheint ihr dritter Krimi als Hörbuch aus sechs CDs, gesprochen von der Autorin selbst und von „Zweins“-Musiker und -Komponist Claudio di Facere mit diversen Sounds und Effekten unterlegt. Derzeit schreibt die Bückeburgerin an ihrem vierten „Schatten“-Krimi. Sein Titel wird noch nicht verraten, nur so viel steht fest: Wolf Hetzers vierter Fall wird pünktlich zur Frankfurter Buchmesse die Druckpressen verlassen. Termine:

 Die Premierenlesung von „SchattenGift“ ist am Freitag, 30. März, um 19.30 Uhr in der Hofbuchhandlung Frommhold an der Langen Straße 46 in Bückeburg mit Instrumentalmusik von „Zweins“. Der Eintritt kostet acht Euro.

 Eine weitere Lesung ist am Sonnabend, 31. März, um 18.30 Uhr im Café Wohndiele am Kirchplatz 3 in Rinteln. Der Eintritt inklusve Drei-Gänge-Menü kostet 22,50 Euro. Eintrittskarten im Café Wohndiele erhältlich.

 Eine Signierstunde ist am Ostersamstag, 7. April, von 11 bis 13 Uhr in der Buchhandlung Sedlmair an der Weserstraße 3 in Rinteln.

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Online suchen, Angebot finden, einkaufen gehen: Das steckt in Kurzform hinter „Kauf hier – lokal & digital“. Eine Auswahl aktueller und preislich besonders attraktiver Produkte finden Interessierte stets auf unserer Homepage... mehr

Schaumburg